Straßenbahnbremsweg

Gestern durfte ich mal was schätzen: Wie lange ist der Bremsweg einer Straßenbahn, die bei rund 50 Kilometer pro Stunde in die Vollbremsung geht? Beim PKW ist in der Faustformel ja Geschwindigkeit in km/h durch 10 und das im Quadrat drin. Was es ja schonmal schwierig macht, weil wir Menschen gerne linear denken, aber die Natur nicht liniear ist.

Also das mit dem Quadrat wird bei der Straßenbahn ähnlich sein, dachte ich mir, Physik ist Physik. Nur bremst die Bahn mit Stahl auf Stahl und ist deutlich schwerer als ein ein Auto. Also kommt noch was dazu. Ich dachte mir so, dass es über 30 oder 35 Meter sein werden.

Echo online: Keinesfalls über die Kupplung – Sicherheitstraining für Siebtklässler im Zeichen des tödlichen Luisenplatz-UnfallsGutachter prüft Risikoeinschätzung für Straßenbahnen

Es wurden 45 Meter. Das ist einmal die Länge der Straßenbahn. Und die war leer.

Wenn es anfängt zu regnen, bilde sich auf den Gleisen ein Schmierfilm aus Straub und Dreck, schilderte ein Fahrer. Der mache die Schienen nochmal glatter und Bremswege länger. Wenn es weiter regnet, nimmt diese Gefahr aber ab, weil der Regen auch den Schmierfilm wegwäscht.

Grundschulen bietet die Heag mobilo ein Sicherheitstraining im Betriebshof Frankenstein an.

Neues vom Frankenstein? Und ein Anfahrtipp mit der Straßenbahn

Burg Frankenstein im Sommer 2014 von Eberstadt aus.

Burg Frankenstein im Sommer 2014 von Eberstadt aus.


Jörg vom Darmundestat-Blog weist auf ein Angebot eines Kollegen auf der Burg Frankenstein hin:

“Burgschreiber” Walter Scheele bietet seit einiger Zeit sonntags kostenfreie Führungen durch die Burg Frankenstein an. Wie ich eben auf der Homepage des Burgpächters gesehen habe, zaubert er dazu jede Woche ein neues Thema hervor.

Das mit dem zaubern meint Jörg schon so, denn Walter Scheeles Thesen sehen er und der Geschichtesverein Eberstadt-Frankenstein zum Alchemisten
Johann Konrad Dippel (Konstruktion eines Mythos) und zur Autorin Mary Shelley doch sehr anders (Any Monsters at home? Die Burg Frankenstein a.d. Bergstr. und der Roman von Mary Shelley). Mary Shelley hat 1818 den Roman “Frankenstein” geschrieben, an dem sich die Boris Karloff-Filme grob orientierten.

Ein Hinweis noch, weil ich beim Artikelschrieben für Darmstädter Zeitungen diesen Nebensatz immer einflechten muss: Die Burg Frankenstein liegt nicht in Eberstadt oder Darmstadt, sie liegt in Mühltal im Ortsteil Nieder-Beerbach.

Und wer da mal mit dem ÖPNV zur Burg Frankenstein will: Am einfachsten mit der Straßenbahn zur Haltestelle Malchen fahren und die Frankensteiner Straße den Berg hochlaufen. Der Rest findet sich. :-) Und Vorsicht: Die Haltestelle Frankenstein ist weiter weg (2,2 Kilometer Luftlinie) als die Halestelle Malchen mit 1,5 Kilometer Luftlinie. Und bergauf muss man beide Male. Man kann auch mit dem Bus nach Nieder-Beerbach fahren, aber der fährt nicht so häufig wie die Bahn.

Da das Bildblog gerade Ferien macht …

… springe ich mal ein: „Bild“ berichtet über eine Darmstädter Debatte zu Straßenbahnkupplungen. Am 15. Januar war ein elf Jahre alter Schüler auf dem Luisenplatz über eine Kupplung zwischen Triebwagen und Anhänger geklettert und dabei tödlich verunglückt.

Jetzt gibt es Vorschläge, wie man die Kupplungen besser sichern könnte.

Bild: Von Tram überrollt – Ulrich Klett von der Unabhängigen Wählervereinigung (Uwiga) fordert nun – wie bereits nach einem ähnlichen Vorfall 2012 – zwischen den Waggons eine Warntafel anzubringen (…)

Nur hat “Ulrich Klett” von der Uwiga einen anderen Vornamen, tatsächlich heißt er Helmut Klett.

Straßenbahn zur Lichtwiese

Es gibt Pläne eine Straßenbahn zur Lichtwiese zu bauen. Die Trasse für rund 8,3 Millionen Euro soll von der Nieder-Ramstädter Straße an der Haltestelle Hochschulstadion nach Osten abbiegen und zwischen Georg-Büchner-Schule und Hochschulstadion zur Lichtwiese führen. Dort soll dann auch eine Wendeschleife hin.

Als Grund für die Trasse wird die studentische ÖPNV-Nachfrage gesehen, die Busse zur Lichtwiese sind zu oft zu voll.

Nur warum laufen die Studierenden nicht von der Haltestelle Hochschulstadion zur Lichtwiese, wenn es im Bus so blöde und zu voll ist? Es sind ca. 650 Meter bis zum FB Architektur, 925 Meter bis zum FB Bauingenieurwesen, 950 Meter bis zum FB Chemie oder zur Mensa, 1100 Meter zur Bibliothek, 1250 Meter bis zum FB Maschinenbau.

Die Haltestelle Lichtwiese liegt klar zentraler, von dort sind es maximal 350 Meter zu den Fachbereichen. Der kürzere Weg scheint volle Busse deutlich erträglicher zu machen, als über “Hochschulstadion” zu fahren.

Ich weiß noch nicht so recht, ob ich für eine Trasse bin, irgendwie finde ich, man kann eben auch vom Hochschulstadion aus laufen. Hatte ich beispielsweise gemacht, wenn ich zur Chemie wollte aber unsicher war, ob der Bus bei Schnee rechtzeitig vorankommt. Aber vielleicht werde ich auch nur alt. Ist ja 25 Jahre her. ;-)

Das andere ist, dass die hohe Nachfrage möglicherweise auch nur deswegen besteht, weil Studierende dank Semesterticket gegen eine Pauschale, die in den Uni-Beiträgen enthalten ist, unbegrenzt den ÖPNV nutzen dürfen. Weiterlesen

Die Opposition in der Lichtwiesenstraßenbahn mitnehmen

Die Stadt plant einen Straßenbahnabzweiger von der Nieder-Ramstädter Straße zur Lichtwiese, um die TU besser anzuschließen. Kann man machen, kostet halt ein paar Millionen.

Jetzt ist die Opposition bis auf die Uwiga eigentlich für das Projekt, weist aber auf einiges hin:

Echo online: Entscheidung für Straßenbahn-Abzweig zur Lichtwiese – Die jährlichen Betriebskosten veranschlagte Baudezernetin Lindscheid mit 654.000 Euro. Georg Hang (Uffbasse) kam dagegen auf fast 900.000 Euro, da man die Finanzierungskosten und jährliche Abschreibung mitrechnen müsse. (…) Die Oppositionsfraktionen im Parlament sprachen sich im Grunde meist auch für die Straßenbahn aus, kritisierten aber, dass nun vor dem Vorliegen ausstehender Untersuchungen schon die Umsetzung beschlossen werden solle. (…) und Hang verwies darauf, dass sich die Stadt mit der Beantragung der Landeszuschüsse noch bis Juni nächsten Jahres Zeit lassen könne.

Da frage ich mich, warum man bei der Konstellation nicht auf einen gemeinsamen Beschluss hinarbeitet. Die Vorlage ist beim Punkt zwei nunmal handwerklich nicht sauber gemacht (Hervorhebung von mir).

Es wird zugestimmt, den Mitfall II (Führung über den Lichtwiesenweg) weiter zu verfolgen und umzusetzen. Der kommunale Eigenanteil für die Investitionskosten in Höhe von € 2,87 Mio. wird entsprechend dem Planungs- und Bauablauf zur Verfügung gestellt. Der Betriebskostenzuschuss in Höhe von € 654.000 pro Jahr wird ab der Inbetriebnahme voraussichtlich im Dezember 2017 auf einer neuen Kostenstelle bereitgestellt.

Das hätte man ohne weiteres ändern können. Als das im Bauausschuss angesprochen wurde, hatte ich ja den Eindruck die Koalition versteht das nicht, aber nach fast zwei Wochen, hätte man ja schlauer geworden sein können. Was vergibt man sich denn, wenn man die Bedenken berücksichtigt?

Aber da müsste man ja einen kleinen Fehler zugeben und hätte seinen schönen Platz im Schützengraben verlassen müssen, in dem es inzwischen weich und warm ist. Und man kann später – unter Verkürzung der Tatsachen – der Opposition vorwerfen, dass sie ja damals böse und gegen das tolle Projekt war und es sich auf seine Fahnen schreiben. Das ist es, was man sich vergibt, das ist alles mögliche, aber wieder Mal kein Neuer Politikstil.

Und noch der Hinweis: Das mit dem Neuen Politikstil ist ja was von den Koalitionsvertretern.

Gleisarbeiten in Bessungen und Eberstadt – Busse statt Bahnen

Da kauft die Heag klimatisierte Straßenbahnen und in der wärmsten Jahreszeit, werden diese dann nicht eingesetzt: Wie im vergangenen Jahr nutzt die Heag die verkehrsärmere Ferienzeit zur Gleissanierung in Eberstadt und Bessungen.

In der Heidelberger Landstraße werden vom 6. Juli bis Mitte August zwischen Büschel- und Seeheimer Straße auf einer Länge von rund 300 Metern die Gleise ausgetauscht, die Gleislage angepasst und die Fahrleitung erneuert. Parallel zu der Gleissanierung in Eberstadt wird in Bessungen das Gleis in der Heidelberger Straße zwischen Bessunger und Eschollbrücker Straße saniert

Straßensprerrung in Eberstadt
In Eberstadt wird die Heidelberger Landstraße für den Autoverkehr in dem Bauabschnitt ganz gesperrt sein. “Die Erfahrung hat gezeigt, dass es besser ist, in möglichst großen Abschnitten am Stück zu bauen – jede Nahtstelle ist ein potenzieller Schwachpunkt”, erklärt Heag Mobilo-Projektleiter André Dillmann. Zudem sind die Straßenverhältnisse sehr eng. “Ein schmaleres Baufeld würde die Logistik komplizierter machen und damit die Bauzeit noch verlängern”, so der Projektleiter.

Die Heidelberger Landstraße wird im Baustellenbereich für den Autoverkehr vollständig gesperrt. Büschel-, Odenwald-, Schloss-, Seeheimer- und Heidelberger Landstraße werden zu Stichstraßen. Auch bei den Parkplätzen wird es Einschränkungen geben. Zusätzliche Halteverbote wird es für die Ersatzhaltestellen in der Seeheimer Straße (Abschnitt Frankenstein – Ringstraße) sowie punktuell auch in der Ringstraße, Im Hirtengrund und vor dem Kreuzungsbereich Mühltalstraße und in der Thomasstraße geben. Die Thomasstraße wird zudem Einbahnstraße (mit Fahrtrichtung Westen).
Die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge bleiben jederzeit bestehen. Zu Fuß sind alle Gebäude stets erreichbar. Einzelandienungen, zum Beispiel für Lieferfahrzeuge, sind nach Absprache möglich. Ab dem 27. August kann der Autoverkehr wieder wie gewohnt fließen.

Busse statt Bahnen – Keine Fahrräder mitnehmen
Die Straßenbahnlinien 7 und 8 werden zwischen den Haltestellen “Luisenplatz” und “Frankenstein” auf Busse umgestellt und in einem Ringverkehr durch Eberstadt geführt. Dabei kommt es zu Fahrplan- und Taktänderungen. Die Straßenbahnlinien 1 und 6 werden eingestellt. Die Buslinien NE, NB und P verkehren regulär. Die Linie EB fährt weitestgehend wie gewohnt. Für die Linie 7 wird die Haltestelle “Wartehalle” Richtung Luisenplatz nördlich der Thomasstraße verlegt. Aus Kapazitätsgründen können in den Ersatzbussen keine Fahrräder mitgenommen werden.

Linienänderungen zwischen 6. Juni und 15. August
Linie 1: Kein Betrieb. Ersatz bieten die Linien 7 und 8. Zum Hauptbahnhof umsteigen an der Haltestelle “Rhein-/Neckarstraße”, verdichteter Takt zwischen “Rhein-/Neckarstraße” und “Hauptbahnhof”.

Linie 5: Taktausdünnung – Montag bis Frreitag alle 15 Minuten.

Linie 6: Kein Betrieb. Ersatz bieten die Linien 7 und 8.

Linien 7/8: Busersatzverkehr zwischen Luisenplatz und Frankenstein. Zwischen Hofgasse und Luisenplatz sowie zwischen Frankenstein und Am Hinkelstein verkehren wie gewohnt Straßenbahnen. Fahrgäste der Linien 7/8 müssen daher gegebenenfalls zweimal umsteigen. Das Umsteigen erfolgt an denselben Haltepositionen. Die Straßenbahnlinie 8 verkehrt im nördlichen Abschnitt Hofgasse – Luisenplatz -Rhein-/Neckarstraße – Hauptbahnhof.

Busersatzverkehr in Eberstadt – Keine Haltestelle “Kirche” und “Modaubrücke”
Die Busse verkehren zwischen den Haltestellen “Wartehalle” und “Frankenstein” im Ringverkehr und halten Richtung Luisenplatz auf Höhe der Haltestellen “Schlossstraße” und “Odenwaldstraße”. Richtung Frankenstein halten die Busse an den Haltestellen “Modaubrücke”, “Alte Post” und “Walther-Rathenau-Straße” der Linie P, weitere Haltestellen im Linienverlauf sind “Grenzallee”, “Klinikum”, “Friedhof” und “Frankenstein”. Die Straßenbahnhaltestellen “Kirche” und “Modaubrücke” entfallen.
Die Umsteigemöglichkeit an der Eberstädter Wartehalle bleibt erhalten. In dem übrigen Streckenabschnitt halten die Busse meist am Fahrbahnrand.Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten kann es wegen der engen Straßen zu Verspätungen kommen.

Gleisschleifarbeiten Frankfurter Straße
Hinzu kommen noch von Dienstag (6.) bis einschließlich Freitag (9.) Gleisschleifarbeiten in der Frankfurter Straße zwischen den Haltestellen “Willy-Brandt-Platz” und “Rhönring”. Diese Arbeiten sind nur in verkehrsärmeren Zeiten möglich und finden daher von zirka 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens statt.

hauptbahnhof anzeigetafel mini

Anzeigetafel für Busse und Bahnen im Hauptbahnhof

Hat das endlich geklappt. Jahrelang vermisste ich eine Anzeigetafel im Haufptbahnhof für Busse und Bahnen. Jedesmal sprintete ich aus dem Hauptbahnhof, weil ich nicht wusste, ob gerade was abfährt oder nicht. Irgendwie kam ich mir etwas blöde vor, denn so schwierig scheint das mit so einer Anzeige ja nicht zu sein. (Offenbar lag das an der Bahn, oder wie soll ich das aus dem Echo verstehen: “Es bedurfte intensiver Verhandlungen mit der Bahntochter Station und Service, der der Bahnhof gehört”, erklärte ÖPNV-Dezernent Dieter Wenzel.)

Pressemitteilung Heag mobilo – Ein neuer zentraler Abfahrtanzeiger im Hauptbahnhofe bietet Fahrgästen ab sofort schnelle und bessere Orientierung. Die 3,50 m auf 1,50 m große schwarze Informationstafel mit heller LED-Schrift informiert minutengenau über die nächsten Abfahrten von Bussen und Straßenbahnen. Wer zum Beispiel zum Luisenplatz will, kann schnell erkennen, ob es für ihn sinnvoller ist, mit dem Bus zu fahren oder die nächste Straßenbahn zu nehmen.

24 Abfahrten und aktuelle Verkehrshinweise
Darüber hinaus weist der Anzeiger auch die jeweiligen Haltepunkte aus, Pfeile zeigen den Fahrgästen den Weg. Während die innerstädtischen Linien zumeist an den vier Plätzen direkt vor dem Hauptportal halten, fahren die Regionallinien vorrangig am wenige Meter südlich gelegenen Zentralen Omnibusbahnhof ab. Diese werden in einer separaten Spalte angezeigt. Bis zu 24 Abfahrten kann die Tafel insgesamt ausweisen. Auch Sondertexte, zum Beispiel bei Störungen, sind möglich. “Die Anzeige erleichtert den Fahrgästen nicht nur die Orientierung, sondern macht auch deutlich, wie viele Linien überhaupt den Hauptbahnhof anfahren”, unterstreicht Heag mobilo Geschäftsführer Karl-Heinz Holub. Derzeit halten am Hauptbahnhof mehr als 30 Linien.

Die aktuellen Fahrplandaten für den dynamischen Anzeiger im Darmstädter Hauptbahnhof liefert die Heag mobilo im Rahmen ihres Verkehrsmanagements. Gemeinsam mit den Aufgabenträgern Dadina und Stadt Darmstadt und in Abstimmung mit der Deutschen Bahn hat das Verkehrsunternehmen die Anlage konzipiert. Foto: Heag mobilo

Anzeiger auch in Kundenzentrum und Mobilitätszentrale
Ähnliche Anzeiger gibt es seit kurzem auch in der RMV-Mobilitätszentrale am Hauptbahnhof und im Kundenzentrum der HEAG mobilo am Luisenplatz. An die Umgebung angepasst sind sie dort deutlich kleiner und mit modernen TFT-Bildschirmen ausgestattet. “Durch die dynamischen Anzeiger wird die Orientierung für die Fahrgäste am Darmstädter Hauptbahnhof verbessert und seine Funktion als zentrale Drehscheibe der verschiedenen Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs gestärkt”, begeistert sich DADINA-Vorstandsvorsitzender Stadtrat Dieter Wenzel.

“Theoretisch können wir solche Innenraum-Anzeiger an jedem beliebigen Ort aufstellen”, informiert Karl-Heinz Holub. Sie sind überall dort interessant, wo viel Publikumsverkehr herrscht und eine gute ÖPNV-Anbindung gegeben ist. Krankenhäuser, Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen können davon profitieren, aber auch für große Firmen kann ein dynamischer Fahrplananzeiger interessant sein.

Spitzentaktzeiten im ÖPNV

30.000 Euro für eine Werbekampagne, damit die Menschen mehr mit Bus und Bahn fahren. Das mus doch was bringen. Bei solchen Hammerangeboten wie diesem, frage ich mich echt, warum diese 30.000 Euro verpuffen werden:

Dieser zusammengestauchter Screenshot zeigt exemplarisch, wie hervorragend die ÖPNV-Verbindungen abends von Gräfenhausen aus sind.


Alle Stunde ein Bus ist ja echt super. Genial. Und Fahrzeiten von über einer Stunde, da hat man doch was für seine zwei Euro. Soviel dunkle Ortschaften und Landstraßen sind nämlich echt selten. Und damit das nicht zum Gewohnheitsgut wird fährt der Bus irgendwann nur noch alle 90 Minuten – oder so. Taktwechsel erhalten nämlich die Spannung.

Nachtrag: Ach ja, was auch die Spannung erhält ist, einen Bus ausfallen zu lassen. Das war die Sondereinlage am vergangenen Sonntag (14.2.2010) , als ich und zahlreiche andere zum AEWG-Umzug nach Gräfenhausen wollten. Ok, Karneval, aber etwas, was die Busse füllt – was ein privatwirtschaftliches Unternehmen doch interessieren könnte. Der 5515er-Bus, der um 11.51 Uhr an der Pallaswiesenstraße abfahren sollte, kam einfach nicht. Und die RMV-Mobilitätszentrale konnte mir auch nicht weiterhelfen, weil sie die Leitstelle des Busunternehmens nicht erreichte. Und der Busfahrer des um 12.51 Uhr kommenden Busses, wusste nichts von einem Ausfall auf der Linie – soviel also zur Kundeninformation. Die Busse, die pünktlich eine Stunde später kamen (ein 751er und ein 5515er) waren dann voll. Der 751er war so narrenvoll, dass er gar nicht mehr anhielt und gleich durchfuhr.

Nachtrag II: Inzwischen wurde mir mitgeteilt, dass er Bus ausgefallen war, weil die Heizung kaputt war.

Darmstädter Bus- und Bahnfahrer streiken heute

HR-Online – bei der Heag Mobilo steht bislang (8.29 Uhr) nichts dazu – meldet, dass die Beschäftigten der HEAG mobiBus ganztägig warnstreiken und die Straßenbahnfahrer aus Solidarität mitmachen. Der RMV ergänzt, dass der AIRLiner nicht zum Frankfurter Flughafen fährt.

Und der RMV erhöht jeden Dezember seine Tarife und Stadt sowie Landkreis werben mit einer 30.000 Euro-Kampagne auf “charmante und ansprechende Weise für den öffentlichen Nahverkehr im Dadina-Gebiet” (Landrat Klaus-Peter Schellhaas und stellvertretender Dadina-Vorstandsvorsitzender).

Update, Heag Mobilo hatwas organisiert: Ersatzverkehr auf den Achsen Hauptbahnhof – Luisenplatz – Kranichstein sowie Schloss noch bis 21 Uhr