Eine neue Nordostumgehung?

Es tut sich was bei der Nordostumgehung (NOU), auch wenn die anders aussehen wird, als die, die jetzt in Darmstadt abgeplant wurde.

Echo online: Stadt und Kreis planen neuen Vorstoß für mögliche Umgehung im Nordosten von Darmstadt

Auch schön, wie ich jetzt daran erinnert wurde: Die Nordostumgehung steht auch im Verkehrsentwicklungsplan des Landkreises. Sie steht ja nicht nur im Darmstädter Verkehrsentwicklungsplan. Der seit Februar 2016 überarbeitet wird – wobei schon nach der Kommunalwahl 2011 klar war, dass die NOU nicht mehr kommen wird.

Echo online, 8. Februar 2016: Im Stuhlkreis Darmstadts Zukunft denken

Fahrradaktionstag am 29. Mai auf dem Marktplatz

Aus dem Archiv: Voller Marktplatz beim Fahrradaktionstag 2013. Foto: Stefan Opitz

Aus dem Archiv: Voller Marktplatz beim Fahrradaktionstag 2013. Foto: Stefan Opitz


(PM) Am Schlossgrabenfest-Sonntag (29. Mai) verwandelt der Fahrradaktionstag Darmstadt erneut den Marktplatz in einen Markt der Möglichkeiten rund ums Fahrrad: Vom Kauf von gebrauchten oder neuen Fahrrädern, über Ersatzteile, Reparatur und Diebstahlschutz bis hin zur professionelle Pflege in der automatischen Fahrradwaschanlage ist für alle Lagen des RadlerInnenlebens gedacht. Für den Fahrradnachwuchs gibt es einen Verkehrsparcours und eine Hüpfburg Weiterlesen

Im Blick: Die Kreuzung Lagerstraße und Landesstraße L 3113

Die Kreuzung Landesstraße L 3113 und Lagerstraße, wenn man auf der L 3113 aus Richtung Gräfenhausen kommt. Foto: ADFC, Thomas Grän

Die Kreuzung Landesstraße L 3113 und Lagerstraße, wenn man auf der L 3113 aus Richtung Gräfenhausen kommt. Foto: ADFC, Thomas Grän


Echo online: Neuralgische Punkte im Weiterstädter Straßenverkehr – Der ADFC hat sich einige Stellen in Weiterstadt angeguckt, darunter die Kreuzung Lagerstraße/Landesstraße L 3113.

Aus ADFC-Sicht geht es an der Langerstraße auch um die Verkehrsführung für Radfahrer, die Fahhradspur endet einfach auf dem Bürgersteig.

Die Kreuzung war jetzt auch Station der Weiterstädter Verkehrsschau, da es dort innerhalb eines halben Jahres zwei heftige Unfälle mit Autos gab. Einmal mit einem Toten und einmal mit einem sich überschlagenden PKW (aber ohne Schwerverletzte).

Echo online, 22. April 2016: Weiterstadt will die Kreuzung mit der Landesstraße 3113 begutachten

Mal eben den Termin verlegen

Veranstalter sind ja manchmal mutig: Sonntagmorgen um 8 Uhr verlegen sie wegen Regens ihr Treffen von 10 Uhr auf 13 Uhr und schicken eine Mail. Das kann schiefgehen. Denn wenn ich, der radelnde Reporter, für 13 Uhr schon einen zweiten Termin habe. Ein Termin um 10 Uhr, einer um 13 Uhr ist ja nicht ganz unmöglich.

Ich erwarte ja nicht, dass man die Arbeitsabläufe anderer Berufe kennt, aber mehrstündige Verzögerungen – und erst recht an einem Wochenende – sind doch bei uns hier nirgendwo eingeplant.

Überfall in Rimbach, auch die zweite Instanz hält den Angeklagten für schuldig

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Das Amtsgericht Bensheim hatte den Angeklagten Ende 2015 verurteilt. Aber der junge Man sagt, er habe im Sommer 2015 den Rimbacher Juwelier nicht überfallen, weswegen er Berufung einlegte und in die zweite Instanz vors Landgericht ging. Da präsentierte er ein Alibi. Das aber bei genauer Prüfung nicht stimmen konnte.

Echo online: Auch das Landgericht lässt Alibi nicht gelten

Aber es war nicht das Alibi alleine, das nach der Beweisaufnahme nicht mehr möglich war; auch die Größe, Augen- und Hautfarbe passten (der Täter war maskiert), die DNA des Angeklagten war am Revolver und eine Bekannte hatte ihn kurz nach der Tat belastet sowie da schon Täterwissen gehabt.

Der Seniorenbus in Weiterstadt

Echo online: Einkaufsfahrt zum Nulltarif

Die Busfahrten werden vom Seniorenbüro „freiwillig aktiv“, mit Unterstützung der Familien-, Frauen- und Seniorenbeauftragten der Stadt Weiterstadt, organisiert. Der spendenfinanzierte Seniorenbus bringt die Senioren zweimal in der Woche kostenfrei zu den Einkaufsmärkten in der Kernstadt und der Riedbahn, in das Rathaus sowie zu den Stadtbüros. Dazu kommen Fahrten zu Seniorenveranstaltungen. Der Bus ist kein Taxi, er fährt innerhalb Weiterstadts.

Der genaue Fahrplan und die Haltestellen für die Dienstags- und Donnerstagstouren steht im Internet (PDF, 350kb) und liegt in Weiterstadt in den Stadtbüros und im Rathaus aus

„Darmstädter, 98er, Jude“ – Der SV 98-Vorsitzende Karl Heß

Der Förderverein Liberale Synagoge und der SV Darmstadt 98 stellten im Staatsarchiv den ehemaligen SV 98-Vorsitzenden Karl Heß vor, der 1933 vor der NS-Diktatur erst nach Frankreich und dann nach Brasilien floh.

Echo online: „Und dann merkte ich, der Rechtsanwalt Karl Heß war ja noch was anderes.“ – Das sagte Martin Frenzel vom Förderverein Liberale Synagoge, als er bei Recherchen zu Rechtsanwälten auf Karl Heß stieß.

Die Familie Heß hatte vor 1933 im Fiedlerweg 1 gewohnt. Heß‘ Kanzlei könnte laut der Nachfahren an der Ecke Wilheminen- und Hügelstraße gewesen sein. Seine Ehefrau hatte den Mädchennamen Ranis, sie stammte aus Groß-Zimmern. Friedas Bruder Max Ranis war Karl Heß‘ Sozietätspartner. An die Familie Ranis erinnern seit diesem Jahr Stolpersteine in der Hochstraße vor der Viktoriaschule.

Einige Mitglieder der Familie Ranis konnten fliehen, darunter war auch Frieda (geb. Ranis), die 1933 mit ihrem Mann Karl Heß Deutschland verlassen konnte. Karl Heß war von 1928 bis 1933 Vorsitzender (entspricht dem heutigen Präsidenten) des SV Darmstadt 98.

Einige Mitglieder der Familie Ranis konnten fliehen, darunter war auch Frieda (geb. Ranis), die 1933 mit ihrem Mann Karl Heß Deutschland verlassen konnte. Karl Heß war von 1928 bis 1933 Vorsitzender (entspricht dem heutigen Präsidenten) des SV Darmstadt 98.


Als ich in meine alten Artikel guckte, stellte ich fest, dass der Name Karl Heß mir auch schonmal begegnet war, das war 2009 bei einem Zeitzeugengespräch.

Dass Karl Heß, der letzte SV Darmstadt 98-Präsident vor 1933, gehen musste weil er jüdischen Glaubens war, habe er so nicht mitbekommen, [sagte ehemaliger SV 98-Spieler, der 1933 13 Jahre alt war]. „Schwer vorstellbar“, fand das ein Zuhörer, aber Kretzschmar beharrte darauf, als junger Sportler habe er das nicht mitbekommen. Von der Judenverfolgung und den KZ, habe er erst in englischer Kriegsgefangenschaft erfahren.

Bei den Lilien war er nicht vergessen, wie eine Erinnerung an den 110. Geburtstag 2010 zeigt. Oder ein Artikel aus der SV 98-Mitgliederzeitung von 2009, von dem auch die Überschrift oben im Blogeintrag stammt. Da wurde auch genauer auf Heß‘ Überlegungen zu „Spesenamateuren“ eingegangen:

Dokumentiert im Uffbasse-Blog vom 28. Oktober 2009: Darmstädter , 98er, Jude – Als Vorsitzender des SV98 beschäftigte sich Dr. Heß vor allem mit einer Frage, die den Verein jahrzehntelang begleiten sollte: Bezahlter Sport ja oder nein. (…) Seine damalige Forderung: Eine klare Trennung im sportlichen Wettbewerb zwischen den Vereinen mit “Spesenamateuren” zu denen mit “reinen” Amateuren. Nur so sei der sportlichen Wettbewerbsverzerrung Einhalt geboten. Eine Problematik, die uns heute nur zu bekannt vorkommt, wenn es um die Frage geht, ob man nicht, um Wettbewerbsverzerrung zu verhindern, die Zweitvertretungen der Profiklubs aus der 3. und 4. Liga entfernen sollte.