Politiker schälen Spargel um die Wette

Politisches Spargelwettschälen in Weiterstadt. Mit Ralf Möller (SPD, Bürgermeister), Iris Bachmann (Grüne, Stadträtin aus Darmstadt), Edgar Pohl (CDU, Stadrat in Weiterstadt), Jochen Kurz (Freie Wähler Weiterstadt) und Andreas May (FDP, Darmstadt).

Politisches Spargelwettschälen in Weiterstadt. Mit Ralf Möller (SPD, Bürgermeister), Iris Bachmann (Grüne, Stadträtin aus Darmstadt), Edgar Pohl (CDU, Stadrat in Weiterstadt), Jochen Kurz (Freie Wähler Weiterstadt) und Andreas May (FDP, Darmstadt).


Eingeweihte wissen: Der wahre kommunalpolitische Showdown findet nicht im Parlament oder bei der Kommunalwahl statt, sondern beim Politiker-Spargelwettschälen auf dem Weiterstädter Spargelfestival. ;-)
Echo online: „Helikopterspargel“ in der Hektik. Eigentlich haben die Teilnehmer ja zehn Minuten Zeit, aber da ist ja noch die singende Moderatorin Woody Feldmann, die die Schäler immer etwas ablenkt und zum mitsingen auffordert.

Das Spargel- und Grillfestival auf dem Steinbrücker Hof an der Bundesstraße 42 läuft noch bis zum 26. Juni und ist täglich von 11 Uhr bis 21.30 Uhr geöffnet.

Horex-Stammtisch in Weiterstadt

Horex-Treffen in Weiterstadt, im Hintergrund das Rathaus.

Horex-Treffen in Weiterstadt, im Hintergrund das Rathaus.

Die Motorradmarke Horex kannte ich nur aus den Werner-Comics, aber dass die Motorräder schon in den 60ern nicht mehr gebaut wurden, stellte ich erst vor einem Termin bei einem Horex-Stammtisch in Weiterstadt fest. Ok, in den 80ern hatten wir auch keinen Computer und damit kein Internet. ;-)

Das Schöne an den Maschinen aus den 50ern ist, dass die auch gefahren werden. Sie haben normale Nummernschilder und TÜV – auch weil eine H-Nummer nicht günstiger wäre – und können laut ihren Besitzern gut im normalen Verkehr und auf der Landstraße mithalten.

Echo online: Oldies mit Gebrauchskultur

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SPD und Freie Wähler kooperieren in Weiterstadt

Die Sitzverteilung nach der Kommunalwahl 2016 in Weiterstadt. Bei der Wahl bekamen SPD 46,3 Prozent; CDU 24,6 Prozent; ALW 17,8 Prozent und die FWW 11,4 Prozent; Die Wahlbeteiligung lag bei 38,9 Prozent.

Die Sitzverteilung nach der Kommunalwahl 2016 in Weiterstadt. Bei der Wahl bekam die SPD 46,3 Prozent, die CDU 24,6 Prozent, die ALW 17,8 Prozent und die FWW 11,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,9 Prozent.


„Wir hatten sehr gute Gespräche“, sagten die Vorsitzenden Manfred Berger (FWW) und Alexander Koch (SPD), die zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden Benjamin Gürkan (SPD) und Kurt Weldert (FWW) die Kooperationsvereinbarung in der Alten Gräfenhäuser Schlossschule unterschrieben. Zuvor hatten die jeweiligen Parteimitglieder einstimmig für die Kooperation gestimmt.

SPD und FWW hatten bei der Kommunalwahl je einen Sitz dazugewonnen. Die Kooperation entspreche damit am ehesten dem Wählerwillen, sagten SPD-Ortsvereinsvorsitzender Alexander Koch und SPD-Fraktionsvorsitzender Benjamin Gürkan. DIe Freien Wähler und die SPD hatten auch mit ALW sowie der CDU gesprochen. Die FWW schloss dann allerdings ein Dreierbündnis gegen die Sozialdemokraten aus.

Und die SPD erinnerte sich an die Meinungsverschiedenheiten mit der ALW. Bei einer Fortsetzung der alten Kooperation hätte man den Ärger mit in die neue Wahlperiode genommen, vermutete Alexander Koch. Mit der Union zusammenarbeiten wäre für Benjamin Gürkan nur ein Weg gewesen, wenn nichts anderes gegangen wäre. „Die eigenen Mitglieder und Wähler hätten bei 46,3 Prozent für die SPD für eine große Koalition kein Verständnis gehabt“, sagte Koch. Das Ergebnis sei das Beste für die SPD in Weiterstadt seit 1989, erinnerte der Historiker.

Dass die FWW der SPD den Ersten Stadtrat und damit den Bürgermeisterstellvertreter überlässt, sei für sie nicht entscheidend gewesen, betonten Koch und Gürkan. „Bei der FWW hat die Stimmung gepasst.“ Ämter seien schön und wichtig, räumte FWW-Vorsitzender Manfred Berger ein, „aber man muss auch wissen, welche Ämter man bewerkstelligen kann“. Man müsse auch realistisch bleiben, fand Kurt Weldert, die SPD habe 17 Sitze, die FWW vier. Die SPD wird aber auch verzichten müssen, wies er darauf hin, dass die SPD Vorsitz im Haupt- und Finanzausschuss an die FWW abgeben werde.

Echo online: SPD und Freie Wähler ziehen an einem Strang

Nachtrag: Die ALW scheint das Kooperationsende gelassen zu sehen. Die SPD habe sich, so die ALW-Sicht, an „wesentliche Punkte“ des Kooperationsvertrages nicht gehalten. Die ALW erinnert an den von SPD, CDU und FWW auf 2018 verschobenen Bau des Bürgerhauses Braunshardt und die immer wieder aufgeschobene neue Skateranlage beim Hallenbad.

Verwaltungsgericht kassiert verkaufsoffenen 8. Mai in Weiterstadt

(PM VG Darmstadt) Die von der Stadt Weiterstadt ausgesprochene Genehmigung, die Verkaufsstellen im Gewerbegebiet der Stadt anlässlich des Hoffestes des Bauern Lipp im Rahmen des “16. Weiterstädter Spargel- und Grillfestivals” am Sonntag, dem 8. Mai 2016, offen zu halten, ist offensichtlich rechtswidrig. Dies hat die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Darmstadt in ihrem Beschluss vom 18. April 2016 (Az. 3 L 540/16.DA) entschieden und damit einem von der Gewerkschaft ver.di und dem Evangelischen Dekanat Darmstadt Land gestellten Eilantrag stattgegeben.

In der Begründung der Entscheidung heißt es unter Weiterlesen

Der juristische Frühlingsbeginn: Klage gegen verkaufsoffenen Sonntag in Weiterstadt – Update 20.4.

Wenn Verdi sich durchsetzt, bleiben am 8. Mai 2016, Sonntag, die Geschäfte in Weiterstadt geschlossen.

Wenn Verdi sich durchsetzt, bleiben am 8. Mai 2016, einem Sonntag, die Geschäfte in Weiterstadt geschlossen.

Update (20. April 2016): Das Darmstädter Verwaltungsgericht ist der Allianz gefolgt und sieht im Spargel- und Grillfestival „keinen hinreichenden Anlass für die Festsetzung einer Sonntagsöffnung von Einzelhandelsgeschäften“.

Es ist wieder soweit, die Gewerkschaften und Kirchen klagen gegen verkaufsoffenen Sonntage – juristischer Frühlingsbeginn sozusagen.

Gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 8. Mai in Weiterstadt wurde jetzt Klage eingereicht. Die “Allianz für einen freien Sonntag” kritisiert, dass die Fläche für den Anlass der Sonntagsöffnung (Weiterstädter Spargelfestival) deutlich kleiner ist, als die Fläche der Läden, die aufmachen.

Echo online: Sonntagsöffnung sorgt weiterhin für Streit in Weiterstadt

Die Sonntagsallianz hat allerdings Weiterlesen

SPD und Freie Wähler kooperieren in Weiterstadt – Eine kleine Analyse

Die Sitzverteilung nach der Kommunalwahl 2016 in Weiterstadt. Bei der Wahl bekamen SPD 46,3 Prozent; CDU 24,6 Prozent; ALW 17,8 Prozent und die FWW 11,4 Prozent; Die Wahlbeteiligung lag bei 38,9 Prozent.

Die Sitzverteilung nach der Kommunalwahl 2016 in Weiterstadt. Bei der Wahl bekamen SPD 46,3 Prozent; CDU 24,6 Prozent; ALW 17,8 Prozent und die FWW 11,4 Prozent. Die Bürgerpartei war nicht mehr angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,9 Prozent.


Echo online: Neue Koalition in Weiterstadt – SPD entscheidet sich für die Freien Wähler als Partner im Parlament

Eigentlich klang das vor fünf Jahren in der Weiterstädter Politik ganz positiv, als SPD und Alternative Liste Weiterstadt (ALW, die man verkürzend als Grüne adressieren könnte) eine Kooperation eingingen. Man komme ja irgendwie auch aus der SPD, sagte ein ALW-Vertreter. Allerdings war die Kooperation auch ein bisschen erzwungen, denn die alte ALW-CDU-Kooperation hatte 2011 keine Mehrheit mehr. Und die SPD-ALW-Kooperatiom schien mir 2011 ein bisschen sinnvoller als eine SPD-CDU-Kooperation. 2011 hätte es zwar auch für eine SPD-CDU-Kooperation oder -Koalition gereicht, aber der Bürgermeister war damals Peter Rohrbach von der ALW, dreimal wiedergewählt, zuletzt sogar ohne Gegenkandidaten. Dessen Fraktion auszulassen hätte es eher schwierig gemacht. Und dem Vernehmen nach war der SPD der Preis der CDU zu hoch, die Union wollte den ersten Stadtrat.

Aber in den letzten zwei Jahren der ALW-SPD-Kooperation fing es an Weiterlesen

Weiterstadt, der Bundesverkehrswegeplan, der ICE und der Regionalplan


Im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegplans (BVWP) wird Weiterstadt zweimal erwähnt. Dabei geht es nicht darum, Weiterstadt besser anzubinden. Beide Erwähnungen hängen mit dem sogenannten „Korridor Mittelrhein“ zusammen. Dieser Korridor wird Teil des Güterbahnkorridors Rhein-Alpen (wie der Rotterdam-Genua-Korridor seit 2014 offiziell heißt). Die bestehende Trasse Mainz-Aschaffenburg soll dabei über eine Spange mit der kommenden ICE-Neubaustrecke verbunden werden, die entlang der Autobahn A5 geplant ist.

So ganz will Weiterstadt da aber nicht mitziehen. Vor allem, wenn es um den Trassen-Vorschlag „Weiterstadt West“ geht. Diese Trasse habe einen Namen, sagte der Bürgermeister: „Nur über meine Leiche.“ Weiterstadt West wäre eine Güterverkehrtrasse, die im Südwesten an Weiterstadt vorbeigeht. In früheren Skizzen der IHK war die Trasse als Variante 1 geführt worden.

Formell ist das ganze nur ein unverbindlicher Entwurf, aber für Berechnungen wurde die Trasse schonmal genauso unverbindlich in den Erläuterungen zum Bundesverkehrswegeplan eingezeichnet.

Echo online: Weiterstadt will sich gegen Trasse aus dem Bundesverkehrswegeplan wehren

Nebenbei: Die Spange zur ICE-Neubaustrecke wäre eigentlich unnötig, sagen die ehemaligen Planer Werner Krone und Bernd Rohrmann. Würde die ICE-Trasse – wie im Regionalplan vorgesehen – über den Darmstädter Hauptbahnhof geführt, wären durch die Weichen im Hauptbahnhof, alle Verbindungen da. Nur will die Bahn nicht nur über den Hauptbahnhof fahren – jedenfalls sahen alle Planungen, die sie vorlegte, bislang anders aus.

Echo online, 16. Juli 2015: „Eigentlich ist das, was ich zeige, die amtliche Version“ – Darmstadt kann entlang der bestehenden Bahntrasse ans ICE-Netz angeschlossen werden. Diese Variante haben Eisenbahnplaner Werner Krone und Regionalplaner Bernd Rohrmann am Dienstag bei einer Veranstaltung der Linkspartei vorgestellt.

Altes Weiterstädter Parlament beschließt neue Vereinbarung mit Investor für Flüchtlingswohnungen

Die Weiterstädter Stadtverodneten mussten vorgestern nachsitzen, weil nach einer Ausschusssitzung im Februar, die Stadt nochmal neu mit einem Investor verhandeln musste, der zwei Häuser für Flüchtlinge bauen wird. Den Stadtverordneten von ALW, CDU und Freien Wählen war das Konzept mit Erbbaurecht für den Investor zu ungünstig und riskant für die Stadt erschienen, auch wenn Erbbaurecht im Oktober 2015 noch einstimmig beschlossen worden war.

Ein Blick ins Protokoll von damals:

18. Gemeinsame Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr der Stadt Weiterstadt am 26. Oktober 2015 – Der Übertragung des Grundstückes Klein-Gerauer-Weg 8-10 (Gemarkung Weiterstadt, Flur 16, Flurstück Nr. 52/4) im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages an die ESG GmbH & Co KG, Immobilienentwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft, Boschstraße 3, 64347 Griesheim, wird zugestimmt.

17 Ja-Stimmen (4 CDU,1 FWW,4 ALW,8 SPD)
1 Enthaltung (1 FWW)

Und so ging es bei fast allen Unterpunkten weiter, einmal gab es zwei Enthaltungen.

Da die Stadt aber schnell Baurecht schaffen will trat nochmal das Parlament in alter Besetzung zusammen, um die neue Vereinbarung (ohne Erbbaurecht) zu beschließen. Auch wenn die Kommunalwahl schon gelaufen ist, die Legislaturperiode endet erst am 31. März.

Echo online: Breite Mehrheit für Magistratskonzept

Logistikzentrum mit insgesamt 35 000 Quadratmetern in Weiterstadt im Bau

Weiterstadt hat einen Säulenwald. Im Gewerbgebiet Weiterstadt West werden zur Zeit vier Hallen für Logistikbetriebe gebaut.

Weiterstadt hat einen Säulenwald. Im Gewerbgebiet Weiterstadt West werden zur Zeit vier Hallen für Logistikbetriebe gebaut.

Echo online: Investor baut in Weiterstadt-West Lagerhallen für die Vermietung
(Das Foto ist einen Klick auf den Artikel wert.)

Ein 350 Meter langer Bau, der in vier Hallen unteteilt ist, entsteht zur Zeit in Weiterstadt. Was für Logistikbetriebe in den “Centra5l Park Weiterstadt” reinkommen, wollte mir der Projektentwickler von “LogProject Development” nicht sagen, auch gab es keine Andeutungen. Im Spätsommer soll die Anlage fertig sein.

Die zweite Zufahrt zu dem Gelände endet noch im Sand.

Die zweite Zufahrt zu dem Gelände endet noch im Sand.

Wicki Weißwas über Königin Luise … und Darmstadt … und Weiterstadt

Die spätere preußische Königin Luise war nach dem Tode ihrer Mutter und ihrer Tante bei ihren Darmstädter Großeltern aufgewachsen, unter anderem hatte sie im Porzellanschlösschen am Prinz-Georgs-Garten gewohnt.

Die spätere preußische Königin Luise war nach dem Tode ihrer Mutter und ihrer Tante bei ihren Darmstädter Großeltern aufgewachsen, unter anderem hatte sie im Porzellanschlösschen am Prinz-Georgs-Garten gewohnt.

Die Fürsten von Darmstadt spielten ja nicht so die große Rolle in der Weltgeschichte, dennoch kann man mit ihnen ab und an ein wenig Ruhm abstauben und sich für zehn Sekunden an einer Ausschüttung royalen Endorphins erfreuen. ;-)

Die preußische Königin Luise (ja die, die sich mit Napoleon traf) ist so ein Fall. Denn sie ist die Tochter einer hessischen Prinzessin und war sogar in Darmstadt (im Porzellanschlösschen) und in Weiterstadt (im Schloss Braunshardt) aufgewachsen.

Luise (sie lernte 1793 den 22 Jahre alten, preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm in Frankfurt kennen) wurde am 10. März 1766 – heute vor 250 Jahren – geboren. Ihr Vater war Weiterlesen