“Joe Blob and the Sixtyniners” covern rockig – aber dann doch anders

Das was ich da heute in meinem Artikel über das Konzert zur Weiterstädter Automobilausstellung versuche bei “Joe Blob” zu beschreiben, guckt man sich am besten im Video an. Die Band heißt mit vollem Namen “Joe Blob and the Sixtyniners”. Sie covert, aber anders und das richtig gut. Sie mixen Songs zusammen. “Daddy Cool” kommt zusammen mit Riffs von “Beds are burning” und noch was anderem (?):

Oder “Pokerface”: Das wird zusammen mit , “Dragostea din tei” in “Looking for Freedom reingeschoben und mit Rock und Reggae kraftvoll aber harmonisch in den Saal geblasen.

“Everybody” und “Sweet Dreams are made of this” passen übrigens auch auch gut zusammen.

Sonntagsöffnung am 22. März zur Weiterstädter Automobilausstellung ist zulässig

(PM VGH) Mit Beschluss vom 17. März 2015 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) die Erlaubnis der Stadt Weiterstadt zur Sonntagsöffnung von Ladengeschäften anlässlich der Automobilausstellung am 22. März 2015 für rechtlich zulässig erklärt.

Die Einschränkungen durch das Verwaltungsgericht Darmstadt vom 5. März 2015 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof damit abgeändert. Der Beschluss ist unanfechtbar, weil der VGH bei der Ländersache Ladenschluss die letzte Instanz ist.

Echo online: Alle Läden in Weiterstadt dürfen öffnen

Streit um Sonntagsöffnungen – Kostenlose Kommunikationsberatung

CDU und Linke sind sich einig. Ja, und das in Hessen. Jedenfalls beim hessischen Ladenöffnungsgesetz; sie wollen es nicht ändern. Das ist ein Ergebnis meiner kleinen Politikerbefragung für eine Zeitung.

Echo online: „Sonderereignis ersatzlos streichen“ – Sonntagsöffnung – FDP will Gesetzesänderung, Abgeordnete anderer Fraktionen lehnen dies ab

Aber worum es mir eigentlich geht: Kostenlose Kommunikationsberatung für das hessisches Ministerium, mit dem ich wegen des Ladenöffnungsgesetzes schon im Januar gemailt hatte. Denn der aktuelle Echo-Artikel in dem auch die Oppositionsparteien vorkommen, wäre wahrscheinlich nicht von mir geschrieben worden, wenn man mir im Januar nur diese Frage beantwortet hätte:

Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig ein juristisches Tauziehen um Sonntagsöffnungen in Weiterstadt – mit Eilentscheidungen der Verwaltungsgerichte und durch alle Instanzen. Plant die Landesregierung geänderte Regelungen für verkaufsoffene Sonntage, die eindeutiger sein könnten?

Darauf kam keine Antwort. Stattdessen wurde mir das Gesetz in eigenen Worten erklärt. Es war auch kein Missverständnis, ich hatte nochmal nachgefragt und keine Antwort bekommen.

Damit konnte ich nur keinen Artikel schreiben. Da ich als freier Journalist ja nach abgelieferter Menge bezahlt werde, musste ich mir die Antworten nun eben woanders suchen. Dass meine die Frage ja auch nicht so blöde war, zeigte mir unter anderem die IHK-Forderung den Veranstaltungsbezug abzuschaffen. Und – wie ich auf der Suche nach Antworten dann feststellte – dass es einen FDP-Vorschlag dazu gibt.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Heike Hofmann hat sogar mit einen Vermittlungsversuch am laufen, wie sie mir in ihrer Antwort maile:

Ich setze mich dafür ein, dass sich die Beteiligten sich an einen Tisch setzen und gemeinsam erörtern, wie eine gemeinsame Lösung aussehen kann. Da solche Gespräche auf der örtlichen Ebene in der Vergangenheit leider nicht zu einem einvernehmlichen Ergebnis geführt haben, habe ich unseren Landes- und Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel gebeten mit den Landesspitzen von DGB, Verdi und Kirchen Kontakt aufzunehmen. Das Ergebnis dieser Gespräche steht noch aus.

Hintergrund zur Sonntagsöffnung:
Weiterlesen

Heiße Eisen im Lokalteil: Feuerwehrschließung

FeuerEcho online: Die Freiwillige Feuerwehr Braunshardt löst sich auf

Im August 2014 hatte ich bei einem Termin das marode Gerätehaus der Braunshardter Feuerwehr gesehen und mich gefragt, warum da nichts passiert. Ich recherchierte und stellte fest, dass das Schema “gute Feuerwehr – böse Stadt” nicht funktioniert. Vielleicht hatte das vor einigen Jahren in Darmstadt noch gegolten, aber in Weiterstadt war die Lage anders.

Ich entschied mich, nicht weiter zu recherchieren. 1. Die Chance, dass ich am Ende – obwohl nur der Bote – an irgendwas “schuld” bin, schien mir einfach zu groß. Ja, denn das ist nämlich das, was den Lokalteil von der Weltpolitik unterscheidet: Man trifft sich immer wieder. Da alle mehrere Hüte aufhaben, gibt es regelmnäßig Überschneidungen. Und nachdem ich vor einigen Jahren mal zwischen die Fronten zweier Sportvereine geraten war, und ein Abteilungsmitglied sich das ganze nur mit einer Verschwörung erklären konnte, lasse ich von sowas die Finger. Denn bei der Verschwörung war ich natürlich voll mit dabei, und hatte auch noch den Ex-OB Dinge gesteckt. Ich. Dem Ex-OB. Ich gehe mal kurz raus zum Lachen, hier geht es wieder weiter. Weiterlesen

Was übrig blieb: Patienten-, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht

Genaugenommen sind Patienten-, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht keine Themen für eine Seniorenversammlung. Denn jeder kann plötzlich eingeschränkt sein und braucht Vertrauenspersonen, die für ihn handeln können.

Aber in Weiterstadt ist so ein Fachvortrag auch ein Lockmittel, da die Versammlung, auf der der gewählte Seniorenbeirat über seine Aktivitäten berichtet, so sicherer ein paar Teilnehmer bekommt. ;-)

Echo online*: Rückblick und Ausblick auf die ehrenamtliche Arbeit des Seniorenbeirats und des Seniorenbüros „freiwillig aktiv“

Für den Artikel war dann aber mein Blick in den Weiterstädter Haushalt zur Seniorenarbeit interessanter. Und so bleibt hier was zur Zweitverwertung: Weiterlesen

Vereinsmeierei

“Verein” das sei so typisch deutsch, hört man manchmal. Mag sein, aber vielleicht ist eher die ganze Absichererei und das Zuweisen von Verantwortlichkeiten eher typisch deutsch. Denn ein Verein ist nach meiner Beobachtung oft auch nur die Reaktion aufs System.

Da wollte eine Inititive in Braunshardt eine Nachbarschaftshilfe für den Weiterstädter Stadtteil organisieren. Und irgendwann stellte sie fest, dass bei einer Nachbarschaftshilfe ganz schnell Versicherungsfragen auftauchen können. Und um eine Versicherung abschließen zu können, muss man im “Paritätischen” Mitglied sein, und um da rein zu kommen, muss man gemeinnütziger Verein sein – also ein e.V.

Und schon wurde aus der Inititive ein Verein und am 2. März startet nun die Nachbarschaftshilfe.

Echo online*: Anwohner unterstützen sich gegenseitig

Ein anderer Vorteil eines gemeinnützigen Vereins: Man kann Quittungen ausstellen, die die Spender steuerlich geltend machen können. Und teilweise spenden einige Einrichtungen nur an gemeinnützige Vereine.


*Bei Echo-Online gibt es eine Paywall, die den freien Zugriff einschränken kann.

Eine Stunde Weiterstädter Stadtparlament in Artikeln

Eine Stunde Weiterstädter Stadtparlament sieht in Artikeln etwa so aus: „Wir werden die Notbremse ziehen müssen“, Ernst-Ludwig Becker will Mandat niederlegen, Weiterstadt will Trasse an der A 67 und noch ein vierter Artikel mit Kleinklein und den Kosten eines Neubaugebiets.

Und da kommt auch bei vier Artikeln bestimmt was zu kurz, oder es werden Akteure meinen, zu kurz gekommen zu sein. Und je nachdem was fehlt oder was betont wird, kann man mir fröhlich Einseitigkeit oder Parteilichkeit vorwerfen. Oder am besten Verschwörung oder “Lügenpresse”.

Wobei das alles ok und prima ist, denn dann hat keiner gemerkt, dass ich einfach zu doof war einen Sachverhalt zu kapieren. Und gerade Verschwörer müssen ja schon von Haus aus die Intelligenzbestien und Masterminds sein, sonst würden die da ja nie hinbekommen, die Menschen und Sachverhalte so zu manipulieren, das alles scheinbar zusammenpasst.

Nur warum arbeiten die dann für Provinzblätter und nicht in den Dax-Vorständen oder anderen lukrativen Jobs? Sind vielleicht doch nicht so schlau? ;-)

Ausgelagert in den Ausschuss und von dort vorverlegt an einen Runden Tisch

Einen indirekten Kommentar zur Weiterstädter Kommunalpolitik konnte ich mir in meinem heutigen Artikel über das 5-Millionen-Euro-Haushaltsloch ja nun nicht verkneifen. Nicht zu den fünf Millionen Euro, die sind eine Gewerbesteuerrückzahlung, da kann keiner was dafür. Aber zum geplanten Runden Tisch zum Thema Finanzen.

Echo online: „Wir werden die Notbremse ziehen müssen“Interfraktionellen Treffen gab es auch im Vorfeld des Haushalts für 2015. (…) Am Runden Tisch waren intern wesentliche Punkte wie die Grundsteuer B-Erhöhung vereinbart worden, sodass es im Parlament und zuvor im Haupt- und Finanzausschuss eigentliche keine öffentlich geführte Haushaltsdebatte gab.

Ein wenig hatte ich mich nämlich Ende 2014 schon gewundert. dass es zum Weiterstädter Haushalt 2015 keine große Haushaltsdebatte und Anträge gab, das ein oder andere Projekt doch abzuplanen. Es gab lediglich eine Unstimmigkeit bei der Grundsteuer A-Erhöhung. Aber bis zur Parlamentssitzung war das auch geklärt und der Haushalt wurde bei nur einer Gegenstimme verabschiedet.

Wie ich dann feststellte, hatte es eben vor der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss zwei Runde Tische zu den Kommunalfinanzen gegeben, zu denen Fraktionsvertreter und die Verwaltung zusammengekommen waren. Nicht-öffentlich. Und es war offenbar ein Konsens gelungen, sonst wäre das im Ausschuss und im Parlament ja ganz anders zugegangen.

Klar, man wird nicht alles immer auf dem Marktplatz verhandeln, aber da frage ich mich dann doch, wozu man dann noch öffentliche Ausschussitzungen Haushaltsberatungen nennt, wenn man die eigentlichen Beratungen in eine interne Runde vorverlagert?

Karnevalartikel mal ein bisschen anders

Sitzungsauftakt beim Karnevalverein Weiterstadt.

Sitzungsauftakt beim Karnevalverein Weiterstadt.


Ich finde es ja schwierig über Karnevalssitzungen zu schreiben. Die haben über ein Dutzend Nummern und ich so zwischen 100 und 120 Zeilen Platz. Also jede Nummer 10 Zeilen und fertig? Das kann es auch irgendwie nicht sein.

Also guckte ich mal beim KV Weiterstadt auf die Jugendarbeit, um den Artikel über die Sitzung zu ergänzen. Der KVW ist ein eigener Verein und keine Abteilung eines größeren Sportvereins und hat fünfeinhalb Jugendgruppen.

Denn der auf Feierstunden gerne betonte Wert der Jugendarbeit ist keine Phrase, wie ein Blick auf den Darmstädter Carnevalclub (DCC) zeigt. Der DCC hatte nämlich angekündigt, seine Damen- und Herrensitzungen mangels Jugend einzustellen.

Echo online: Die letzten Büttenreden beim DCC

Dafür waren zugebuchte Gruppen dabei – die aber auch wieder sehr gut, wie beispielweise das Tanzcorps Rot-Weiße Funken Frickhofen (Landkreis Limburg-Weilburg). Überwindet die Abneigung gegen Gardetanz und guckt euch den Sprung der zwei Dutzend Frauen bei 1:29 im Video an. Das kann nicht jede Garde.

Die DCC-Stärken lagen bei ihren Protokollen und die für ihren Spott berüchtigten DCC-Singers mit gut geschriebenen Texten. Und die werden fehlen.

In Weiterstadt dient die Garde der Karnevalsprinzessin und ist "die Garde ihrer Lieblichkeit".

In Weiterstadt dient die Garde der Karnevalsprinzessin und ist “die Garde ihrer Lieblichkeit”.

Von 9 auf 22,5 Millionen Euro – Kosten für die neue Hessenwaldschule

Kerzen wiesen den Weg zu Feierstunde in Rohbau der Hessenwaldschule.

Kerzen wiesen den Weg zu Feierstunde in Rohbau der Hessenwaldschule.


Mit den Halbjahreszeugnissen am Freitag (30.1.) gab es an der Gräfenhäuser Hessenwaldschule auch einen Ausstand. Schulleiterin Ute Simon-Nadler wurde in den Ruhestand verabschiedet. Gefeiert wurde erst in der Neubaubaustelle, dann in der Schulmensa im Altbau nebenan. (Eine Feier ohne große Reden) Für Ute Simon-Nadler ist es ein wenig schade, dass sie nicht mehr im Neubau, der im Herbst 2015 fertig werden soll, arbeiten wird, da sie die Anforderungen an die neue Schule intensiv mit einem Team ausgearbeitet hatte.
So sieht es zur Zeit in der neuen Hessenwaldschule aus.

So sieht es zur Zeit in der neuen Hessenwaldschule aus.

Der Neubau hat eine längere Geschichte, wie ein Blick ins Echo-Archiv zeigt. Und er kostete anfangs auch nicht die aktuell veranschlagten 22,5 Millionen Euro. Weiterlesen