Martin Schulz – 100 Prozent

SpOn meldet gerade „Martin Schulz ist in Berlin mit dem Traumergebnis von 100 Prozent zum neuen Vorsitzenden der SPD gewählt worden“.

Nun, als 2010 Hanno Benz in Darmstadt-Wixhausen vom Parteitag – als einziger Kandidat – mit 64 von 99 Stimmen (64,6 Prozent) zum Darmstädter SPD-Vorsitzenden gewählt worden war, sprach der hessische SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel von einem „ehrlichen Ergebnis“. Es sei glaubwürdiger als ein Ergebnis über 90 Prozent.

Das könnte ich jetzt ja so stehen lassen, aber die folgende Frage kann ich nicht auslassen: Wie verlogen sind also 100 Prozent? ;-)

Satzungsverstoß = Parteiausschluss

Ha, die SPD hat den OB-Kandidaten Achim Pfeffer (und langjährigen Genossen) aus der Partei ausgeschlossen. Weil er nicht der offizielle und der von der SPD gewählte SPD-OB-Kandidat ist, denn der ist Michael Siebel. Achim Pfeffer tritt aber als unabhängiger Kandidat an. Ich als SPD hätte ja bis zum 20. März damit gewartet.

Ja, die SPD zeigt da schon echt orientalische Härte. Ein Blick in die Satzung lässt da auch wenig Spielraum.

Jedes Mitglied hat die Pflicht, (…) die satzungsgemäß gefassten Beschlüsse der Parteiorgane anzuerkennen.

Und so eine Kandidatenkür ist schon ein satzungsgemäßer Beschluss.

Oder:

Der Eintritt in eine andere Partei oder Wählervereinigung wird als Austritt gewertet.

Und so eine eigene Kandidatur, könnte man schon oder auch als Parteiwechsel sehen.
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Armutsbericht: „Realität ausgeblendet“

„Die Bundesregierung vertuscht und sagt den Menschen nicht, was ist“, so eine Oppositionspolitikerin zum Armutsbericht der Bundesregierung. „Wer die Realität ausblendet und ignoriert, kann keine gerechte Politik machen.“

Soweit so normal, aber, das war 2012 und das alles hatte Andrea Nahles gesagt. Damals war sie ja noch SPD-Generalsekretärin.

Die Welt, 28.12.2012: Korrigierter Armutsbericht empört Opposition

Unter Arbeitsministerin Nahles läuft das natürlich ganz anders:

Die Welt, 15.12.2016: Bundesregierung löscht heikle Passagen aus Armutsbericht

Tja, das Sein bestimmt das Bewusstsein. :-)

Hessenderby: Was bleibt?

Ich muss ja zugeben, ich hatte die Außenwirkung unterschätzt, die Darmstadt hat, wenn die Wissenschaftsstadt eine von 18 Städten mit einem Verein in der 1. Fußballbundesliga ist. Nur eine Sache ist nun schiefgegangen, denn seit dem Hessederby und den ganzen Drumherum, wird keiner im Rest der Republik mitbekommen haben, dass der Rathauschef eigentlich der Grüne Oberbürgermeister Jochen Partsch ist. ;-) „Bürgermeister Rafael Reißer“ klingt ja auch schlüssig.

Verlängerung Darmstadt-Frankfurt: Lebenslanges Stadionverbot im Waldstadion für Darmstädter Stadtregierung?

Nicht ganz ernst zu nehmen ist das was die Tagblattkollegen gerade melden:
Darmstädter Tagblatt: Lebenslanges Stadionverbot für Reißer und Co. in Frankfurt?

Ich weiß inzwischen auch gar nicht mehr, was an einem Stadionverbot so schlimm ist? Wie man gesehen hat, gewinnt die Eintracht auch ohne Fans im Stadion. Offenbar ist es effektiver, wenn die Fantribüne in der jeweiligen Innenstadt aufgebaut wird. ;-)

Lokaljournalismus und die beiden K-Regeln

Lokaljournalismus ist die drei K (Kanin­chen­züch­ter, Kar­ne­val, Kom­mu­nal­po­li­tik).

Aber auch da sollte man versuchen, möglichst wenig über die vier K zu schreiben (Kaffee, Kuchen, Kurzgebratenes und Kaltgetränke).

heute-show: Darmstadt und die DDR sind „fast dasselbe“

Gestern in der heute-show. Reporter Carsten van Ryssen sprach mit dem Europaabgeordneten der Linkspartei Fabio De Masi (etwa ab 31′ 30″).

Ryssen: „Sie sind wahrscheinlich in der DDR groß geworden.“
Fabio De Masi: „Ich bin in Darmstadt groß geworden.“
Carsten van Ryssen: „Ist ja fast dasselbe.“

Irgendwie hat van Ryssen ja recht. :-D Hier:

Das Darmstädter Schloss und ein DDR-Grenzpfahl.

Das Darmstädter Schloss und ein DDR-Grenzpfahl.

Ok, das sind Weiterlesen