Ex-Schüler Ahmet Cavuldak besucht als Dr. phil. die HEMS

Ahmet Cavuldak wurde 1976 in der Osttürkei geboren. 2014 promovierte er an der Humboldt-Universität in Berlin mit der Arbeit „Gemeinwohl und Seelenheil – Die Legitimität der Trennung von Religion und Politik in der Demokratie“.

Ahmet Cavuldak wurde 1976 in der Osttürkei geboren. 2014 promovierte er an der Humboldt-Universität in Berlin, zur Zeit arbeitet er dort an seiner Habilitation.

Echo online: Philosoph Cavuldak kehrt nach 18 Jahren zurück – Der Berliner Politologe und Philosoph Dr. Ahmet Cavuldak hatte in Darmstadt 1998 Abitur gemacht und besuchte diese Woche seine alte Schule.

Cavuldaks promovierte 2014 bei Herfried Münkler und Peter Graf von Kielmansegg mit der rund 600 Seiten starken Dissertation „Gemeinwohl und Seelenheil – Die Legitimität der Trennung von Religion und Politik in der Demokratie“. Sie ist als Buch im Transcript-Verlag erschienen.

Gemeinwohl und Seelenheil: Die Legitimität der Trennung von Religion und Politik in der Demokratie
Ahmet Cavuldak: Gemeinwohl und Seelenheil –
Die Legitimität der Trennung von Religion
und Politik in der Demokratie

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Galida will Sozialticket auch für ALG 2-Bezieher einklagen und verweist auf ein Urteil aus Augsburg

Die ALG II-Sätze sind ja nicht einfach so festgelegt, da steht drin, was man im Monat für Schuhe, Fahrkarten etc. hat.  Allerdings kostet eine Darmstädter ÖPNV-Monatskarte soviel wie der Anteil für ÖPNV und Schuhe zusammen. :-/

Die ALG II-Sätze sind ja nicht einfach so festgelegt, da steht drin, was man im Monat für Schuhe, Fahrkarten etc. hat.
Allerdings kostet eine Darmstädter ÖPNV-Monatskarte soviel wie der Anteil für ÖPNV und Schuhe zusammen. :-/

Die Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt (Galida) forderte ein Sozialticket für den ÖPNV. Und macht nun wahr, was sie im Februar bei einer Diskussion mit Beispielen aus Aschaffenburg und Heidelberg angekündigt hatte: Sie will es einklagen.

Echo online, 6. Mai 2016: Galida bereitet Klage gegen die Stadt vor Weiterlesen

Parkplatz-Probleme für das Stadion am Böllenfalltor

Die Machbarkeitsstudie zum Stadionneubau- oder -umbau von 2013 scheint mir immer mehr an der Realität zu zerbröseln.

Die Machbarkeitsstudie zu Stadionneubau- oder -umbau von 2013 (PDF, ca. 3MB) scheint mir immer mehr an der Realität zu zerbröseln.

Es gibt Probleme beim Bebauungsplan für das Merck-Stadion am Böllenfalltor. Das Stadion, das der Stadt gehört, soll ja umgebaut werden, damit es die Anforderungen der 1. Fußballbundesliga erfüllt. Aber offenbar gibt es zuwenig Parkplätze beim Böllenfalltorstadion, und die TU Darmstadt will ihre dafür nicht zur Verfügung stellen, wie der Kollege Patrick Körber berichtet.

Echo online:
TU widerspricht Stellplatz-Planung
und
Wer bezahlt die neuen Parkhäuser am Böllenfalltor?

Ich habe mal versucht rauszufinden, was ein Parkhaus mit den erwähnten 500-600 Plätzen kosten kann. Nachdem was ich online gefunden habe, kann man als grobe Faustformel sagen, dass 100 Plätze rund eine Million Euro kosten können. Und ein Berliner Blog hat ein paar Kosten verglichen, demnach kostet ein Parkhausbau, wenn man ihn auf den einzelnen Stellplatz umrechnet, zwischen 6000 und 8000 Euro pro Stellplatz.

Nachtrag: Der Stahlkonzern ArcelorMittal Europe schreibt in seinem „Parkhäuser in Stahlbauweise“-Prospekt (PDF, 2,7MB):

Die durchschnittlichen Baukosten für ein Parkhaus mit mehreren Geschossen belaufen sich auf ca. 5.000 Euro pro Stellplatz [Euro/St]. Beim Einsatz sehr sparsamer Baumethoden können diese Kosten auf 3.000 Euro/St gesenkt werden. Die Bedingungen vor Ort, der Umfang von zusätzlichen Einrichtungen, die Berücksichtigung von Komfort und ästhetischen Gesichtspunkten können diesen Betrag jedoch auf bis zu 10.000 Euro/St ansteigen lassen.

Ein Parkhaus könnte also zwischen 1,5 Millionen Euro (500 mal 3000 Euro) und sechs Millionen Euro (600 mal 10.000 Euro) kosten. Was die Kosten für das Stadion am Böllenfalltor um 3 bis 12 Millionen Euro erhöhen würde.

Jetzt ein Blick zurück auf die Machbarkeitsstudie von 2013. Weiterlesen

Hessenderby: Gerichts- und Anwaltskosten für die Stadt

Das Verwaltungsgericht Darmstadt.

Das Verwaltungsgericht Darmstadt.


Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat in der Sache „Aufenthaltsverbot für Eintracht Frankfurt-Fans“ die Eilanträge der Frankfurter durchgezählt: Insgesamt seien 303 Eilanträge gegen die Allgemeinverfügung der Stadt Darmstadt zum Aufenthaltsverbot für Eintracht Frankfurt-Fans gestellt worden, so der Gerichtssprecher Jürgen Gasper.

Acht Antragsteller stellten ihre Eilanträge doppelt. In zwölf Fällen erging eine gerichtliche Sachentscheidung. Die übrigen Anträge hatten sich mit Aufhebung der Allgemeinverfügung am vergangenen Samstagvormittag in der Hauptsache erledigt. Insgesamt dürften die von der Stadt Darmstadt zu tragenden Gerichts- und Anwaltskosten etwas weniger als 165.000 Euro betragen, so der Pressesprecher.

Zweite Nachspielzeit Hessenderby: SPD-Fraktion fordert parlamentarische Aufarbeitung

Nachtrag, 3. Mai. Das Darmstädter Verwaltungsgericht hat in Sachen Aufenthaltsverbot für Eintracht Frankfurt-Fans durchgezählt: 303 Eilanträge, acht doppelt, die Gerichts- und Anwaltskosten für die Stadt dürften etwas weniger als 165.000 Euro betragen.

Jetzt habe ich einmal angefangen zu dem Thema Fußball, nun hänge ich drin. Leider fehlt mir die Zeit, dass ordentlich zusammenzubinden (das Blog läuft ja nur nebenbei, bezahlt werde ich dafür nicht), also bleibt auch hier nur die Pressemitteilung, diesmal von der SPD-Fraktion:

(PM SPD-Fraktion Darmstadt) „Die Vorgänge um die Verbotsverfügung des Darmstädter Ordnungsdezernenten Raphael Reißer müssen parlamentarisch aufgearbeitet werden. Reißer hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit seinem Schlingerkurs bundesweit unmöglich gemacht. Er hat den Ruf der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschädigt. Deshalb werden die Vorgänge ein parlamentarisches Nachspiel haben“, sagte heute der Fraktionssprecher der SPD-Stadtverordnetenfraktion Michael Siebel. Auch die Rolle des Oberbürgermeisterns müsse durchleuchtet werden. In einer so wichtigen Situation abzutauchen, ist nicht akzeptabel. Weiterlesen

Nachspielzeit Darmstadt-Frankfurt: Uwiga fordert Rücktritt des Bürgermeisters und Ordnungsdezernenten Rafael Reißer (CDU)

(PM Uwiga) Darmstadt wirbt als weltoffene, tolerante, rassismusfreie Kultur- und Wissenschaftsstadt und will zudem demnächst ein Weltkulturerbe-Standort werden.

Angesichts der Vorgänge rund um das Hessenderby SV 98 vs. Frankfurter Eintracht kann nur ein Rücktritt des dafür Verantwortlichen das bundesweit beschädigte Bild der Stadt Darmstadt einigermaßen wiederherstellen.

Wir verurteilen zutiefst die von beiden „Fan“- Seiten verübte Gewalt und das Randalieren. Beizukommen ist dem aber nicht durch forsch-burschikose „Polit-Macher“ und deren unausgegorenen Einfällen.

Die Einrichtung einer Innenstadt-Sperrzone mit einer windig-wackeligen, rechtlich ärmlichen und einem eigentlich undurchführbaren „Handling“ war der erste graviernde Fehler.

Noch verzeih- oder verstehbar aus Sorge um die Bürger in der Innenstadt. Welcher Anteil Einflüsterungen von Seiten der Händler und Wirte dabei zuzuweisen ist, die berechtigte Sorge um Schaufenster und Mobiliar hatten, wissen wir nicht.

Der zweite Akt aber, die unhaltbar sophistisch begründete Missachtung eines Urteils Weiterlesen

Ach ja, das Bundespräsidentenamt

Den deutschen Bundespräsidenten direkt wählen geht ja nicht, gerne wird das damit begründet, dass das Amt in einem Wahlkampf beschädigt werden könnte. Daher wird das traditionell ganz würdevoll ausgedealt – bis alle möglichen Namen verschlissen sind und ein Kandidat gefunden ist, der die Ambitionen der Parteigranden einerseits nicht gefährdet und gleichzeitig bedient:

SpOn: Gauck-NachfolgeMerkel will Steinmeier nicht als Bundespräsidenten – Nach SPIEGEL-Informationen teilte sie SPD-Chef Sigmar Gabriel in einem vertraulichen Gespräch mit, sie könne in ihrer Partei knapp eineinhalb Jahre vor der nächsten Bundestagswahl keinen sozialdemokratischen Kandidaten durchsetzen.

Rückblick auf 2010, Ein Wahlkampf beschädigt das Präsidentenamt …

Rückblick auf 2004, SpOn: Kandidaten-Geschacher