Sonnenfinsternis und Solarstrom

 Außentemperatur und Stromerzeugung bei einer Photovoltaikanlage in Südhessen während der Sonnenfinsternis am 20. März 2015.

Außentemperatur und Stromerzeugung bei einer Photovoltaikanlage in Südhessen während der Sonnenfinsternis am 20. März 2015.

Echo online: Abendhauch zur Mittagszeit

So richtig dunkel wurde es hier bei der Sonnenfinsternis ja nicht. Ich hatte für einen Zeitungsartikel beim lokalen Versorger HSE angefragt, ob sie noch am Freitag Daten von einer Photovoltaikanlage schicken können, um den Leistungsabfall durch die Verschattung zu zeigen. Das hat dann geklappt, am Nachmittag schickte die Pressestelle eine Kurve.

Und die Leistung geht deutlich runter (rund 78 Prozent), wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. Wie sich das gestern bei seinem Stromnetzbetreiber auswirkte, hatte sich das Manager Magazin angeguckt.

taz: Während der Sonnenfinsternis brach die Photovoltaikleistung ein. Doch das Netz blieb stabil – Durch den Mondschatten gingen deutschlandweit erhebliche Mengen an Solarstrom verloren: Um 9.45 Uhr wurden noch 13,4 Gigawatt Photovoltaik erzeugt, eine Stunde später waren es nur noch 5,3 Gigawatt. Ohne Finsternis wären es zu diesem Zeitpunkt durch den weiteren Anstieg der Sonne sogar bereits rund 18 Gigawatt gewesen.

Die Sonnensichel sieht man auch, wenn man sie über ein Fernglas an eine Wand projiziert.

Die Sonnensichel sieht man auch, wenn man sie über ein Fernglas an eine Wand projiziert.

Zurschaustellung von Hilflosigkeit wird bestraft

Das Fotorecht ist geändert worden.

Mit einem neuen Absatz im § 201a im Strafgesetzbuch sollen bloßstellende Fotos verhindert werden:

Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt.

Natürlich gibt es ein paar Einschränkungen bei

Handlungen, die in Wahrnehmung überwiegender berechtigter Interessen erfolgen, namentlich der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dienen.

Aber darüber wird man vermutlich im Einzelfall vor Gericht streiten müssen/können/dürfen.

Rechtsanwalt Thomas Stadler findet, dass das Gesetz übers Ziel hinausschießt

Via rechtambild.de.

Kranichstein: Kunst im Bau

Die Mathildenhöhe von Monika Stebel. Ausgestellt in der Kranichsteiner GHV.

Die Mathildenhöhe von Monika Stebel. Ausgestellt in der Kranichsteiner GHV.


Wer bei der Gemeinnützigen Haftpflicht-Versicherungsanstalt (GHV) in Kranichstein Aufzug fährt, verpasst was. Denn das Treppenhaus ist Ausstellungsraum – und der Aufzug auch nicht der schnellste. ;-)

Die Versicherung hatte über 60 „agri cultura“-Ausstellungen organisiert und stellt nun die Werkedauerhaft in ihrer Verwaltung aus.

Echo online: Kinderzeichnungen erinnern an den Anfang – Gemeinnützige Haftpflicht-Versicherungsanstalt zeigt in Bartningstraße ihre Sammlung

Die GHV ist „Versicherer für Land und Leute“ und hat ihre Schwerpunkte unter anderem in Land- und Forstwirtschaft, Handel und Handwerk, bei Tierhaltern, Privatkunden, Bauherren und Grundstückeigentümern.

Surrealistisch; Kamilla Mergels "Birke" von 2008, auch in der GHV.

Surrealistisch; Kamilla Mergels “Birke” von 2008, auch in der GHV.

Straßenfotografie zwischen Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrechten

Wer hat nicht schon unterwegs ein tolles Motiv gesehen und war dann mit der Kamera zu langsam? Aber mit Kamera kann man zwar schnell genug gewesen sein, hat ein tolles Bild aber dann andere Probleme.

Mal eben jemanden auf offener Straße fotografieren, kann teuer werden. Weil es ein Recht am eigenen Bild gibt. Schwierig für das Genre Straßenfotografie. Weil dort nicht leere Straßen, sondern Menschen auf der Straße fotografiert werden. Für Unbeteiligte und im Rückblick eine vielleicht einmalige Dokumentation, für die Fotografierten aktuell vielleicht eher doof.

Der Fotograf Espen Eichhöfer will nun ein Grundsatzurteil erreichen, um zu klären, ob Kunstfreiheit oder Persönlichkeitsrechte mehr wiegen.

Um das Geld für die Prozesskosten bis zur letzten Instanz zusammen zu bekommen, wurde nun das Crowdfundingprojekt “Streetphotography Now” gestartet.

NS-Zeit: „Wer wollte, konnte Bescheid wissen“

Trauerbeflaggung an der Justus-Liebig-Schule zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.  Die Schule war 1942 Durchgangslager für Deportierte. Sie fiel zwei Wochen aus und man sah wie Menschenkolonnen von Polizei bewacht in die Schule getrieben wurden.

Trauerbeflaggung an der Justus-Liebig-Schule zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Die Schule war 1942 Durchgangslager für Deportierte und man sah wie Menschenkolonnen von Polizei bewacht in die Schule getrieben wurden.


Dienstag (27.) waren in Darmstadt historische Rundgänge zum Gedenken an die Befreiuung des KZ Auschwitz.

Echo Online: „Wer wollte, konnte Bescheid wissen“ – Auschwitz-Gedenktag: Drei Rundgänge erinnern an Darmstadt unter dem Nationalsozialismus

OB Jochen Partsch erwähnte nur kurz den Darmstädter SS-Mann, Gestapo-Führer und Juristen Werner Best. Er ist ein deutliches Beispiel für „Man konnte Bescheid wissen“. Werner Best hatte Weiterlesen

Gemarkungsgang in Weiterstadt

Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller begrüßte am Samstag rund 200 Grenzgänger vom Turm der Gräfenhäuser Feuerwehr.

Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller begrüßte am Samstag rund 200 Grenzgänger vom Turm der Gräfenhäuser Feuerwehr.


Die Stadt Weiterstadt guckt ja immer im Winter, ob seine Grenzsteine noch stehen ;-). Diesen Samstag war – ohne Schnee und Regen – der Gemarkungsgang, der übrigens von Jahr zu Jahr länger wird. 2012 waren es acht Kilometer, 2013 neun, 2014 zehn und jetzt hieß es:

Echo Online: Elf Kilometer rund um Weiterstadt

Leider gab es mit dem Steinrodsee nur eine Station mit Erklärungen, dabei hääte man auf drei oder vier Sachen hinweisen können wie beispielsweise das Rotböll, an dem man vorbeizog. Bekannt als Gewerbegebiet mit Möbelhauslager aber es gehört auch ein Naturschutzgebiet dazu. Das Naturschutzgebiet besteht aus 10.000 Jahre alten Flugsanddünen. Die Acht-Hektar-Fläche ist Magerrasen, eine Geländeform, die wegen der Düngung in der Landwirtschaft selten geworden ist.

Die schlaflose Nacht des Bürgermeisters – SPD-Neujahrsempfang in Schneppenhausen

Landrat Klaus Peter Schellhaas: „Wir wären definitiv bereits mit einem ausgeglichenen Haushalt unterwegs, wenn der Landkreis beim Schutzschirm gerecht berücksichtigt worden wäre.“

Landrat Klaus Peter Schellhaas: „Wir wären definitiv bereits mit einem ausgeglichenen Haushalt unterwegs, wenn der Landkreis beim Schutzschirm gerecht berücksichtigt worden wäre.“


Über seine erste schlaflose Nacht als Bürgermeister berichtete Weiterstadts Bürgermeister Ralf Möller auf dem Neujahrsempfang der Weiterstädter SPD im Bürgerhaus Schneppenhausen. Landrat Klaus Peter Schellhaas erinnerte nochmal an die Kriterien für den kommunalen Schutzschirm des Landes, der die, die anständig gewirtschaftet hätten, ausgeschlossen habe. Und er sagte was zu den Gütereisenbahn- und ICE-Trassenplänen in Südhessen.

Echo Online: Viele Aufgaben, aber wenig Finanzmittel – SPD Weiterstadt diskutiert auf ihrem Neujahrsempfang Kommunal-, Kreis- und Landespolitik

SPD-Neujahrsempfang in Arheilgen mit Ralf Stegner

Ralf Stegner beim Arheilger SPD-Neujahrsempfang: „Die SPD wird immer daran gemessen, dass sie sich für das Gemeinwohl einsetzt. Wir haben vor ein paar Jahren den Kurs verlassen und das bitter bezahlt.“

Ralf Stegner beim Arheilger SPD-Neujahrsempfang: „Die SPD wird immer daran gemessen, dass sie sich für das Gemeinwohl einsetzt. Wir haben vor ein paar Jahren den Kurs verlassen und das bitter bezahlt.“


Der Arheilger SPD gelingt es immer wieder für ihren Neujahrsempfang im Goldnen Löwen Genossen aus der Bundespolitik als Festredner zu gewinnen. Unter anderem redeten 2007 Sigmar Gabriel, 2011 Franz Müntefering oder 2014 Kurt Beck. Dieses Jahr sprach am Samstag (10.) Ralf Stegner (55) zu 120 Gästen. Er ist stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender sowie Partei- und Fraktionsvorsitzender in Schleswig-Holstein und wird zum linken Parteiflügel gezählt.

Arheilgens SPD-Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament Hanno Benz kritisierte, Weiterlesen

Überlegungen zum Kamerakauf

Auf der Website camerasize.com kann man Kameragrößen vergleichen.

Auf der Website camerasize.com kann man Kameragrößen vergleichen.


Der Alltag ist wieder da ;-)

“Die beste Kamera ist die, die man dabei hat”, sage ich immer (wobei das Zitat geklaut ist). Und was man “dabei” haben will und kann ist bei jedem anders. Das geht vom Handy bis zu einer einstelligen Canikon.

Oft muss man aber erst viele Bilder machen, um zu wissen, was man in 95 Prozent seiner Situationen braucht (um mit der Arbeitsweise und den Fotos zufrieden zu sein) und auch gleichzeitig tatsächlich “dabei” haben kann. Und auf dem Weg dahin sollte man auch mal über seine Prämissen nachdenken (“niemals Hersteller XY”/”nur Hersteller XY”) und sich frei von dem machen, was die anderen denken könnten (“hehe, der hat ja XY”).

Klar, eine Spiegelreflex hat mehr technische Reserven und ist mit den Wechselobjektiven irre flexibel. Aber klein und ggf. unauffällig ist anders. Also suchte ich eine Kompakte. Lange dachte ich, da reichen um die 28-100mm. Eigentlich wären mir ja 20-100 oder sowas lieber, denn so ein Weitwinkel gibt einem tolle Bildwirkungen, aber mein Problem war eher, dass ich doch nicht immer so nah rankomme, wenn ich das Foto nur nebenbei machen kann.

Und irgendwann merkte ich, dass es mit Sucher doch besser ist. Vor allem, wenn man Menschen fotografiert. Da ist das eher fürs Gefühl des Fotografierten und auch, weil man die Kamera dann nicht so komisch von sich weg halten muss. Klappdisplay ist aber auch irre hilfreich für über Kopf und am Boden.

Nochmal zum Sucher: Wenn der elektronisch ist, kann man so einiges angezeigt bekommen, was auch hilft. Ich würde inzwischen nur noch ungern auf das Histogramm verzichten.

Noch so eine (abgeleitete) Weisheit ist: “Von den drei Kameraeigenschaften lichtstark, klein und günstig, gibt es immer nur zwei auf einmal.

Es ist also immer ein Kompromiss, zumindes für die, die sich keinen Caddy leisten können, der mit universeller Ausrüstung neben einem läuft und das passende Eisen … äh die passende Kamera anreicht.

Nützt natürlich alles nichts, wenn es Kunden gibt, die ganz bestimmte Vorstellungen haben, die halt nur mit spezieller Technik lösbar sind.