Überbrückung des Bahnübergangs beim Edelsteinviertel – Chance für neuen Politikstil

Zwischen Botanischen Garten und Edelsteinviertel ist ein Bahnüberweg, der durch eine Brücke ersetzt werden könnte.

Zwischen Botanischen Garten und Edelsteinviertel ist ein Bahnüberweg, der durch eine Brücke ersetzt werden könnte.


Darmstädter Kämmerer André Schellenberg (CDU) hatte ja mal zu Regierungsbeginn einen Neuen Politikstil angekündigt:

„Wir werden die Oppositionsparteien ernst nehmen und gute Vorschläge auch annehmen – anders als uns das ergangen ist.“

Jetzt ist mal eine Gelegenheit (die ich willkürlich rausgreife, weil sie gestern reingekommen ist):

SPD fordert Überbrückung des Bahnübergangs zwischen Edelsteinviertel und Botanischem Garten (…) Da bei der anstehenden Bewerbung zur Landesgartenschau aber mit Unterstützung der SPD eine Brücke geplant ist, sieht die Fraktion nun die Möglichkeit, die Maßnahme vorzuziehen.(…)

Das Ganze soll in der nächsten Stadtparlamentssitzung ein Antrag werden.

Und jetzt mein revolutionärer Vorschlag (der in Weiterstadt gelebte Praxis ist):
1. Grüne und CDU beantragen, das SPD-Papier zur sachlichen Erörterung in den zuständigen Ausschuss zu überweisen, im Ausschuss wird der Antrag beraten – vielleicht läd der oder die Vorsitzende noch Experten ein – und erst dann wird abgestimmt. Vielleicht gelingt es ja, im Ausschuss einen gemeinsamen Antrag zu formulieren.

2. Die SPD tritt der Koalition bis dahin bei dem Thema nicht weiter gegens Schienenbein und die Koalition beweist, das sie souverän und der Souverän ist, indem sie die unnötigen Spitzen in der SPD-Pressemitteilung nicht mal ignoriert.

Züge kündigen sich mit einem lauten Pfiff an, fahren dann aber auch gleich durch.

Züge kündigen sich mit einem lauten Pfiff an, fahren dann aber auch gleich durch.

Der SPD-Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung Darmstadt begrüßt die Absicht, im Rahmen der Landesgartenschau einen sicheren Übergang vom Edelsteinviertel zum Botanischen Garten und umgekehrt durch eine Überbrückung zu gewähren. Da der bisherige Bahnübergang nicht technisch gesichert ist, auf einem Schulweg liegt und das Sichtfeld eingeschränkt ist, sollte diese Maßnahme allerdings schon – wie auch beim Ostparkweg – unabhängig vom Ausgang der Bewerbung vorgezogen werden.

Die Stadtverordnetenversammlung Darmstadt beauftragt den Magistrat, erste Planungsschritte zum Bau der Brücke zu erlassen und sein Konzept so schnell wie möglich den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorzulegen. Für den Haushalt 2016 sind entsprechende Mittel zum Bau der Brücke zur Verfügung zu stellen.

Gestern im Landgericht


Ein Darmstädter Barbesitzer muss wegen gefährlicher Körperverletzung ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte auf versuchten Totschlag sowie fünf Jahre und zehn Monate Haft plädiert, die Verteidigung auf gefährliche Körperverletzung und eine Bewährungsstrafe für den bis dahin strafrechtlich nicht aufgefallenen Mann.

Echo Online: Drei Jahre und zehn Monate Haft für schwere Körperverletzung Weiterlesen

Fahrradaktionstag am 24. Mai auf dem Marktplatz Darmstadt

(PM) Darmstadt ist eine Fahrradstadt – besonders am kommenden Pfingstsonntag (24. Mai). Dann verwandelt der Fahrradaktionstag Darmstadt den Marktplatz in einen Markt der Möglichkeiten rund ums Fahrrad: Vom Kauf von gebrauchten oder neuen Fahrrädern, über Ersatzteile, Reparatur und Diebstahlschutz bis hin zur professionelle Pflege in der automatischen Fahrradwaschanlage ist für alle Lagen des RadlerInnenlebens gedacht. Für den Fahrradnachwuchs gibt es einen Verkehrsparcours und eine Hüpfburg

Nach dem großen Erfolg der vergangenen Jahre wird auch dieses Jahr der Marktplatz am Schlossgrabenfest-Sonntag (24.Mai, 11 bis 17 Uhr) im Zeichen des Fahrrads stehen. Der fünfte Darmstädter Fahrradaktionstag bietet die Möglichkeit, das Fahrrad kostenlos auf Herz und Nieren durchchecken zu lassen. Sofern nötig, können Reparaturtermine anschließend direkt bei den ausstellenden Darmstädter Fahrradhändlern vereinbart werden. Auch wer auf der Suche nach einem neuen Fahrrad ist, ist in der reichhaltigen Ausstellung richtig – kurzentschlossene können das Fahrrad der Wahl direkt vor Ort erwerben. Auch Ersatzteile und Zubehör stehen zum Verkauf.

Zu einem wahren Renner entwickelt hat sich der Fahrradflohmarkt. Die Teilnahme am Flohmarkt ist kostenfrei – verkauft werden können Fahrräder ebenso wie Fahrradteile aber auch sonstige Ausrüstung. Für ein interessantes Angebot gebrauchter Räder ist dabei in jedem Fall gesorgt: Unter anderem haben Bauverein AG und zahlreiche Privatpersonen dem Werkhof Darmstadt e.V. verwaiste Fahrräder zum Verkauf gespendet; der Erlös kommt dem Ausbildungsprojekt für benachteiligte Jugendliche zugute.

Ein besonderer Hingucker wird erneut die automatische Fahrradwaschanlage sein, die den mitgebrachten Fahrrädern gegen einen geringen Kostenbeitrag in wenigen Minuten neuen Glanz verleiht. Zeitig da sein lohnt sich – die Anlage ist sehr beliebt und daher häufig bereits nach kurzer Zeit für den restlichen Tag ausgebucht. Das gilt auch für die Fahrradcodierung als Diebstahlschutz (Personalausweis und Kaufbeleg mitbringen). Ein Blick im Vorfeld auf http://www.adfc-darmstadt.de/codierung spart am Aktionstag viel Zeit, wenn die nötigen Formulare bereits fertig ausgefüllt mitgebracht werden.

Darüber hinaus wird es verschiedene Informationen rund um das Thema Fahrrad geben. Die Stadtverwaltung beteiligt sich erneut mit Informationen zu aktuellen und geplanten Fahrrad-Projekten in Darmstadt. Auf der Aktionsbühne, auf der im Tagesverlauf unter anderem Tipps für das Einkaufen mit dem Fahrrad gegeben werden, gibt Oberbürgermeister Jochen Partsch um 14 Uhr den offiziellen Startschuss für die Aktion Stadtradeln 2015. Für Kinder werden ein Kinderverkehrsgarten und eine Hüpfburg angeboten.

Ehrenamtlich organisiert wird der Aktionstag von der AG Fahrrad, einem Zusammenschluss Darmstädter Gruppen rund ums Rad (ADFC, BUNDJugend, Bündnis 90/Die GRÜNEN, IVDA, AStA der TU Darmstadt, Hochschulgruppe Nachhaltigkeit) sowie engagierten Privatpersonen.

Mehr Informationen zum Aktionstag sowie kurzfristige Programmhinweise gibt es auf www.fahrradaktionstag-darmstadt.de.

Gedenktafel für August Metz auf dem Johannesplatz

August Metz, der zunächst als Anwalt in Darmstadt arbeitete, war einer der bedeutendsten hessischen Politiker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1871 war er Reichstagsabgeordneter für die Nationalliberale Partei. Metz war ein Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches.

August Metz, der zunächst als Anwalt in Darmstadt arbeitete, war einer der bedeutendsten hessischen Politiker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1871 war er Reichstagsabgeordneter für die Nationalliberale Partei. Metz war ein Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches.


(PM Stadt Darmstadt) Der Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch, hat am heutigen Donnerstag (9.) im Rahmen der Neugestaltung des Johanneskirchplatzes bei einer Gedenkveranstaltung eine Bronzetafel für den Darmstädter Rechtsanwalt und Politiker August Metz enthüllt.

Bis in die Zeit des Nationalsozialismus stand auf dem Johannesplatz ein Denkmal mit der Büste des Politikers August Metz. Das Denkmal, das man fünf Jahre nach seinem Tod im Jahr 1874 auf dem Platz errichtete, war dem „Kämpfer für Deutschlands Einheit, Recht und Freiheit“ gewidmet. Dieses Denkmal wurde wegen Metz‘ jüdischer Abstammung 1940 von den Nationalsozialisten abgebrochen und eingeschmolzen. Das Rohmaterial diente der Herstellung eines neuen Denkmals mit dem Titel „Der deutsche Gruß“ des Bildhauers Ludwig Habich.

Oberbürgermeister Jochen Partsch würdigte den Darmstädter Politiker im Rahmen seiner Ansprache als herausragenden Vorkämpfer für den deutschen Parlamentarismus: „Mit der neuen Gedenktafel wollen wir den überzeugten Demokraten August Metz, 75 Jahre nach der verbrecherischen Beseitigung seines Denkmals auf dem Johanneskirchplatz durch die Nationalsozialisten, wieder zurück ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken und ihm neben der nach ihm benannten Straße in Eberstadt seinen angestammten Platz im öffentlichen Raum unserer Stadt zurück geben. August Metz war zeit seines Lebens ein überzeugter Verfechter der Demokratie und ein unablässiger Fürsprecher der deutschen Einheit. An diese Überzeugungen soll die neue Gedenktafel am Johannesplatz erinnern und gleichzeitig dafür sorgen, dass die verbrecherischen Taten der Nationalsozialisten in unserer Stadt nicht in Vergessenheit geraten“, erklärte Oberbürgermeister Partsch im Rahmen der feierlichen Enthüllung.

Die neue 470 mal 270 mal 6 Millimeter große Bronzetafel wurde im Dezember 2014 von der Kunstgießerei Strassacker aus Süssen für 601 Euro angefertigt. Sie erinnert ob sofort mit folgendem Text an August Metz: „August Metz (1818-1874) Darmstädter Rechtsanwalt und Politiker, Gründer der Fortschrittspartei, Nationalliberaler Reichstagsabgeordneter; Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches. Das 1879 auf diesem Platz zu Ehren des ‚Kämpfers für Deutschland Einheit, Recht und Freiheit’ errichtete Denkmal wurde von den Nationalsozialisten im Juli 1940 abgerissen und eingeschmolzen“. Bisher erinnerte bereits eine im Jahr 1969 nach Metz benannte Straße in Eberstadt an den Darmstädter Rechtsanwalt.

August Joseph Metz wurde am 20. April 1818 in Dreieichenhain geboren und entstammte einer jüdischen Medizinerfamilie (der Vater war zum Katholizismus übergetreten). Er besuchte Schulen in Walldürn und Darmstadt und studierte ab 1836 Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Hessischen Ludwigs-Universität Gießen. 1840 wurde er Mitglied des neu konstituierten Corps Starkenburgia Gießen. Metz, der zunächst als Anwalt in Darmstadt arbeitete, war einer der bedeutendsten hessischen Politiker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1862 trat er als Gründer der Hessischen Fortschrittspartei in Erscheinung, ab dem Jahr 1871 war er Reichstagsabgeordneter für die Nationalliberale Partei. Metz war ein Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches. Nach Beendigung seiner Studien ließ er sich als Hofgerichtsadvokat in Darmstadt nieder, wo er am 23. Februar 1874 verstarb.

Eingeweiht wurde die August-Metz-Tafel am 9. April, verlegt wurde sie einen Tag vorher von Sandra Kohl vom Kulturamt und einem Bauhofmitarbeiter.

Eingeweiht wurde die August-Metz-Tafel am 9. April, verlegt wurde sie einen Tag vorher von Sandra Kohl vom Kulturamt und einem Bauhofmitarbeiter.

Darmstadt Wissenschaft atmet auf: Der Genius ist wieder da.

Das Podest im Goethe-Denkmal war rund ein Jahr leer, nachdem die Statue im April 2014 - vermutlich von Dieben - vom Sockel geholt, beschädigt aber liegengelassen wurde.

Das Podest im Goethe-Denkmal war rund ein Jahr leer, nachdem die Statue im April 2014 – vermutlich von Dieben – vom Sockel geholt, beschädigt aber liegengelassen wurde.

Echo online: Nackter Jüngling im Herrngarten wieder da

Die Restauratoren Nikolaus Pfeifer und Götz Bormuth installieren die Genius-Statue im Herrngarten.

Die Restauratoren Nikolaus Pfeifer und Götz Bormuth installieren die Genius-Statue im Herrngarten.

Der Genius steht seit 7. April wieder an seinem Platz.

Der Genius steht seit 7. April wieder an seinem Platz.

Auch ohne den „Schenius“ im Herrngarten kommen Martinsviertler auf Ideen. Am 18. Mai 2014 posierten rund ein Dutzend Watzeviertler nacheinander in der Pose der Bronzestatue auf dem leeren Sockel und wurden für eine Ausstellung von Theaterfotograf Holger Conradt abgelichtet.  Auf dem Foto vertritt Aram Lufft den Genius.

Auch ohne den „Schenius“ im Herrngarten kommen Martinsviertler auf Ideen. Am 18. Mai 2014 posierten rund ein Dutzend Watzeviertler nacheinander in der Pose der Bronzestatue auf dem leeren Sockel und wurden für eine Ausstellung von Theaterfotograf Holger Conradt abgelichtet.
Auf dem Foto vertrat Aram Lufft den Genius.

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Am 25. März 1945 endete für Darmstadt der Zweite Weltkrieg

(PM Stadt Darmstadt) Am 25. März 1945 marschierten amerikanische Panzertruppen in Darmstadt ein und bescherten der stark zerstörten Stadt ein vorzeitiges Kriegsende.

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Darmstadt 115.000 Einwohner, zum Kriegsende lebten noch etwa 51.000 Menschen in Kellerhöhlen,
Gartenhäuschen und den weniger zerstörten Vororten. Das öffentliche Leben war nahezu zum Stillstand gekommen. Die rund 200 in der Stadt und den Stadtteilen stationierten Soldaten und Volkssturmmänner hatten die an den Ausfallstraßen errichteten Panzersperren verlassen und sich in amerikanische Gefangenschaft begeben oder abgesetzt. Weiterlesen