Uffbasse veröffentlicht Bericht zum Berufsschulentwicklungsplan 2014

Schulentwicklungsplan Berufliche Schulen
Uffbasse hat den “Schulentwicklungsplan 2014 – Berufliche Schulen” auf seiner Website veröffentlicht.

Der Bericht liege dem Magistrat seit November letzten Jahres vor, schreibt Uffbasse. Öffentlich sei er bis heute nicht zugänglich, steht aber morgen (4.3.) auf der Tagesordnung des Schulausschusses.

Uffbasse: Ist das so gewollt oder einfach eine Nachlässigkeit des Darmstädter Schuldezernenten Reißer bzw. seiner Mitarbeiter? Wir meinen, beide Erklärungen wären schlecht – wer daran interessiert ist, findet den Bericht am Ende dieses Artikels.

Schulentwicklungsplan 2014 Berufliche Schulen der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg (PDF, 2,7 MB)

Das Fahrradklima in Darmstadt: Erste Plätze sind relativ

Der ADFC hat im Herbst 2014 eine Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit in Städten und Gemeinden veranstaltet. Darmstadt schnitt dabei ganz gut ab, wenn man das relative Ergebnis betrachtet.

Carsten hat mal genauer hingeschaut: Nur durchwachsene Ergebnisse. Darmstadt habe sich zwar verbessert, aber andere hessische Kommunen auch.

Deshalb halte ich Rankings immer für schwierig, wenn man sich nicht die ganzen Kriterien kennt. Oder sich dafür die Zeit nehmen kann. Ein Abstieg kann zum Beispiel daran liegen, dass andere besser geworden sind. Ebenso könnten einige Dinge anders gewichtet werden, als beim Ranking zuvor. Oder die Unterschiede sind in einem dichten Feld sehr gering und eigentlich hat sich nichts geändert.

Kita an der Nachtweide: Flexibler als gedacht

In der neu gebauten Kita an der Nachtweide sind sechs Kindergartengruppen mit je 20 Plätzen sowie zwei Hortgruppen mit je 20 Plätzen.

In der neu gebauten Kita an der Nachtweide sind sechs Kindergartengruppen mit je 20 Plätzen sowie zwei Hortgruppen mit je 20 Plätzen.

Ich habe mir die neu gebaute, städtische “Kita an der Nachtweide” nochmal genauer angesehen und mit dem Architekten Sven Kling vom Büro Prosa-Architekten gesprochen was da an Planung dahinter steckt.

Echo online*: Auf Socken durch das neue Haus – Der Ersatzbau der Kita Nachtweide überzeugt durch architektonische Lösungen

Worauf ich auch hinweisen will: Weiterlesen

Neues vom Frankenstein? Und ein Anfahrtipp mit der Straßenbahn

Burg Frankenstein im Sommer 2014 von Eberstadt aus.

Burg Frankenstein im Sommer 2014 von Eberstadt aus.


Jörg vom Darmundestat-Blog weist auf ein Angebot eines Kollegen auf der Burg Frankenstein hin:

“Burgschreiber” Walter Scheele bietet seit einiger Zeit sonntags kostenfreie Führungen durch die Burg Frankenstein an. Wie ich eben auf der Homepage des Burgpächters gesehen habe, zaubert er dazu jede Woche ein neues Thema hervor.

Das mit dem zaubern meint Jörg schon so, denn Walter Scheeles Thesen sehen er und der Geschichtesverein Eberstadt-Frankenstein zum Alchemisten
Johann Konrad Dippel (Konstruktion eines Mythos) und zur Autorin Mary Shelley doch sehr anders (Any Monsters at home? Die Burg Frankenstein a.d. Bergstr. und der Roman von Mary Shelley). Mary Shelley hat 1818 den Roman “Frankenstein” geschrieben, an dem sich die Boris Karloff-Filme grob orientierten.

Ein Hinweis noch, weil ich beim Artikelschrieben für Darmstädter Zeitungen diesen Nebensatz immer einflechten muss: Die Burg Frankenstein liegt nicht in Eberstadt oder Darmstadt, sie liegt in Mühltal im Ortsteil Nieder-Beerbach.

Und wer da mal mit dem ÖPNV zur Burg Frankenstein will: Am einfachsten mit der Straßenbahn zur Haltestelle Malchen fahren und die Frankensteiner Straße den Berg hochlaufen. Der Rest findet sich. :-) Und Vorsicht: Die Haltestelle Frankenstein ist weiter weg (2,2 Kilometer Luftlinie) als die Halestelle Malchen mit 1,5 Kilometer Luftlinie. Und bergauf muss man beide Male. Man kann auch mit dem Bus nach Nieder-Beerbach fahren, aber der fährt nicht so häufig wie die Bahn.

Wissenschaftsstadt Darmstadt mit neuem Internet-Auftritt

Darmstadt.de ist nun heller. Das neue Design ist auch deswegen ganz ok, weil mich das blaue immer an die alte Stadtregierung erinnert hatte. ;)
Das neue und das neue www.darmstadt.de

(PM) Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat ihren Internet-Auftritt überarbeitet und bietet den Besucherinnen und Besuchern auf ihrer Homepage http://www.darmstadt.de ab sofort ein neues Design, bessere Suchfunktionen und eine verbesserte Nutzbarkeit auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Die Homepage wurde auf sogenanntes „Responsive Webdesign“ umgestellt und damit für die zunehmende Nutzung auf mobilen Geräten optimiert. Vierzig Prozent der Zugriffe kommen inzwischen über Smartphones und Tablets. Die Tendenz ist weiter steigend.

Grundlage für die Überarbeitung war die Analyse der meist nachgefragten Funktionen und Inhalte. So kommt dem
Veranstaltungskalender, ein von der Bürgerschaft viel nachgefragtes Werkzeug, eine wichtigere Rolle zu als bisher. Außerdem ist die Schriftgröße der Seiten jetzt wählbar.

Das Letzte Wort

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Beim Strafprozess hat der Angeklagte nach den Plädoyers das Letzte Wort. Wird es vergessen, kann der Prozess daran scheitern und müsste dann wiederholt werden. Bisher habe ich eher kurze letzte Worte erlebt, oft schließen sich die Angeklagten dem Plädoyer ihres Verteidigers an.

Neulich war das anders. Die Angeklagte sprache lange und ausführlich. Aber irgendwann räumte sie dabei auch die Anklage (Beleidigung) ein.

Echo Online: Ärztin wird wegen Beleidigung verurteilt

Parkraumbewirtschaftung: Moderat blinken und grün-schwarz abbiegen

Rot, grün und blau unterlegt die Punkte die in der Magistratsvorlage anders drinstehen, als in der Pressemitteilung der Koalition.

Rot, grün und blau unterlegt die Punkte die in der Magistratsvorlage anders drinstehen, als in der Pressemitteilung der Koalition.

Das ist jetzt ein lokales Thema, aber es zeigt, wie durch taktische Patzer plötzlich was interessant für einen Blogeintrag wird. Für Nicht-Darmstädter: Ein Beispiel, wie man ein Thema bei Facebook nicht in den Griff bekommt und am Ende auch noch – ohne Not – schlecht dasteht. Für langjährige Blogleser nur das Stichwort: Neuer Politikstil.

Die Kurzfassung: Die Koalition aus Grünen und CDU bringt einen Tag vor der Stadtparlamentssitzung eine Pressemitteilung (PM) heraus, in der die Fraktionen das geplante und zu Abstimmung stehende Anwohnerparken und die Parkraumbewirtschaftung erläutern.

Aber: In der PM stehen teilweise andere Dinge drin, als in dem Papier (Magistratsvorlage der grün-schwarzen Stadtregierung), das Grüne und CDU im Parlament eigentlich beschließen wollen.

Die oppositionelle FDP (ja, FDP, trotzdem weiterlesen) greift die Punkte aus der PM auf und macht daraus im Parlament einen Antrag, die Magistratsvorlage entsprechend zu ändern. Grün-Schwarz (und wohl auch andere Fraktionen, wäre aber für die Mehrheiten unwichtig) lehnen den Antrag ab.

Die Koalitionäre beschließen die Magistratsvorlage, also einen anderen Auftrag an die Stadtregierung als sie vorher via PM verbreitet haben.

Und auf Facebook dazu gefragt, kommt erstmal wenig und dann das übliche, wenn man der Opposition in die Falle gelaufen ist.

Ich kritisiere die Magistratsvorlage hier noch nicht einmal inhaltlich, mir geht es um den Politikstil. Als Grün-Schwarz antrat, war nämlich von einem neuen Politikstil die Rede. Und der sollte nicht nur Bürgerbeteiligung heißen, sondern auch ein Ende der sich abschottenden Mehrheit sein.
Verwickeltes: „Wir werden die Oppositionsparteien ernst nehmen und gute Vorschläge auch annehmen.

Die ersten Jahre klappte der neue Stil meiner Meinung nach eher mäßig, weswegen ich alsbald den neuen Politikstil lieber groß schrieb – als Neuen Politikstil, um die vielen Anführungszeichen zu sparen. ;-)

Die SPD glaubte damit vielleicht, ich wäre einer der ihren – nun, ich finde es gut, dass die ausgelaugte Truppe und der durchsetzungsschwache OB abgewählt wurden. Und ich bin mir nicht mal sicher, ob ich mir 2016 eine Rückkehr der Roten wünschen soll. Die buchen das dann als Betriebsunfall ab und wurschteln weiter wie früher.

Ok, zurück zu Grün-Schwarz. Dann lief es 2014 sehr gut. Zum Beispiel wurde die parteilosen Ludger Hünnekens als Kulturreferenten geholt und Cornelia Zuschke als Baustadträtin – als ich deren Berufserfahrung las, war ich mehr als begeistert. Und bin es noch.

Aber jetzt kommen so Dinger wie die Nummer mit der Parkraumbewirtschaftung und dass man was anderes erzählt als man beschließt. Wieso denn gerade im Jahr vor der Kommunalwahl?

Wie gesagt, Weiterlesen

Beim Sozialgericht

Am Steubenplatz sind die Sozialgerichte für Darmstadt und Hessen, sowie das Darmstädter Arbeitsgericht.

Am Steubenplatz sind die Sozialgerichte für Darmstadt und Hessen, sowie das Darmstädter Arbeitsgericht.


Gestern war ich mal im Sozialgericht Darmstadt. Das ist im gleichen Gebäude wie das Hessische Landessozialgericht und das Arbeitsgericht Darmstadt. Es ging darum, ob OP-Krankenpfleger als selbstständige gelten können. Kurz: Nein

Echo online: Anders als der Belegarzt – Ein OP-Krankenpfleger ist Arbeitnehmer, nicht Selbstständiger

Ein Termin im Sozialgericht ist anders als ein Strafprozess. Ein Strafprozess hat da richtig Struktur, beim Sozialgericht wird vieles aus den Akten erarbeitet und vom Richter zusammengefasst vorgetragen. Dannach kommt eher ein Rechtsgespräch als eine Verhandlung mit scharf definierter Fragereihenfolge.

Parkraumbewirtschaftung in zwei Versionen

Für die Spaßbefreiten: Das ist ein satirisch zu verstehendes Symbolfoto aus dem März 2013, damals wurde in der Grafenstraße eine neue Verkehrsfürhung getestet. Und mit dem Tele kann ma ja schön verdichten.

Für die Spaßbefreiten: Das ist ein satirisch zu verstehendes Symbolfoto aus dem März 2013, damals wurde in der Grafenstraße eine neue Verkehrsfürhung getestet. Und mit dem Tele kann ma ja schön verdichten.

Eigentlich ist das für Darmstadt geplante Parkraumbewirtschaftung mit Anwohnerparken ja überhaupt nicht mein Thema, aber heute ist die Magistratsvorlage auf der Tagesordnung des Stadtparlaments und auf Facebook ging das relativ hoch her, als das Thema angesprochen wurde.

Die Parkraumbewirtschaftung soll in den zwei Modellquartieren Johannesviertel und Teilen des Woogsviertels beginnen. Zum Anwohnerparken kommen noch Tages-, Wochen- und Monatstarife, Kurzparkzonen für Expressgut- und Paketdienste sowie Sozialdienste.

Jetzt hat die Darmstädter FDP ihr Herz für Autofahrer entdeckt und macht mit einer Website dazu mobil ;-), die grün-schwarze Koalition hat eine Pressemitteilung geschickt, in der sie die Pläne nochmal präzisiert.

Nun gibt es aber Unterschiede zwischen der Magistratsvorlage und der Koalitions-Pressemitteilung, nicht viele aber es gibt sie.

Magistratsvorlage:
Drei Gebührenzonen (Kernstadt / Hbf, Gebiete mit hohem Parkdruck, Rest).

Pressemitteilung der Koalitionsfraktionen von heute:
„Die geplante Parkraumbewirtschaftung beschränkt sich auf die Kernstadt und die Lincoln-Siedlung. In Stadtteilen wie beispielsweise Arheilgen, Wixhausen, Kranichstein oder Eberstadt, wo kein Parkraummangel herrscht ist dies nicht geplant“,

Rest könnte natürlich auch eine Gebührenzone mit NUll Euro Gebürhen sein.

Magistratsvorlage:
Gebührenniveau orientiert an privaten Stellplatzgebühren /-mieten

Pressemitteilung der Koalitionsfraktionen von heute:
„Die Gebühren sollen natürlich deutlich unter den üblichen Mieten für private Stellplätze und Garagen liegen.“

Das ist allerdings was anderes, mal sehen, ob die Fraktionen einen Änderungsantrag einbringen.

Seite 7 der Magistratsvorlage vom Dezember und die Pressemitteilung vom 11.2.2015

Seite 7 der Magistratsvorlage vom Dezember und die Pressemitteilung vom 11.2.2015

Die Karlsruher Straße

Der Kollege schreibt in der Serie über Darmstädter Straßen über die Karlsruher Straße.

Echo Online: Fünf Kilometer, an denen keiner wohnt - Der einzige Zweck dieser Straße ist tatsächlich, Autos eine Bewegungsfläche zu bieten. Gegebenenfalls auch Zweirädern. Aber das sind hier exotische Vehikel; man hält ein wenig den Atem an, wenn man mit Tempo hundert an ihnen vorbeisaust.

Man hält auch auf dem Fahrrad den Atem an, wenn man – was ausdrücklich erlaubt ist – auf dem Seitenstreifen entlangradelt und laufend von Autos überholt wird, die mindestens 80 Kilometer pro Stunde schneller sind. Denn man kan dort auch nicht wenden oder abbiegen und durch den Wald weiter fahren. In der Mitte ist eine Leitplanke und an den Seiten entweder eine Lärmschutzwand oder der Graben mit der Rhein-Neckar-Eisenbahn.

Dreimal bin ich da mit dem Rad lang gefahren, weil ich schnell von der Heimstättensiedlung zum Eberstädter Bahnhof wollte. Das erste, einzige und das letzte Mal. ;-) Andere sind da mutiger.