Am 25. März 1945 endete für Darmstadt der Zweite Weltkrieg

(PM Stadt Darmstadt) Am 25. März 1945 marschierten amerikanische Panzertruppen in Darmstadt ein und bescherten der stark zerstörten Stadt ein vorzeitiges Kriegsende.

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Darmstadt 115.000 Einwohner, zum Kriegsende lebten noch etwa 51.000 Menschen in Kellerhöhlen,
Gartenhäuschen und den weniger zerstörten Vororten. Das öffentliche Leben war nahezu zum Stillstand gekommen. Die rund 200 in der Stadt und den Stadtteilen stationierten Soldaten und Volkssturmmänner hatten die an den Ausfallstraßen errichteten Panzersperren verlassen und sich in amerikanische Gefangenschaft begeben oder abgesetzt. Weiterlesen

Sonnenfinsternis und Solarstrom

 Außentemperatur und Stromerzeugung bei einer Photovoltaikanlage in Südhessen während der Sonnenfinsternis am 20. März 2015.

Außentemperatur und Stromerzeugung bei einer Photovoltaikanlage in Südhessen während der Sonnenfinsternis am 20. März 2015.

Echo online: Abendhauch zur Mittagszeit

So richtig dunkel wurde es hier bei der Sonnenfinsternis ja nicht. Ich hatte für einen Zeitungsartikel beim lokalen Versorger HSE angefragt, ob sie noch am Freitag Daten von einer Photovoltaikanlage schicken können, um den Leistungsabfall durch die Verschattung zu zeigen. Das hat dann geklappt, am Nachmittag schickte die Pressestelle eine Kurve.

Und die Leistung geht deutlich runter (rund 78 Prozent), wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. Wie sich das gestern bei seinem Stromnetzbetreiber auswirkte, hatte sich das Manager Magazin angeguckt.

taz: Während der Sonnenfinsternis brach die Photovoltaikleistung ein. Doch das Netz blieb stabil – Durch den Mondschatten gingen deutschlandweit erhebliche Mengen an Solarstrom verloren: Um 9.45 Uhr wurden noch 13,4 Gigawatt Photovoltaik erzeugt, eine Stunde später waren es nur noch 5,3 Gigawatt. Ohne Finsternis wären es zu diesem Zeitpunkt durch den weiteren Anstieg der Sonne sogar bereits rund 18 Gigawatt gewesen.

Die Sonnensichel sieht man auch, wenn man sie über ein Fernglas an eine Wand projiziert.

Die Sonnensichel sieht man auch, wenn man sie über ein Fernglas an eine Wand projiziert.

Ein Darmstädter geht mit 16 Jahren zur SS

Der Darmstädter Hans Stark (1921-1991) war der jüngste Angeklagte im Auschwitz-Prozess und wurde 1965 wegen mehrfachen Mordes verurteilt.

Der Darmstädter Hans Stark (1921-1991) war der jüngste Angeklagte im Auschwitz-Prozess und wurde 1965 wegen mehrfachen Mordes verurteilt. Das Foto zeigt einen Ausschnitt einer Ausstellungstafel des hessischen Hauptstaatsarchivs.


Vor Jahren hatte ich mal zur SS einige Sachen nachgeschaut und war über einen Darmstädter gestolpert und entsetzt.

Der Mann hieß Hans Stark, war Jahrgang 1921 und war der jüngste Angeklagte und Verurteilte im ersten Auschwitz-Prozess der von 1963 bis 1965 in Frankfurt stattfand. Er kam mit 16 Jahren zur SS und war in den vierziger Jahren Aufseher in Ausschwitz, erschoss Menschen und schüttete Zyklon B in die Gaskammern. Nach dem Krieg wurde er erst als Mitläufer gesehen. Als die ersten Anschuldigungen kam, konnte er sich kurzzeitig damit rausreden, dass er nur Pferdepfleger – da gibt es auch ein Foto – des SS-Kommandanten Höß gewesen wäre.

Die Widerstandskämpferin Sophie Scholl war übrigens auch 1921 geboren.

Warum ich auf Hans Stark komme? Im Foyer des Justus-Liebig-Hauses ist bis 10. April die Ausstellung “Die historische Wahrheit kund und zu wissen tun” – Die justizielle Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Hessen. Die Ausstellung stammt vom hessischen Hauptstaatsarchiv. Der Katalog steht auch online.

Echo online: Aus dem Dienstzimmer ins „feindliche Ausland“. Die Überschrift bezieht sich auf einen Satz des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, der die Ermittlungen zum Auschwitz-Prozess entscheident vorangetrieben hatte.

Weil er die juristische Verfolgung der NS-Verbrecher vorantrieb, hatte er wenig Freunde in der Justiz, in der ja auch ehemalige Nazis wieder untergekommen waren. Und so sagte Bauer: “Wenn ich mein Zimmer verlasse, betrete ich feindliches Ausland.”

DAcore-Wohnungsbau kostet keinen Westwald – Hinweis an die Redaktion verwechselt Bauprojekte

"DAcore" wenn es fertig ist - in einer Darstellung des Projektentwicklers.

“DAcore” wenn es fertig ist – in einer Darstellung des Projektentwicklers.


Gestern (5.3.) war in der Waldkolonie Spatenstich für das “DAcore”-Wohnbauprojekt. An der Südseite der Koblenzer Straße sollen auf einem ehemaligen Bundesbahngelände in fünf Bauabschnitten auf rund 15.700 Quadratmetern (aktueller Stand laut Projektentwickler) 113 Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen gebaut werden.

Echo online: 113 Wohnungen auf ehemaligem Bahngelände

Das sind so Termine bei denen ich eigentlich ganz gerne noch was anderes bringen würde als nur den Spatenstich und die goldenen Worte dazu. Praktischerweise war im Vorfeld bei der Redaktion, und damit dann bei mir, eine E-Mail eingegangen, in der eine Bürgerin das Projekt kritisch sieht und als Waldvernichtung für 44 Wohneinheiten bezeichnet.

Aber dann:
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Uffbasse veröffentlicht Bericht zum Berufsschulentwicklungsplan 2014

Schulentwicklungsplan Berufliche Schulen
Uffbasse hat den “Schulentwicklungsplan 2014 – Berufliche Schulen” auf seiner Website veröffentlicht.

Der Bericht liege dem Magistrat seit November letzten Jahres vor, schreibt Uffbasse. Öffentlich sei er bis heute nicht zugänglich, steht aber morgen (4.3.) auf der Tagesordnung des Schulausschusses.

Uffbasse: Ist das so gewollt oder einfach eine Nachlässigkeit des Darmstädter Schuldezernenten Reißer bzw. seiner Mitarbeiter? Wir meinen, beide Erklärungen wären schlecht – wer daran interessiert ist, findet den Bericht am Ende dieses Artikels.

Schulentwicklungsplan 2014 Berufliche Schulen der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg (PDF, 2,7 MB)

Das Fahrradklima in Darmstadt: Erste Plätze sind relativ

Der ADFC hat im Herbst 2014 eine Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit in Städten und Gemeinden veranstaltet. Darmstadt schnitt dabei ganz gut ab, wenn man das relative Ergebnis betrachtet.

Carsten hat mal genauer hingeschaut: Nur durchwachsene Ergebnisse. Darmstadt habe sich zwar verbessert, aber andere hessische Kommunen auch.

Deshalb halte ich Rankings immer für schwierig, wenn man sich nicht die ganzen Kriterien kennt. Oder sich dafür die Zeit nehmen kann. Ein Abstieg kann zum Beispiel daran liegen, dass andere besser geworden sind. Ebenso könnten einige Dinge anders gewichtet werden, als beim Ranking zuvor. Oder die Unterschiede sind in einem dichten Feld sehr gering und eigentlich hat sich nichts geändert.

Kita an der Nachtweide: Flexibler als gedacht

In der neu gebauten Kita an der Nachtweide sind sechs Kindergartengruppen mit je 20 Plätzen sowie zwei Hortgruppen mit je 20 Plätzen.

In der neu gebauten Kita an der Nachtweide sind sechs Kindergartengruppen mit je 20 Plätzen sowie zwei Hortgruppen mit je 20 Plätzen.

Ich habe mir die neu gebaute, städtische “Kita an der Nachtweide” nochmal genauer angesehen und mit dem Architekten Sven Kling vom Büro Prosa-Architekten gesprochen was da an Planung dahinter steckt.

Echo online*: Auf Socken durch das neue Haus – Der Ersatzbau der Kita Nachtweide überzeugt durch architektonische Lösungen

Worauf ich auch hinweisen will: Weiterlesen

Neues vom Frankenstein? Und ein Anfahrtipp mit der Straßenbahn

Burg Frankenstein im Sommer 2014 von Eberstadt aus.

Burg Frankenstein im Sommer 2014 von Eberstadt aus.


Jörg vom Darmundestat-Blog weist auf ein Angebot eines Kollegen auf der Burg Frankenstein hin:

“Burgschreiber” Walter Scheele bietet seit einiger Zeit sonntags kostenfreie Führungen durch die Burg Frankenstein an. Wie ich eben auf der Homepage des Burgpächters gesehen habe, zaubert er dazu jede Woche ein neues Thema hervor.

Das mit dem zaubern meint Jörg schon so, denn Walter Scheeles Thesen sehen er und der Geschichtesverein Eberstadt-Frankenstein zum Alchemisten
Johann Konrad Dippel (Konstruktion eines Mythos) und zur Autorin Mary Shelley doch sehr anders (Any Monsters at home? Die Burg Frankenstein a.d. Bergstr. und der Roman von Mary Shelley). Mary Shelley hat 1818 den Roman “Frankenstein” geschrieben, an dem sich die Boris Karloff-Filme grob orientierten.

Ein Hinweis noch, weil ich beim Artikelschrieben für Darmstädter Zeitungen diesen Nebensatz immer einflechten muss: Die Burg Frankenstein liegt nicht in Eberstadt oder Darmstadt, sie liegt in Mühltal im Ortsteil Nieder-Beerbach.

Und wer da mal mit dem ÖPNV zur Burg Frankenstein will: Am einfachsten mit der Straßenbahn zur Haltestelle Malchen fahren und die Frankensteiner Straße den Berg hochlaufen. Der Rest findet sich. :-) Und Vorsicht: Die Haltestelle Frankenstein ist weiter weg (2,2 Kilometer Luftlinie) als die Halestelle Malchen mit 1,5 Kilometer Luftlinie. Und bergauf muss man beide Male. Man kann auch mit dem Bus nach Nieder-Beerbach fahren, aber der fährt nicht so häufig wie die Bahn.

Wissenschaftsstadt Darmstadt mit neuem Internet-Auftritt

Darmstadt.de ist nun heller. Das neue Design ist auch deswegen ganz ok, weil mich das blaue immer an die alte Stadtregierung erinnert hatte. ;)
Das neue und das neue www.darmstadt.de

(PM) Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat ihren Internet-Auftritt überarbeitet und bietet den Besucherinnen und Besuchern auf ihrer Homepage http://www.darmstadt.de ab sofort ein neues Design, bessere Suchfunktionen und eine verbesserte Nutzbarkeit auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Die Homepage wurde auf sogenanntes „Responsive Webdesign“ umgestellt und damit für die zunehmende Nutzung auf mobilen Geräten optimiert. Vierzig Prozent der Zugriffe kommen inzwischen über Smartphones und Tablets. Die Tendenz ist weiter steigend.

Grundlage für die Überarbeitung war die Analyse der meist nachgefragten Funktionen und Inhalte. So kommt dem
Veranstaltungskalender, ein von der Bürgerschaft viel nachgefragtes Werkzeug, eine wichtigere Rolle zu als bisher. Außerdem ist die Schriftgröße der Seiten jetzt wählbar.