Eine neue Nordostumgehung?

Es tut sich was bei der Nordostumgehung (NOU), auch wenn die anders aussehen wird, als die, die jetzt in Darmstadt abgeplant wurde.

Echo online: Stadt und Kreis planen neuen Vorstoß für mögliche Umgehung im Nordosten von Darmstadt

Auch schön, wie ich jetzt daran erinnert wurde: Die Nordostumgehung steht auch im Verkehrsentwicklungsplan des Landkreises. Sie steht ja nicht nur im Darmstädter Verkehrsentwicklungsplan. Der seit Februar 2016 überarbeitet wird – wobei schon nach der Kommunalwahl 2011 klar war, dass die NOU nicht mehr kommen wird.

Echo online, 8. Februar 2016: Im Stuhlkreis Darmstadts Zukunft denken

Fahrradaktionstag am 29. Mai auf dem Marktplatz

Aus dem Archiv: Voller Marktplatz beim Fahrradaktionstag 2013. Foto: Stefan Opitz

Aus dem Archiv: Voller Marktplatz beim Fahrradaktionstag 2013. Foto: Stefan Opitz


(PM) Am Schlossgrabenfest-Sonntag (29. Mai) verwandelt der Fahrradaktionstag Darmstadt erneut den Marktplatz in einen Markt der Möglichkeiten rund ums Fahrrad: Vom Kauf von gebrauchten oder neuen Fahrrädern, über Ersatzteile, Reparatur und Diebstahlschutz bis hin zur professionelle Pflege in der automatischen Fahrradwaschanlage ist für alle Lagen des RadlerInnenlebens gedacht. Für den Fahrradnachwuchs gibt es einen Verkehrsparcours und eine Hüpfburg Weiterlesen

„Darmstädter, 98er, Jude“ – Der SV 98-Vorsitzende Karl Heß

Der Förderverein Liberale Synagoge und der SV Darmstadt 98 stellten im Staatsarchiv den ehemaligen SV 98-Vorsitzenden Karl Heß vor, der 1933 vor der NS-Diktatur erst nach Frankreich und dann nach Brasilien floh.

Echo online: „Und dann merkte ich, der Rechtsanwalt Karl Heß war ja noch was anderes.“ – Das sagte Martin Frenzel vom Förderverein Liberale Synagoge, als er bei Recherchen zu Rechtsanwälten auf Karl Heß stieß.

Die Familie Heß hatte vor 1933 im Fiedlerweg 1 gewohnt. Heß‘ Kanzlei könnte laut der Nachfahren an der Ecke Wilheminen- und Hügelstraße gewesen sein. Seine Ehefrau hatte den Mädchennamen Ranis, sie stammte aus Groß-Zimmern. Friedas Bruder Max Ranis war Karl Heß‘ Sozietätspartner. An die Familie Ranis erinnern seit diesem Jahr Stolpersteine in der Hochstraße vor der Viktoriaschule.

Einige Mitglieder der Familie Ranis konnten fliehen, darunter war auch Frieda (geb. Ranis), die 1933 mit ihrem Mann Karl Heß Deutschland verlassen konnte. Karl Heß war von 1928 bis 1933 Vorsitzender (entspricht dem heutigen Präsidenten) des SV Darmstadt 98.

Einige Mitglieder der Familie Ranis konnten fliehen, darunter war auch Frieda (geb. Ranis), die 1933 mit ihrem Mann Karl Heß Deutschland verlassen konnte. Karl Heß war von 1928 bis 1933 Vorsitzender (entspricht dem heutigen Präsidenten) des SV Darmstadt 98.


Als ich in meine alten Artikel guckte, stellte ich fest, dass der Name Karl Heß mir auch schonmal begegnet war, das war 2009 bei einem Zeitzeugengespräch.

Dass Karl Heß, der letzte SV Darmstadt 98-Präsident vor 1933, gehen musste weil er jüdischen Glaubens war, habe er so nicht mitbekommen, [sagte ehemaliger SV 98-Spieler, der 1933 13 Jahre alt war]. „Schwer vorstellbar“, fand das ein Zuhörer, aber Kretzschmar beharrte darauf, als junger Sportler habe er das nicht mitbekommen. Von der Judenverfolgung und den KZ, habe er erst in englischer Kriegsgefangenschaft erfahren.

Bei den Lilien war er nicht vergessen, wie eine Erinnerung an den 110. Geburtstag 2010 zeigt. Oder ein Artikel aus der SV 98-Mitgliederzeitung von 2009, von dem auch die Überschrift oben im Blogeintrag stammt. Da wurde auch genauer auf Heß‘ Überlegungen zu „Spesenamateuren“ eingegangen:

Dokumentiert im Uffbasse-Blog vom 28. Oktober 2009: Darmstädter , 98er, Jude – Als Vorsitzender des SV98 beschäftigte sich Dr. Heß vor allem mit einer Frage, die den Verein jahrzehntelang begleiten sollte: Bezahlter Sport ja oder nein. (…) Seine damalige Forderung: Eine klare Trennung im sportlichen Wettbewerb zwischen den Vereinen mit “Spesenamateuren” zu denen mit “reinen” Amateuren. Nur so sei der sportlichen Wettbewerbsverzerrung Einhalt geboten. Eine Problematik, die uns heute nur zu bekannt vorkommt, wenn es um die Frage geht, ob man nicht, um Wettbewerbsverzerrung zu verhindern, die Zweitvertretungen der Profiklubs aus der 3. und 4. Liga entfernen sollte.

Freibadesaison beginnt mit Anschwimmen im Großen Woog

Mit Bildbearbeitung sieht es am Woog nicht ganz so grau aus, wie es teilweise am Sonntag war.

Mit Bildbearbeitung sieht es am Woog nicht ganz so grau aus, wie es teilweise am Sonntag war.


Das Wasser war so warm wie die Luft. Trotzdem blieben die meisten Anschwimmer lieben in Jacken auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen als dass sie ins Wasser gingen – bei 16 °C aber auch irgendwie verständlich. ;-)

Echo online: Anschwimmen im Großen Woog nur für Unerschrockene

Mit Bürgermeister und Sportdezernent Rafael Reißer kam auch die Sonne. Der Bürgermeister erklärte kurz die geplante Entschlammung nach der Freibadsaison im Herbst 2016.

Mit Bürgermeister und Sportdezernent Rafael Reißer kam auch die Sonne. Der Bürgermeister erklärte (zusammen mit Reinhard Cuny von den Woogsfreunden) kurz die geplante Entschlammung nach der Freibadsaison im Herbst 2016.

Darmstadt en Woog- Eine Hommage an Darmstadts grüne Mitte
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Ex-Schüler Ahmet Cavuldak besucht als Dr. phil. die HEMS

Ahmet Cavuldak wurde 1976 in der Osttürkei geboren. 2014 promovierte er an der Humboldt-Universität in Berlin mit der Arbeit „Gemeinwohl und Seelenheil – Die Legitimität der Trennung von Religion und Politik in der Demokratie“.

Ahmet Cavuldak wurde 1976 in der Osttürkei geboren. 2014 promovierte er an der Humboldt-Universität in Berlin, zur Zeit arbeitet er dort an seiner Habilitation.

Echo online: Philosoph Cavuldak kehrt nach 18 Jahren zurück – Der Berliner Politologe und Philosoph Dr. Ahmet Cavuldak hatte in Darmstadt 1998 Abitur gemacht und besuchte diese Woche seine alte Schule.

Cavuldaks promovierte 2014 bei Herfried Münkler und Peter Graf von Kielmansegg mit der rund 600 Seiten starken Dissertation „Gemeinwohl und Seelenheil – Die Legitimität der Trennung von Religion und Politik in der Demokratie“. Sie ist als Buch im Transcript-Verlag erschienen.

Gemeinwohl und Seelenheil: Die Legitimität der Trennung von Religion und Politik in der Demokratie
Ahmet Cavuldak: Gemeinwohl und Seelenheil –
Die Legitimität der Trennung von Religion
und Politik in der Demokratie

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