Mysterium Frankfurter Flughafen – Mysterium Bürger

Ein Symbolfoto. Das Flugzeug hatte ich über Langen gesehen. Im Text geht es aber um Wixhausen.

Ein politisches Mysterium ist ja der Frankfurter Flughafen. Die Politik neigt bei ihm zu vorauseilemden Gehorsam. Beim Nachtflugverbot klagte die hessische Landesregierung gegen ihr eigenes Versprechen (Hessische Landesregierung kämpft gegen Nachtflugverbot) anstelle das dem Flughafen zu überlassen und in Darmstadt verzichtet man nun auf eine Streuungsstudie, weil das „Forum Flughafen und Region“ einer Streuung wenig Chancen gibt. Unter anderem mit dem Begründung, dass eine Streuung eine kapazitätsverringernde Maßnahme sei. Was in der Konsequenz bedeutet, dass mehr Flugzeuge fliegen werden und zwar da wo jetzt schon viele fliegen.

In Wixhausen gab es am Mittwoch auf der Ortsbeiratssitzung für diese Politik der Stadtregierung harsche Kritik.

Echo online: Zu leise gegen den Krach – Wixhäuser verlangen vom Magistrat mehr Engagement

Das andere Mysterium sind für mich aber die Bürger und Wähler beim Thema Fluglärm. Denn Weiterlesen

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March for Science am 22. April in Frankfurt – Anmerkungen

Am 22. April 2017 werden weltweit Menschen auf die Straße gehen, um dafür zu demonstrieren, dass wissenschaftlich gewonnene Daten zu gesellschaftlichen Diskursesen beitragen sollen.

In Frankfurt wird der March um 14 Uhr an der Bockenheimer Warte beginnen. Mit Reden und Demo soll er bis 17 Uhr dauern.

Jetzt habe ich ja mal Biologie studiert (und abgeschlossen. Und geforscht (und auch da abgeschlossen). Sachverhalte ordentlich zu prüfen und Schlussfolgerungen zu hinterfragen ist meiner Meinung nach daher immer besser, als nur auf sein Bauchgefühl zu hören. Zumal man dann auch dazulernen kann.

Auch als kleiner Lokaljournalist kann man schauen, ob es für so manche Sachen wissenschaftliche Belege gibt. Ich war mal bei einer Veranstaltung bei der Bildungsstipendien für Familien mit Kindern überreicht wurden. Als ich fragte, ob solche Stipendien was bewirken (außer mild- und wohltätig rüberzukommen), waren die Antworten ausgesprochen dünn. Dabei gibt es sogar sehr lange laufende Studien mit Kontrollgruppen (was ich dann extra für den Artikel recherchierte):

Echo online: Hilfe für 16 Familien – Eine US-Langzeitstudie mit Kontrollgruppen legt nahe, dass frühkindliche Bildung etwas bringt. Seit 1962 läuft das „Scope Perry Preschool Project“ in der Stadt Ypsilanti in Michigan. 58 von 123 Kinder aus armen Stadtteilen und meist afroamerikanischer Abstammung wurden in der Vorschule gefördert. 65 Kinder blieben als Kontrollgruppe ungefördert. Als die Kinder 27 Jahre alt waren, wurden die Gruppen verglichen (…)

So sinnvoll also Forschung ist, und es sinnvoll ist, dafür auf die Straße zu gehen, so ärgerlich ist das Drumherum, in dem sie stattfindet. Vor über 20 Jahren erschien das Büchlein „Forschen auf Deutsch“, das man als Doktorand besser nicht las, um nicht die Motivation zu verlieren.

Jetzt ist das Buch zwar von 1993, aber wenn man nur nach ‚Doktoranden Spiegel online‘ googlet finden sich immer noch genügend Beispiele, wo es im Wissenschaftsbetrieb hängt:

Arbeiten für die Promotion – für knapp drei Euro pro StundeDer Professor ist der Meister, der Doktorand häufig abhängig von dessen Allüren und LaunenMehr als ein Drittel aller Doktoranden bricht irgendwann die Dissertation ab

Und gerade wenn ich mir die jahrzehntelange deutsche Praxis der Stellenbefristung anschaue, müsste es – bei dem Erfolgsdruck – doch seit Jahren Nobelpreise nur so hageln. Nun ja.

 

Forschen auf DeutschForschen auf Deutsch:
Der Machiavelli für Forscher –
und solche, die es
noch werden wollen

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Jan Rathje, Designer und Medienpädagoge aus Darmstadt

Der Darmstädter Designer und Medienpädagoge Jan Rathje hat die jetzt erschienene interaktive Bilderbuch-App „Ritter Blechdose“ (die gibt es für iPhone und Android) mitgestaltet.

Ich habe mich fürs Darmstädter Echo mit Jan getroffen und über seine Arbeit gesprochen, die schon in seinem Studium begann und wie die Pädagogik dazukam. Und dann hatte er damals an der Hochschule auch einen heute sehr bekannten Kollegen getroffen …

Echo online: Interaktive Abenteuer mit Ritter Blechdose

 

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„Buffy, the Vampire Slayer“ wird 20 Jahre alt

Oh, die taz erinnert mich daran, dass eine meiner Lieblingserien, „Buffy, the Vampire Slayer“, 20 Jahre alt wird. Weia, das heißt ja auch, dass ich … ok. Ich sollte mir neue Lieblingsserien zulegen, dann ist der Altersabstand wieder kürzer. ;-)

Die Serie hieß bei uns „Buffy, im Bann der Dämonen“, was es eigentlich besser trifft, denn im Laufe der sieben Staffeln, ging es nicht nur gegen Vampire. Die Serie lief damals ein Jahr nach dem Debut in den USa ab 1998 auf Pro 7 – am Nachmittag, ich meine, es war samstags. Bis der Sender merkte, dass das in den USA gar keine Kindersendung ist und die Show dann – ich glaube ab 2001 – dann Mittwochabend lief.

Das gute an „Buffy“ war zum einen der Humor, der durchblicken ließ, dass die Serie sich selbst nicht so ernst nimmt. Das andere war der über eine Staffel locker gespannte Handlungsbogen. Anders als heute bei so einigen Serien, musste man nicht jede Folge gucken, um den Überblick zu behalten, da die Rahmenhandlung nur langsam voranging, während das „Monster of the Week“ zur Strecke gebracht wurde.

Dann gab es auch immer wieder gute Ideen, wie die Musicalfolge „Once more, with feeling“. Oder die Folge „Hush“ in der so gut wie gar nicht gesprochen wird. Gut gefallen haben mir auch die finalen Folgen ab Staffel drei (der Bürgermeister mutiert zu einem Dämon), vier (da sollte man die letzten drei Folgen gucken) und fünf (da wird eine Göttin auch für den Zuschauer gut ausgetrickst).

Auch plante Autor Joss Whedon über die einzelne Staffel hinaus. Eine Szene in der dritten Staffel löst sich erst in der fünften auf. Und in der fünften haben auch die Zuschauer dadurch erstmal was zum nachdenken, denn es gibt eine neue Figur, die aber angeblich schon immer da war … Auch dass es plötzlich mehr als eine Vampirjägerin gibt, wird in der ersten Staffel angelegt.

Da man damals noch nicht mal eben im Internet nachschaute, wie denn die Serie in den USA weiterläuft, waren das Ende der 5. Staffel und die 6. Staffel etwas seltsam für mich. Aber wie ich dann erfuhr, sollte die Serie mit der 5. Staffel enden (weswegen die Gegnerin eben die schwer zu toppende Chaos-Göttin „Glory“ war). Und was sollte man da in der 6. Staffel noch draufsetzen? Also gab es in Staffel sechs einen Satz Alltagsprobleme, bis Willow aufdreht.

Tja, mit der 7. Staffel war dann im TV doch Schluss. DIe Serie ging dann als Comic weiter. Nur müssen mir bei Comics auch die Zeichnungen gefallen und nicht nur die Handlung, weswegen die Hefte nichts für mich waren.

Den Titelsong spielt übrigens eine Band names „Nerf Herder“, was ein ziemlicher Insider-Name ist. „Nerf Herder“ kommt aus Star Wars. Prinzessin Leia nannte Han Solo in „Das Imperium schlägt zurück“ einen „Nerf Herder“, was auf Deutsch mit „Wookie-Treiber“ übersetzt wurde.

 

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Dracula wird Prinzgemahl Queen Victorias …

Der etwas andere Dracula-Roman „Anno Dracula“ von Jack Yeovil (eigentlich Kim Newman) stammt aus dem Jahr 1992. Er ist inzwischen im Sammelband „Die Vampire“, weswegen ich das Buch erst übersehen hatte, da es so viele „Die [irgendeine Fantasyrasse]“-Bücher gibt.

Der Plot: Vampirjäger Abraham Van Helsing versagt: Es gelingt ihm nicht, Graf Dracula in Transsylvanien zu töten. Was verheerende Folgen hat. Der Fürst der Vampire wird zum Prinzgemahl Queen Victorias …

Die Vampire von Kim NewmanKim Newman: Die Vampire,
Sammelband mit „Anno Dracula“,
„Der Rote Baron“ und „Dracula Cha-cha-cha“
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Schreibweisen

Namen und ihre Schreibweisen sind ja so eine Sache. Eine Agenturmitarbeiterin beschwerte sich mal, dass der Agenturname nicht in deren Form in der Zeitung stand. Klar, Firmen und deren Produkte haben so ihre Schreibweisen, die sich nicht unbedingt an den Rechtschreibregeln orientieren. Dabei gibt es auch für dieses „Neuland“ Internet ein paar Regeln. Man schreibt – nach Empfehlung jedenfalls – nicht „eMail“ sondern „E-Mail“. Auch „Fussball“ wird in Deutschland „Fußball“ geschrieben. Allerdings wird doch eher „iPhone“ anstelle „I-Phone“ geschrieben.

Da es das Internet gibt, ist natürlich eine weltweit einzigartige Schreibweise ganz hilfreich, weil dann Vereins-, Firmen- oder Produktname eins zu eins für die Website verwendet werden kann.

Aber wehe, man sucht in Datei-Archiven nach einem Namen, dessen eigenwillige Schreibweise man nicht kennt. eBay ist da nicht unbedingt das gleiche wie E-Bay.

 

Duden
Duden – Die deutsche Rechtschreibung

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Flüchtlinge werden Gebäudereiniger

Im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Weiterstadt werden Flüchtlinge auf den Gebäudereiniger-Beruf vorbereitet.

Allerdings fällt die Branche ab und an auf, sei es dem Zoll oder der Gewerkschaft (auch interessant: Prämie für Gewerkschaftsaustritt). Also fragte ich für meinen Artikel doch mal bei der IG Bau nach, wie sie dieses Projekt sieht (zu dem auch ein Deutschkurs gehört).

Echo online: Fuß fassen beim Praktikum

Und dabei habe ich wieder einen neuen Begriff gelernt: Weiterlesen

Fifa, ein Jahr nach dem 27. Mai 2015

Fußball ist manchmal auch ein schmutziges Geschäft. ;-)

Fußball ist manchmal auch ein schmutziges Geschäft. ;-)

Vor etwa einem Jahr wurden ein Satz Fifa-Funktionäre verhaftet. Und das waren am 27. Mai 2015 nicht irgendwelche Leute, das waren sechs amtierende nationale und internationale Verbandspräsidenten wie Jeffrey Webb, Concacaf-Präsident, Jack Warner, Präsident des karibischen Fußballverbands, Eduardo Li Präsident des costaricanischen Fußballverbandes, Julio Rocha, Präsident des Fußballverbandes von Nicaragua, Rafael Esquivel, Präsident des venezolanischen Fußballverbandes, José Maria Marin, früherer Präsident des brasilianischen Fußballverbandes und Conmebol-Präsident Nicolás Leoz.

Und nun ging es Anfang Juni weiter. SpOn: Fifa überwies 71 Millionen Euro an Blatter und andere Top-Funktionäre und Deutschlandfunk: Die neue Bereicherungsaffäre bei der FIFA dürfte nur die Spitze des Eisberges sein.

Wenn es Fifa-Schlagzeilen gibt lohnt es sich immer im Blog des Sportpolitikjournalisten Jens Weinreich vorbeizusschauen:

Sports and Politics:
2. Juni: Arrivederci, Gianni! Uff wiederluege, Herr Infantino!
3. Juni: The Organized Crime Syndicate called FIFA

 

Macht, Moneten, Marionetten - Ein Wegweiser durch die olympische Parallelgesellschaft
Jens Weinreich:
Macht, Moneten, Marionetten –
Ein Wegweiser durch die
olympische Parallelgesellschaft.
IOC, FIFA, Bach, Putin, Blatter,
Scheichs und Oligarchen.

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Brasilienreihe und Fotoausstellung im Offenen Haus


Im Offenen Haus des evangelischen Dekanats (Rheinstraße 31) können bis zum 23. Juni, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, die Fotos der „Terra“-Ausstellung mit Bildern des Fotografen Sebastião Salgado besichtigt werden. Sebastião Salgado ist einer der besten Fotoreporter, er war auch von 1979 bis 1994 bei der Agentur Magnum.

Echo online: Die Menschenrechte in Brasilien in Bild, Wort und Film im Offenen Haus

Wim Wenders und Salgados Sohn Juliano Ribeiro haben 2014 mit „Das Salz der Erde“ einen Dokumentarfilm über Sebastião Salgado gedreht. Der Film wird im Offenen Haus am 7. Juni um 19 Uhr gezeigt.

Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgados: Das Salz der Erde
Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado: Das Salz der Erde

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Wickiweißwas: Noch ein Fehler bei „Gefragt – Gejagt“

Ein Kandidat beim ARD-Quiz „Gefragt – Gejagt“ fühlt sich nach aktuellen Presseberichten ungerecht behandelt (dwdl.de: Quizshow-Kandidat fühlt sich um 36.000 Euro geprellt, HNA: Zweifel an Wertung von zwei Fragen). Und ich habe noch eine Frage entdeckt, die so eigentlich falsch gestellt war. Aber dazu mehr am Schluss.

Bei der finalen Runde einer Sendung, die im Dezember 2015 aufgezeichnet wurde, hatte der „Jäger“ eine Frage falsch beantwortet und eine Antwort der Kandidaten war als falsch gewertet worden.

Bei der falsch beantworteten Frage ging es um Paul Klee, aber der „Jäger“ antwortete noch während die Frage gestellt wurde auf „Welches Pflänzchen, das vierblättrig Glück verspricht …“ mit „Kleeblatt“. In der Sendung fiel das nicht auf, da die Frage nicht weiter vorgelesen und richtig gegeben wurde. Nach der Ausstrahlung (war im Februar 2016) kann man aber die Fragen und Antworten der Finalrunde im Internet nachgucken. Und da war die vollständige Frage „Welches Pflänzchen, das vierblättrig Glück verspricht, heißt wie der Nachname eines berühmten Künstlers?“

Und bei der falsch gewerteten Antwort der Kandidaten ging es um den Stadtteil, in dem der New Yorker „Cotton Club“ lag. Die im Quiz richtige Antwort wäre Harlem gewesen, die Kandidaten gingen aber von den fünf Boroughs aus (das kann man auch mit Stadtteil übersetzen) und sagten „Manhattan“. Harlem liegt in Manhattan, sie lagen also nicht komplett daneben.

Aber es gab noch eine andere Sache in der Finalrunde. Die Frage „In die Amtszeit welches US-Präsidenten fiel der einzige Krieg auf amerikanischem Boden?“ ist falsch gestellt (1h 27min 36sec im Video). Weil Weiterlesen