Betreuungsplatzdebatte in Weiterstadt

Neulich hatte ich noch die Weiterstädter Stadtparlamentarier gelobt, aber diese Woche war der konfrontative Darmstädter Stil zu Besuch auf einer gemeinsamen Sitzung des Sozial- mit dem Haupt- und Finanzausschuss.

Echo online Zu wenig Betreuungsplätze – In Weiterstadt streitet die SPD-FWW-Kooperation mit der Opposition über die Vorgehensweise

Mitte Dezember 2016 hatte Bürgermeister Ralf Möller (SPD) eigentlich recht transparent mitgeteilt, dass rund 70 Eltern Absagen für angefragte Krippenplätze bekommen werden, auf die Ursachen hingewiesen und weitere Platzausbauten in Aussicht gestellt.

Klar, da muss eine Opposition trotzdem nachhaken und einen Antrag dazu stellen, um das Thema diskutieren zu können – zumal eine sichere Kinderbetreuung ein Faktor dafür ist, dass Menschen hier Kinder bekommen. Die Frage ist halt nur, in welchem Ton? Verpasst man dem Antrag eine Überschrift mit den Worten „Betreuungsmisere“ und „Betreuungsnotstand“ ist meiner Meinung nach der Sache damit wenig geholfen (solange es nicht seit Jahren Absagen gibt).

Denn das ist von der Klasse her eine Frage wie „Stimmt es, dass sie aufgehört haben ihre Frau zu schlagen?“

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Schwierige Vereinskooperationen

Mit Sportvereinen ist es manchmal gar nicht so einfach, wie man denkt. Das wurde am Montag bei den Beratungen über den Weiterstädter Sportentwicklungsplan angesprochen. Auch in Weiterstadt sei es schwer, die Vereine zur Kooperation zu bringen.

Echo online: An Sportflächen fehlt es nicht

Echo online, 3. Februar 2015: DJK/SSG, SV Blau-Gelb und TG 1875 sind nicht zur Kooperation bereit

Solche Artikel, wie der der Kollegin über Kranichsteiner Vereine, können einem aber auch Ärger bringen. Ich habe ja so meine Erfahrungen, als ich vor einigen Jahren mal zwischen die Fronten zweier Sportvereine geraten war. Und ein Abteilungsmitglied konnte sich das Abwandern einer 1. Mannschaft nur mit einer Verschwörung und fiesen Machenschaften meinerseits mit dem damaligen OB erklären. Kurzfassung: Ich war schuld, dass der Verein schlecht darstand, weil ein Artikel nicht (!) erschienen war.

Was ich geschrieben hätte, wusste der aber nicht, dass wusste ja noch nicht mal ich, weil ich den Artikel nie geschrieben hatte. Das lag nämlich daran, dass die Rückmeldung des Vereins auf meine Anfrage hin zwei Wochen zu spät kam, somit ein Kollege im Sportteil schneller war und ich so nichts mehr zu schreiben hatte. ;-)

Da ist es mit der Kommunalpolitik einfacher. Da weiß jeder, dass die Parteien sich nicht unbedingt einig sind. Und sie wollen sogar, dass man darüber schreibt. :-D

Forensische Psychiatrie: Der Mainstream geht in Richtung Sicherheit

„Kuscheljustiz“ wird den Gerichten häufig vorgeworfen. Angeblich fallen wegen „schwerer Kindheit“ viele milde Urteile. Mein Eindruck als Gerichtsreporter ist ein anderer. Und das sagt auch ein langjähriger Gutachter in einem (kostenpflichtigen) Spiegel-Plus-Artikel:

SpOn: „Unglück, Liebe, Rache – alles live“ – „Vielen ging es (Anfang der achtziger Jahre) darum, die Angeklagten vor dem Zugriff der Justiz zu retten. Resozialisierung war der Zentralbegriff. Das ist passé. Seit 20 Jahren geht der Mainstream des Fachs in Richtung Sicherheit vor dem Täter.“

„Soziale Stadt“ im Pallaswiesen- und Mornewegviertel

Der Zuschnitt des „PaMo“-Fördergebiets ist etwas zerzaust. Das liegt unter anderem daran, dass man eine gewisse Einwohnerzahl zusammenbringen musste und in einem Gewerbegebiet einige Industrieflächen rausfallen.


Freitagabend ging die „Soziale Stadt“ im Pallaswiesen- und Mornewegviertel in die Öffentlichkeit. Nachdem in den Darmstädter Sozialatlanten von 2010 und 2013 festgestellt worden war, dass das Gebiet ins „Soziale Stadt“-Programm aufgenommen werden sollte, war es Ende 2014 – etwas überraschend – dann doch soweit. Nach Ausschreibungen für die Projektkoordination (die an Freischlad + Holz ging), war nun sozusagen der öffentliche Startschuss.

Echo online: „Kein reines Wohngebiet“

Ein weiteres Foto von der Freischlad + Holz-Präsentation.

Vor einem Jahr: Psychotischer Schub im Eurocity

Vor einem Jahr hatte das Landgericht Darmstadt einen Mann in eine Klinik für Psychiatrie geschickt, weil er am 1. September 2015 in einem Eurocity einen ihm unbekannten Fahrgast angegriffen hatte. Er hatte einen psychotischen Schub.

Echo online: Eurocity-Angreifer ist nicht schuldfähig

In dem Verfahren hatte der Fahrgast erzählt, dass ihn danach sogar der damalige Bahnchef Rüdiger Grube angerufen habe. Was zunächst etwas ungewöhnlich klang, aber gar nicht so unwahrscheinlich war, wie ich dann später feststellte. Der Immobilienkaufmann hatte in den 80er Jahren ein recht großes Unternehmen und wird einige Leute kennen.

Kanalarbeiten gegen Teerflicken?

Bauarbeiten in der Liebigstraße.


Hura, der Darmbach wird doch offengelegt! ;-) Bei mir in der Straße. Nein, was sich da als Baustelle seit Ende des vergangenen Jahres durch die Liebigstraße Richtung Süden vorarbeitet, ist die Baustelle für die Fernwärmeleitung zwischen Müllheizkraftwerk und Klinikum.

Eigentlich hoffte ich ja, dass bei diesen Arbeiten auch zwei Teerflickenhuppel auf der Straße in Höhe der Johanneskirche verschwinden, weil diese Flickennester doch ziemlich rumpelig sind, wenn man mit dem Rad drüberollen muss. Aber da schwenkt die Baustelle auf die andere Straßenseite. Ich vermute, weil die Arbeiten ja hauptsächlich unterm Bürgersteig stattfinden und bei der Johanneskirche dort zum einen Bäume stehen und zum anderen historisches Mosaikpflaster verlegt ist.

Ein Teerflickennest …


… und noch ein Teerflickennest in der Liebigstraße.