8. Mai: „Religionen für den Frieden“

Die Vertreter Darmstädter Religionsgemeinschaften sprechen die gemeinsame Verpflichtung.

Die Vertreter Darmstädter Religionsgemeinschaften sprechen die gemeinsame Verpflichtung.


Sonntag war im Liebigshaus „Religionen für den Frieden“ zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945. Thema war dieses Jahr „Zu Gast auf Erden“.

Echo online: Ein Weltbürgerpass für alle Teilnehmer

Die Selbstverpflichtung der Religionen in Darmstadt:

Als Angehörige verschiedener Religionen in Darmstadt verpflichten wir uns, das Beste für unsere Stadt zu suchen und ein friedliches Zusammenleben der Menschen zu ermöglichen.
Wir verpflichten uns, eine Gesellschaft auf Grundlage gemeinsamer Werte und Ideale weiter zu entwickeln.
Wir verpflichten uns, einander zu respektieren und eine Kultur der Toleranz und Offenheit zu fördern.
Wir verpflichten uns, für Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor allem Leben einzutreten.
Wir verpflichten uns, miteinander auf der Suche nach Frieden zu bleiben.
Wir verpflichten uns, für Gerechtigkeit und eine soziale Gesellschaft einzutreten.
Wir verpflichten uns, die Schöpfung zu bewahren.
Wir verpflichten uns, solidarisch für das Gemeinwohl zu handeln.


Teilnehmer bei „Religionen für den Frieden“ 2016 waren die Adventgemeinde, die Ahmadiyya-Gemeinde, die alevitische Gemeinde, die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde, die Bahai-Gemeinde, die Ditib-Moschee, die Emir-Sultan-Moschee, das evangelische Dekanat Darmstadt, die griechisch-orthodoxe Gemeinde, die jüdische Gemeinde, das katholische Dekanat Darmstadt, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, die Neuapostolische Kirche, die rumänisch-orthodoxe Gemeinde und die syrisch-orthodoxen Gemeinde.

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2 Gedanken zu “8. Mai: „Religionen für den Frieden“

  1. Es hätte vor dem Hintergrund der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, die am am 7. Mai 1945 gegenüber den westlichen Alliierten unter General Eisenhower in Reims (Frankreich) unterzeichnet wurde und am 8. Mai in Kraft getreten ist, durchaus ausgereicht, wenn sich die Darmstädter Religionsgemeinschaften zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bekannt hätten, was allerdings erst am 23. Mai 1949 in Kraft trat. Eigene und weitere Bekenntnisse sind aus meiner Sicht überflüssig und erscheinen als Instrumentalisierung des historischen Datums für eigene, zunächst unbekannte Zwecke. Vielmehr müßte nunmehr geprüft werden, ob diese Bekenntnisse, die nicht einmal in religiöser Natur erscheinen, im Einklang mit dem Grundgesetz stehen. Insofern halte ich diese Veranstaltung der Religionsgemeinschaften zwar gut gemeint, aber sehr irritierend und keinesfalls ersetzt sie den Geschichtsunterricht in Schulen. Vielleicht wäre es hilfreich, sich zum 23. Mai 2016 kurz noch einmal mit der deutschen Geschichte zu befassen.

    • Da ist m.E. etwas nicht ganz verstanden worden: „Religionen für den Frieden“ war keine Erinnerungsfeier an das Kriegsende, sondern eine Erinnerung der teilnehmenden Religionen, dass die Religionen eine hohe Verantwortung für den Frieden tragen und dies öffentlich bekennen. Wir vom Vorbereitungskreis glauben, dass dies nicht „überflüssig“ und bezüglich des gewählten Datums keineswegs „instrumentalisierend“ ist. Seit 15 Jahren vernehme ich überrascht das erste mal, dass diese Veranstaltung auf jemanden irritierend gewirkt hat. Dass damit der Geschichtsunterricht in der Schule ersetzen soll, hat noch nie jemand behauptet, was ja wirklich eher absurd wäre. Dass am 23. Mai ebenfalls des Friedens gedacht werden kann, steht außer Frage, wer macht es dann?

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