Parkplätze ohne Baugenehmigung in der Pallaswiesenstraße aufgedeckt?

Die Brache in der Pallaswiesenstraße 47 ist nun teilweise ein Parkplatz - und das Stadtplanungsamt wundert sich.

Die Brache in der Pallaswiesenstraße 47 ist nun teilweise ein Parkplatz – und das Stadtplanungsamt wundert sich.


Ha, am 5. April von mir berichtet (Parkplatz statt Wohnungen), nun hat es auch das Stadtplanungsamt gemerkt: Laut Samstagsecho, das die Stadtverwaltung zitiert (jetzt online: Stadt irritiert wegen Parkplatz-Bau), gibt für den Parkplatz auf der Brachfläche Pallaswiesenstraße 47 keinen Bauantrag und keine Baugenehmigung. Die Bauaufsicht werde sich das anschauen.

Die Bauaufsicht war eigentlich schon da, denn wie in meinem Artikel vom 5. April drinsteht, hatte mir die städtische Pressestelle mitgeteilt, dass die Bauaufsicht am 24. März sich das direkt angrenzende und leerstehende Haus Pallswiesenstraße 45 angeschaut habe.

Und da hing schon ein Plakat, das die Parkplätze für Mitte März angekündigt hatte:

Laut Exif habe ich dieses Bild mit Parkplatzankündigung am 14. März 2016 gemacht. Im Hintergrund ist das Studentenwohnheim neben der Pallaswiesenstraße 47,

Laut Exif habe ich dieses Bild mit Parkplatzankündigung am 14. März 2016 gemacht. Im Hintergrund ist das Studentenwohnheim neben der Pallaswiesenstraße 47,


Ich hatte mich ja schon gewundert, als ein Parkplatz hinkam und es dann für den Artikel vom 5. April hieß, es gebe eine Baugenehmigung aus 2007. Dass es die gibt, wusste ich, nur hatte ich das damals so verstanden, dass die ausgelaufen war.

Das leerstehende Grundstück und das zu verfallen scheinende Haus ist ja schon länger Thema, ich hatte mindestens seit 2008 einmal im Jahr was darüber geschrieben.

Echo online, 30.12.2013: Wenig Hoffnung aufs Baugesetz –„Den Eigentümern wurde empfohlen, bald etwas zu ändern.“ – „Aus Sicht des Stadtplanungsamts wäre eine Entwicklung des Grundstücks mit einer Wohnnutzung wünschenswert.“ – „Für die Grundstücke liegen der Bauaufsicht keine aktuellen Anträge vor“: Das waren die Antworten der Stadtverwaltung in den Jahren 2008, 2012 und 2013, als das ECHO nach der Freifläche und dem leeren Haus Pallaswiesenstraße 45 fragte.

Bis zum Parkplatz dachte ich ja, das wäre kein Thema mehr, denn es gibt einen neuen Bebauungsplan.

1. März 2016: Pallaswiesenstraße 45: „Ein planerisches Luftschloss der siebziger Jahre“ wird überplant

Ein Gedanke zu “Parkplätze ohne Baugenehmigung in der Pallaswiesenstraße aufgedeckt?

  1. Das ist die Folge der Politik der sogenannten „Parkraumbewirtschaftung“ durch eine städtische GmbH und den entsprechenden Beirat. Man muß sich nicht wundern, dass die Bürger sich Ausweichstrategien fürs Parken überlegen um die städtische Abzockerei mit Anwohnerparkgebühren zu umgehen. Das gilt nicht nur für das Johannesviertel, sondern auch für das Woogsviertel und das Zentrum südlich des Staatstheaters, wo zur Zeit Parkautomaten aufgestellt werden. Es ist und bleibt eine Sauerei am Darmstädter Bürger, dem es versagt ist, zu seinem Wohnsitz (Miete oder Eigentum) mit dem Auto vorzufahren. Das geht zu Lasten der Familien mit Kindern und der (geh-behinderten) älteren Generation. Die Renten- und Einkommensentwicklung läßt es nicht zu, die Abgaben der Bürger an die Stadt zu erhöhen. Vielmehr sollten sie gesenkt werden, wie zum Beispiel wieder auch die Grundsteuer B und die Hundesteuer. Da ist es nur verständlich, wenn private, nicht bebaute Flächen als garantierte Parklätze von geschäftstüchtigen Grundstücksbesitzern angeboten werden, auch ohne Baugenehmigung.

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