Das „Prinzip der abgestuften Chancengleichheit“ beim MDR

Der MDR hat für eine „Elefantenrunde“ vor der Landtagswahl in Sachesen-Anhalt am 13. März die AfD ausgeladen.

tagesspiegel.de: AfD bleibt auch beim MDR draußenBei seiner Entscheidung, die AfD nicht zur TV-Elefantenrunde einzuladen, bezieht sich der MDR ebenfalls auf ein „Gesamtkonzept“. Es ist bereits vor einem halben Jahr erarbeitet worden (…) „Es geht da nicht um Wünsche von Parteien“, sagte MDR-Sprecher Ahrens dem Tagesspiegel. In der Berichterstattung zur Landtagswahlen im Fernsehen und Radio würden alle sich zur Wahl stellenden Parteien „nach dem Prinzip der abgestuften Chancengleichheit berücksichtigt“.

Der SWR hatte erst für zwei sogenannte „Elefantenrunden“ die AfD ausgeladen, die Besetzung der Runde für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz richtet sich nun nach den Parteien im Landtag. Und … Moment, was ist eigentlich „abgestuft Chancengleichheit“? Abgestufte Gleichheit … ok.

Die ARD-Sender und das ZDF, ach, eigentlich alle Medien, sollten sich mal intern hinsetzen und generelle – nicht nur für den Einzelfall gültige – transparente Kriterien ausarbeiten, wen sie für Diskussionveranstaltungen vor Wahlen einladen und warum (nicht). Und dann überlegen, wie man die Veranstaltungen organisiert. Wenn nämlich zehn Parteienvertretr auf dem Podium sitzen, ist meiner Meinung nach auch wenig sinnvoll. Meiner Erfahrung nach sind fünf bis sechs Kandidaten ok. Da muss man dann eben über zwei Runden nachdenken.

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