Eigentlich habe ich mich ja auf Star Wars VII gefreut

Ja, eigentlich habe ich mich ja auf Star Wars VII gefreut. Vor allem, als es hieß, dass Disney George Lucas‘ Vorschläge abgelehnt habe. So war zumindest sicher, dass nicht wieder so ein spannungsloser und spannungszerstörender Murks wie die Episoden I bis III rauskommen.

Die Handlung von Teil VII hatten die Macher nicht erzählt und geheim gehalten. Ok, Spannung erzeugen, das schien mir erstmal normal. Jetzt weiß ich leider aber auch warum. (Ab jetzt verrate ich was zur Handlung)

Weil Teil VII etwas ist, was ich nach den ersten Bildern in den Trailern schon vermutete: Ein Remake. Ein ziemlich deutliches. Und in einem Punkt wirklich sogar so richtig einfallslos.

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Ein Fundstück, das die Übereinstimmungen zwischen Episode IV und VII ziemlich pointiert zeigt.

Nur warum sagen einem das die ersten Rezensionen nicht? Denn, egal wie ich es wende. Entweder spielen sie Disneys Täuschung mit. Oder sie kennen die Filmvorlage für das Remake nicht, was in dem Fall ein grober Schnitzer wäre. Oder sie haben es nicht gemerkt, was nicht für die Expertise der Rezensenten spricht. Oder es war ihnen egal, was ich als Leser aber nicht gut finde.

Also ein Remake, „never touch a running system“. Nur war das meiner Meinung nach nicht notwendig, die „Erben des Imperiums“-Romantrilogie von Timothy Zahn hätte ohne weiteres die Grundlage für eine sehr gute echte Fortsetzung sein können. Jedenfalls die Aktionen des imperialen Großadmirals hätte man als Vorlage nehmen können. (Gibt es auch als Hörspiel mit den deutschen Stimmen von Leia, Han und Luke.)


Nachtrag:
Ich habe „Das Erwachen der Macht“ jetzt gesehen. Ja, es ist ein Remake.

Wie erwartet waren die die Effekte grandios (das waren sie aber auch bei I-III). Die Handlung fand ich stimmig, auch wenn es schon erstaunliche Zufälle gibt, wo welche Raumschiffe gerade rumstehen oder rumfliegen. Aber ok, es sind ja auch 30 Jahre dazwischen. Dei Dialoge und Szenen waren auch tatsächlich witzig, wenn es witzig sein sollte. Es gibt auch keine nervigen Charaktere wie Jar-Jar-Binks.

Han Solo wirkt so, als wäre er nie weg gewesen. Was vielleicht auch daran liegt, dass Harrison Ford ja mit uns gealtert ist und man ihn regelmäßig seit 1983 gesehen hat. Carrie Fisher und Mark Hamill waren mir in anderen Filmen seitdem nicht so groß aufgefallen (Carrie Fisher hatte eine Rolle in „Harry und Sally“ und Hamill war mir mal bei „Wing Commancer“).

Nur warum der eine Böse jetzt eine Maske trägt,obwohl er keine braucht, leuchtete mir nicht so recht ein. Seine Identität ist ja bekannt. Bzw. wirkt dadurch auf mich so, als ob um jeden Preis eine Verbindung zu den FIlmen IV, V und VI hergestellt werden soll. Vader wäre ja auch ohne Maske rumgelaufen, wenn sie nicht für sein Überleben notwendig gewesen wäre (zumindest ist das die Erklärung – natürlich ist es geschickt einen der Bösen mit Maske rumlaufen zu lassen). Häßlich zu sein hatte ja den Imperator nicht gestört. Und auch nicht den „Supreme Leader“ in diesem Film.

Wobei ich mich bei dem – vielleicht auch weil ich weiß, dass da Andy Serkis animiert wurde – mich eher an ein Wesen aus dem „Herrn der Ringe“ erinnert fühlte, als an „Star Wars“. Und wenn schon Querschüsse im Kopf stattfinden: beim Kampf im Schnee dachte ich an „Game of Thrones“.

Aber leider ein Remake. Besser versteckt als ich befürchtet hatte, weil nicht einfach die Rollen 1:1 neu besetzt wurden, sondern das aufgeteilt und verschränkt wurde, sowie die Handlung ein paar Haken schlägt. Hätten die Macher einfach mal diese ultimative Waffe, den Countdown und die typische Schwachstelle weggelassen, bzw. was anderes gemacht und ich würde da nicht rummeckern.

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