Ehrlich oder sollte das witzig sein?

Der Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen fällt durch ein Zitat auf:

Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und ich kann sagen, in manchen Bereichen unseres Hauses kann man all das machen, was man schon immer machen wollte, aber man ist straflos. Zum Beispiel Telekommunikationsüberwachung.

Da könnte man auch eine bedenkliche Innere Führung beim Verfassungsschutz sehen, wenn der Präsident sowas sagt. Da scheint es mir nicht mehr undenkbar, dass auch mal eben das private Umfeld ausspioniert wird.

Natürlich kann das auch als Witz gemeint gewesen sein, nur, wenn der normale Reisende oder Bürger seit dem 11. September 2001 besser keine faulen Witze mehr mit Bomben im Gepäck oder in der Einkaufstasche machen sollte, dann erwarte ich vom Chef eines Geheimdienstes, der wegen solcher Sätze Anfangsverdachte konstruieren könnte, etwas mehr Ernst.

Weil der Verfassungschutz (ich werfe jetzt mal die Bundes- und Landesämter in einen Topf) sich meiner Meinung nach schon genug schlechte Scherze erlaubt hat:

Generalbundesanwalt ermittelt zum NSU und der Verfassungsschutz schreddert relevante Akten, Schreddern ohne Folgen, Die sieben Mysterien des NSU-Prozesses, Wie nah war der Verfassungsschutz den NSU-Mördern?, Verfassungsschutz führte V-Mann im NSU-Umfeld

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