Gedenktafel für August Metz auf dem Johannesplatz

August Metz, der zunächst als Anwalt in Darmstadt arbeitete, war einer der bedeutendsten hessischen Politiker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1871 war er Reichstagsabgeordneter für die Nationalliberale Partei. Metz war ein Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches.

August Metz, der zunächst als Anwalt in Darmstadt arbeitete, war einer der bedeutendsten hessischen Politiker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1871 war er Reichstagsabgeordneter für die Nationalliberale Partei. Metz war ein Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches.


(PM Stadt Darmstadt) Der Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch, hat am heutigen Donnerstag (9.) im Rahmen der Neugestaltung des Johanneskirchplatzes bei einer Gedenkveranstaltung eine Bronzetafel für den Darmstädter Rechtsanwalt und Politiker August Metz enthüllt.

Bis in die Zeit des Nationalsozialismus stand auf dem Johannesplatz ein Denkmal mit der Büste des Politikers August Metz. Das Denkmal, das man fünf Jahre nach seinem Tod im Jahr 1874 auf dem Platz errichtete, war dem „Kämpfer für Deutschlands Einheit, Recht und Freiheit“ gewidmet. Dieses Denkmal wurde wegen Metz‘ jüdischer Abstammung 1940 von den Nationalsozialisten abgebrochen und eingeschmolzen. Das Rohmaterial diente der Herstellung eines neuen Denkmals mit dem Titel „Der deutsche Gruß“ des Bildhauers Ludwig Habich.

Oberbürgermeister Jochen Partsch würdigte den Darmstädter Politiker im Rahmen seiner Ansprache als herausragenden Vorkämpfer für den deutschen Parlamentarismus: „Mit der neuen Gedenktafel wollen wir den überzeugten Demokraten August Metz, 75 Jahre nach der verbrecherischen Beseitigung seines Denkmals auf dem Johanneskirchplatz durch die Nationalsozialisten, wieder zurück ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken und ihm neben der nach ihm benannten Straße in Eberstadt seinen angestammten Platz im öffentlichen Raum unserer Stadt zurück geben. August Metz war zeit seines Lebens ein überzeugter Verfechter der Demokratie und ein unablässiger Fürsprecher der deutschen Einheit. An diese Überzeugungen soll die neue Gedenktafel am Johannesplatz erinnern und gleichzeitig dafür sorgen, dass die verbrecherischen Taten der Nationalsozialisten in unserer Stadt nicht in Vergessenheit geraten“, erklärte Oberbürgermeister Partsch im Rahmen der feierlichen Enthüllung.

Die neue 470 mal 270 mal 6 Millimeter große Bronzetafel wurde im Dezember 2014 von der Kunstgießerei Strassacker aus Süssen für 601 Euro angefertigt. Sie erinnert ob sofort mit folgendem Text an August Metz: „August Metz (1818-1874) Darmstädter Rechtsanwalt und Politiker, Gründer der Fortschrittspartei, Nationalliberaler Reichstagsabgeordneter; Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches. Das 1879 auf diesem Platz zu Ehren des ‚Kämpfers für Deutschland Einheit, Recht und Freiheit’ errichtete Denkmal wurde von den Nationalsozialisten im Juli 1940 abgerissen und eingeschmolzen“. Bisher erinnerte bereits eine im Jahr 1969 nach Metz benannte Straße in Eberstadt an den Darmstädter Rechtsanwalt.

August Joseph Metz wurde am 20. April 1818 in Dreieichenhain geboren und entstammte einer jüdischen Medizinerfamilie (der Vater war zum Katholizismus übergetreten). Er besuchte Schulen in Walldürn und Darmstadt und studierte ab 1836 Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Hessischen Ludwigs-Universität Gießen. 1840 wurde er Mitglied des neu konstituierten Corps Starkenburgia Gießen. Metz, der zunächst als Anwalt in Darmstadt arbeitete, war einer der bedeutendsten hessischen Politiker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1862 trat er als Gründer der Hessischen Fortschrittspartei in Erscheinung, ab dem Jahr 1871 war er Reichstagsabgeordneter für die Nationalliberale Partei. Metz war ein Verfechter der Idee von der Einheit des Deutschen Reiches. Nach Beendigung seiner Studien ließ er sich als Hofgerichtsadvokat in Darmstadt nieder, wo er am 23. Februar 1874 verstarb.

Eingeweiht wurde die August-Metz-Tafel am 9. April, verlegt wurde sie einen Tag vorher von Sandra Kohl vom Kulturamt und einem Bauhofmitarbeiter.

Eingeweiht wurde die August-Metz-Tafel am 9. April, verlegt wurde sie einen Tag vorher von Sandra Kohl vom Kulturamt und einem Bauhofmitarbeiter.

Darmstadt Wissenschaft atmet auf: Der Genius ist wieder da.

Das Podest im Goethe-Denkmal war rund ein Jahr leer, nachdem die Statue im April 2014 - vermutlich von Dieben - vom Sockel geholt, beschädigt aber liegengelassen wurde.

Das Podest im Goethe-Denkmal war rund ein Jahr leer, nachdem die Statue im April 2014 – vermutlich von Dieben – vom Sockel geholt, beschädigt aber liegengelassen wurde.

Echo online: Nackter Jüngling im Herrngarten wieder da

Die Restauratoren Nikolaus Pfeifer und Götz Bormuth installieren die Genius-Statue im Herrngarten.

Die Restauratoren Nikolaus Pfeifer und Götz Bormuth installieren die Genius-Statue im Herrngarten.

Der Genius steht seit 7. April wieder an seinem Platz.

Der Genius steht seit 7. April wieder an seinem Platz.

Auch ohne den „Schenius“ im Herrngarten kommen Martinsviertler auf Ideen. Am 18. Mai 2014 posierten rund ein Dutzend Watzeviertler nacheinander in der Pose der Bronzestatue auf dem leeren Sockel und wurden für eine Ausstellung von Theaterfotograf Holger Conradt abgelichtet.  Auf dem Foto vertritt Aram Lufft den Genius.

Auch ohne den „Schenius“ im Herrngarten kommen Martinsviertler auf Ideen. Am 18. Mai 2014 posierten rund ein Dutzend Watzeviertler nacheinander in der Pose der Bronzestatue auf dem leeren Sockel und wurden für eine Ausstellung von Theaterfotograf Holger Conradt abgelichtet.
Auf dem Foto vertrat Aram Lufft den Genius.

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„Die Anstalt“ – Ein Solo weniger ist manchmal mehr

Eine Frühlingsgeschichte:

„In Frankfurt haben sich die diebischen Elstern von der EZB ein neues Nest gebaut, wütend protestieren die Rotkehlchen und zünden die Polizeiautos der Blaumeisen an.

Und dass freut so manchen gemeinen Journalisten-Gimbel, denn wenn er sich über brennende Autos aufregen kann, dann muss er nicht darüber nachdenken, um wie viel schlimmer die Gewalt der EZB ist, die sie in den südlichen Ländern gegenüber den Menschen ausübt.“

Erzählt wurde sie am 31. März 2015 im ZDF von Max Uthoff, einem der Köpfe der „Anstalt“ – zur Zeit ja die beste deutschen Kabarettsendung, nach dem was ich so höre.

Wenn das das Beste ist, dann steht es ums deutsche Kabarett schlimmer als ich dachte. Strukturelle Gewalt als Rechtfertigung für tatsächliche Gewalt und dann Ursache und Wirkung verwechseln? Ohne Randale wären die Blockupy-Anliegen auch rübergekommen. Weia. Beste deutsche Kabarettsendung?

Und danach geht diese Frühlingsgeschichte weiter mit billigen Beschimpfungen wie Hedgefonds-Aasgeiern und Vollmeisen-Journalisten. Beste deutsche Kabarettsendung? Ein Solo weniger ist manchmal mehr.

Nachtrag: Die Sendung hatte aber einen beeindruckenden Schluss. Um so mehr frage ich mich, warum nicht die Zeit fürs – eigentlich nur die eigene Eitelkeit bedienende – Solo nicht für mehr von Argyris Sfountouris genutzt hat?

Fazit: Die Sendung ist ein demagogisch sehr gelungener Mix aus Halbheiten zu Beginn, einem Gewalt-relativierenden Solo und einem Schluss, der Kritiker an der Sendung als Nazi-Apologeten dastehen lässt.