Aha, Personaler würdigen die Gesamtperson :-D

Da lache ich ja, bei dieser Aussage eines Personalers zu anonymisierten Bewerbungen.

FAZ: Anonyme Bewerbungen – „Gesamtwürdigung der Person unmöglich“ – „Welches Gefühl hinterlässt eine Absage bei Bewerbern mit anonymisierten Bewerbungen? Das Gefühl, nicht als Gesamtperson gewürdigt worden zu sein.“

Ja, das ist die Faz und nicht der Postillon.

Der Personaler soll doch mal nicht so tun, als ob es heutzutage aussagekräftige Absagen gäbe, mit denen der Bewerber mehr anfangen kann als „Nein, Du nicht“. Das hat unsere Politik spätestens mit dem AGG beendet.

Ich hatte mich noch nie anonym beworben, bei einigen Bewerbungen kannte ich sogar die andere Seite schon vorher und die mich auch.

Und trotzdem weiß ich in keinen der Fälle, warum ich nicht genommen wurde (Ok, weswegen sie auch nichts durchblicken lassen.

Natürlich kann ich versuchen es zu interpretieren, wenn mein Name konsequent falsch geschrieben wird oder selbst ein DAX-Unternehmen (wo man sich in eine Bewerberdatenbank einträgt) keine Absage schickt. Trotz totaler Transparenz meinerseits fühlte ich mich „nicht als Gesamtperson gewürdigt worden zu sein“.

Aber ich glaube auch nicht, dass anonymisierte Bewerbungen was bringen.

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