BR-Interview mit KR CR Alexander von Streit – Überlegung: Ist „werbefrei“ ein Wert an sich?

Da in dem Gespräch des Bayrischen Rundfunks (BR) mit dem Krautreporter (KR) Chefredakteur (CR) Alexander von Streit am Rande auch auf die Werbefreiheit bei KR hingewiesen wurde, frage ich mich gerade, wo denn der Wert der Werbefreiheit liegt? Wenn das Jahresbudet doch durch die Crowd abgesichert ist.

Setzt Werbung auf einer Site in Redakteursgehirnen genauso fragwürdige Anreize wie Honorierung der Zulieferer pro Artikel?

Ich sehe ein, es gibt Werbeformate, die einfach stören, weil sie sich bewegen oder nur durch Klick die Site sichtbar machen etc.

Wenn man nur auf Werbung setzt, klar, dann könnten Werbekunden lustige Forderungen stellen. Und wenn man die zu oft erfüllt, merken das irgendwann die Leser. Aber bei KR könnte man doch dank der Unterstützer mit dreisten Werbewünschen oder Drohungen wie Anzeigenentzug offensiv umgehen. Da erzählt man das einfach. Und nennt Namen.

Bei bundesweiter Reichweite hätte das doch eine gewisse Wirkung. Zumal sich das andere Medien ja selten trauen weil sie es sich nicht mehr leisten können. Und mit Einnahmen aus Werbung könnte man vielleicht eine dieser dreimonatigen Recherchen bezahlen. Und wenn das Geld dafür nicht reicht? Nun, dann kann man es immer noch mitnehmen und irgendwas zusätzliches bezahlen. Und bei dem Volumen ist man auch nicht erpressbar.

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