Straßenfotografie zwischen Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrechten

Wer hat nicht schon unterwegs ein tolles Motiv gesehen und war dann mit der Kamera zu langsam? Aber mit Kamera kann man zwar schnell genug gewesen sein, hat ein tolles Bild aber dann andere Probleme.

Mal eben jemanden auf offener Straße fotografieren, kann teuer werden. Weil es ein Recht am eigenen Bild gibt. Schwierig für das Genre Straßenfotografie. Weil dort nicht leere Straßen, sondern Menschen auf der Straße fotografiert werden. Für Unbeteiligte und im Rückblick eine vielleicht einmalige Dokumentation, für die Fotografierten aktuell vielleicht eher doof.

Der Fotograf Espen Eichhöfer will nun ein Grundsatzurteil erreichen, um zu klären, ob Kunstfreiheit oder Persönlichkeitsrechte mehr wiegen.

Um das Geld für die Prozesskosten bis zur letzten Instanz zusammen zu bekommen, wurde nun das Crowdfundingprojekt „Streetphotography Now“ gestartet.

Bauausschuss: Hintergrund klappt. Altersangabe, naja

Da hat sich doch mal gelohnt, einfach so in die Machbarkeitsstudie zur Lichtwiesenstraßenbahn zu gucken, gestern konnte ich es für einen Zeitungsartikel verwenden.

Echo online: Uwiga warnt vor Trasse am Lichtwiesenweg – Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 und Parkraum-Modell-Test im BauausschussAnschluss an Odenwaldbahn?

Leider kann ich nur Zahlen addieren und nicht subtrahieren. Denn ansonsten wäre der nachgerückte Grünen-Stadtverordnete Oliver Stienen auch im Artikel 53 Jahre alt (und nicht 49). ;-)

Saisonstart bei den juristischen Auseinandersetzungen um Sonntagsöffnungen

Wird das Einkaufszentrum Loop 5 am 22. März öffenen können oder nicht? Das juristische Tauziehen hat begonnen.

Wird das Einkaufszentrum Loop 5 am 22. März öffenen können oder nicht? Das juristische Tauziehen hat begonnen. (Fotos: mein Archiv)


Der Weiterstädter Gewerbeverein und der Bürgermeister erleben die Tage ein deja vu mit der „Allianz für einen freien Sonntag“ in der Gewerkschaften und Kirchen organisiert sind. Der Gewerbeverein hatte für die Weiterstädter Automobilausstellung (15. WAA am 21. und 22. März) einen verkaufsoffenen Sonntag beantragt, die Stadt hat Sonntagsöffnung (22.) für zwei Gewerbegebiete und die Darmstädter Straße erlaubt. In den Gewerbegebieten Weiterstadt West und Riedbahn liegen zahlreiche Geschäfte wie Segmüller oder das Einkaufszentrum „Loop 5“.

Nun legt die Sonntagsallianz Widerspruch ein, bekräftigt von den Mitgliedern Verdi und dem evangelischen Dekanat Darmstadt-Land.

Echo Online: Widerspruch gegen Sonntagsöffnung – Weiterstädter Gewerbe will zur Autoschau öffnen – Nur in der Innenstadt?

Echo Online: Auch Dekanat gegen Sonntagsöffnung – Kirche schließt sich Widerspruch gegen Weiterstädter Genehmigung an

Das hesssische Ladenöffnungsgesetz
Die Allianz hat seit einigen Jahren einen Hebel gegen die von ihr ungeliebten Sonntagsöffnunge gefunden. Weiterlesen

NS-Zeit: „Wer wollte, konnte Bescheid wissen“

Trauerbeflaggung an der Justus-Liebig-Schule zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.  Die Schule war 1942 Durchgangslager für Deportierte. Sie fiel zwei Wochen aus und man sah wie Menschenkolonnen von Polizei bewacht in die Schule getrieben wurden.

Trauerbeflaggung an der Justus-Liebig-Schule zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Die Schule war 1942 Durchgangslager für Deportierte und man sah wie Menschenkolonnen von Polizei bewacht in die Schule getrieben wurden.


Dienstag (27.) waren in Darmstadt historische Rundgänge zum Gedenken an die Befreiuung des KZ Auschwitz.

Echo Online: „Wer wollte, konnte Bescheid wissen“ – Auschwitz-Gedenktag: Drei Rundgänge erinnern an Darmstadt unter dem Nationalsozialismus

OB Jochen Partsch erwähnte nur kurz den Darmstädter SS-Mann, Gestapo-Führer und Juristen Werner Best. Er ist ein deutliches Beispiel für „Man konnte Bescheid wissen“. Werner Best hatte Weiterlesen

Darmstadt im Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur über den Darmstädter Bürgerhaushalt:

Mitmachen lohnt sich – In manchen Städten der Republik funktioniert das Mitmach-Konzept richtig gut, wie der Blick ins hessische Darmstadt zeigt.

Naja, wofür zahlen wir eigentlich Rundfunkbeiträge? Da muss doch beim DLF mehr drin sein als so ein einseitiger Beitrag. Der Beitrag beim „Qualitätsradio“ „mit viel Sendeplatz für den zweiten Gedanken“ scheint mir nicht tagesaktuell sein, also sind meiner Meinung auch etwas mehr zweite Gedanken mit Hintergrund und Kontext möglich – es geht ja auch nur um Darmstadt, es ist kein Bürgerbeteiligungsquerschnitt durch Hessen oder Deutschland. Weiterlesen

Karneval

Der Weiterstädter Rathaussturm ist ein Sturm auf die Stadtbibliothek - das Rathaus liegt nicht so schön zentral.  Mit der Eroberung des Gebäudes beginnt in Weiterstadt die Sitzungsphase der Karnevalsvereine.

Der Weiterstädter Rathaussturm ist ein Sturm auf die Stadtbibliothek. Das Rathaus im Stadtteil Riedbahn liegt nicht so schön zentral. Mit der Eroberung des Gebäudes beginnen in Weiterstadt die Sitzungen.


Jetzt ist wieder Karneval. Einige lieben es, andere … naja. Ich berichte ja immer wieder von den Sitzungen. Dabei scheint auch den Zeitungen die Ambivalenz des Themas bewusst zu sein, denn 2013 hatte das Echo seine Leser befragt. Weiterlesen

Da das Bildblog gerade Ferien macht …

… springe ich mal ein: „Bild“ berichtet über eine Darmstädter Debatte zu Straßenbahnkupplungen. Am 15. Januar war ein elf Jahre alter Schüler auf dem Luisenplatz über eine Kupplung zwischen Triebwagen und Anhänger geklettert und dabei tödlich verunglückt.

Jetzt gibt es Vorschläge, wie man die Kupplungen besser sichern könnte.

Bild: Von Tram überrollt – Ulrich Klett von der Unabhängigen Wählervereinigung (Uwiga) fordert nun – wie bereits nach einem ähnlichen Vorfall 2012 – zwischen den Waggons eine Warntafel anzubringen (…)

Nur hat „Ulrich Klett“ von der Uwiga einen anderen Vornamen, tatsächlich heißt er Helmut Klett.

Auch in Bräunungscreme steckt Gegenrecherche

Das Molekül Dihydroxyaceton ist in Selbstbräunern und reagiert mit Proteinen in der Hornschicht der Haut.

Das Molekül Dihydroxyaceton ist in Selbstbräunern. Es reagiert mit Proteinen in der Hornschicht der Haut, was diese braun färbt.


Manchmal ist so ein Biochemie- und Zellbiologie-Diplom auch gut fürs lokale Reporterleben. Und sei es, weil ich Molekülnamen wie Dihydroxyaceton unfallfrei aussprechen kann. Das Stöffchen lief mir die Woche über den Weg, als ich über einen Bräunungsservice schrieb.

Echo Online: Zwei Wochen Karibik aus der Spraydose – Beim „Tanning“ sorgt eine auf die Haut gesprühte Lotion für nahtlose Bräune

Da wird noch prinzipiell der Selbstbräuner verwendet, den ich aus den 80ern kenne und dessen Wirkung in den 50er Jahren eher zufällig entdeckt wurde. Aber Weiterlesen

K wie „kinderleicht“

Schreiben im Lokalteil bedeutet die drei K: Kaninchenzüchter, Karneval und Kommunalpolitik. Alles klar.

Nur ein Stück wie diese wunderbare Reisereportage über südafrikanische Weingüter will wohlüberlegt sein – nein, nicht weil es Wein und nicht Kein ;-) heißt. Nein, auch nicht, weil es hier keine Weingüter gibt, nein … Ach, erstmal was zum lesen:

FAZ: Weine aus Stellenbosch – Vergesst den Spatzendreck! – Das erste Weingut, das wir besuchen, heißt Delaire-Graff. Gut, dass es dransteht, man hätte es sonst nicht geglaubt. (…) An übermannshohen Gasfackeln flackern ewige Flammen sinnlos in den hellen Vormittag, dahinter der architektonisch ambitionierte Eingang in etwas, was auch bestens als Museum für moderne Kunst funktionieren würde, stünden nicht ab und an ein paar Flaschen in Wandnischen und erinnerten an den Zweck des Baus. (…) sichtlich patinierte Holzplanken, die uns alle paar Meter ins Gedächtnis rufen, dass es nicht um die monströsen Fauvisten geht, (…) sondern schließlich und endlich um vergorene Trauben.

Kaninchenzüchter sind auch Karnevalisten und Kommunalpolitiker. Oder Kleinunternehmer. Oder umgekehrt. Oder alles gleichzeitig. Lokalteil bedeutet nämlich: „Man sieht sie zwei drei vier fünf Mal im Leben dauernd.“

Und da muss man sich ab und an mal eben entscheiden, was auszuhalten.