Die Schaumschläger des Jahres: Die Wort des Jahres-Jury

Das Wort des Jahres 2014 ist: Lichtgrenze! Lichtwas? Ja, ein Wort, das Ende des Jahres aufkam für einen singulären Event zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. Es beschreibt, wie mit Leuchten der Verlauf der Berliner Mauer zum Jahrestag des Mauerfalls nachgebildet wurde. Hübsch, aber „Lichtgrenze“ soll das Wort des Jahres – des Jahres! – sein?

Für mich disqualifizieren sich die Jurys damit selbst und man sollte einfach mal mit der Berichterstattung aussetzen, bis da vernünftige Kriterien und Relevanzbezüge definiert sind. Ich denke nur daran, wie sie sich 2012 die „Rettungsroutine“ quasi ausgedacht haben …

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Ein Gedanke zu “Die Schaumschläger des Jahres: Die Wort des Jahres-Jury

  1. Lichtgrenze war ja ohnehin eine selten dämliche Wortschöpfung – ganz ohne Auszeichnung durch Leute, die glauben, die Deutungshoheit über die deutsche Sprache zu haben und dabei Wortgebilde auszeichnen, die diejenigen, die diese Sprache sprechen, praktisch überhaupt nicht gebrauchen. Ein solcher Begriff sollte doch auch schon rein assoziativ deutlich machen, was gemeint ist, wenn er gelungen sein soll. Wie ich grade festgestellt habe, assoziieren Naturwissenschaftler damit aber eher Physik und esoterisch angehauchte Menschen Nahtoderlebnisse. Besser kann man nicht beweisen, dass die angedachte Intention sprachlich überhaupt nicht gegeben ist. Küppersbusch hat das ziemlich treffend als „weithin ungebräuchliches Nullwort“ bezeichnet.

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