„Die Unabhängigkeit Kiews ist eine vorübergehende Erscheinung“ – Rußlands Politik im „postsowjetischen Raum“, eine Sicht aus dem Jahr 1998

Aus einer Abhandlung des österreichischen Verteidigungsministeriums von 1998 (20-seitiges PDF). Erstaunlich aktuell.

Der Ukraine kommt als „Hauptobjekt der russischen Politik im postsowjetischen Raum“ eine Schlüsselrolle zu. Diese Politik beruht nach dem Eindruck einer demokratischen Moskauer Zeitung 1995 auf zwei Prämissen: „Die Unabhängigkeit Kiews ist eine vorübergehende Erscheinung“ und „die Ukrainer sind Sklaven von Öl und Gas aus Rußland“.
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Rußland und die Ukraine (haben damals noch als Sowjetrepubliken ) einander bereits in einem Vertrag am 19.11.1990 als „souveräne Staaten“ anerkannt und volle territoriale Integrität zugesagt. Das konnte jedoch in Rußland seit Anfang 1992 – ganz im Sinne des „patriotischen Konsenses“ – zahlreiche Kommunisten, Nationalisten und „Demokraten“ nicht davon abhalten, eine „Rückgabe“ der Krim, zumindest aber der strategisch wichtigen Hafenstadt Sewastopol (die den Hauptstützpunkt der Schwarzmeerflotte beherbergt) zu fordern.
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Das russische Parlament (Oberster Sowjet wie Staatsduma) hat mehrere entsprechende Beschlüsse gefaßt, und der populäre Bürgermeister von Moskau, Jurij Luzhkow (ein Verbündeter Jelzins und wahrscheinlicher Kandidat bei den nächsten russischen Präsidentenwahlen) drohte im Dezember 1996 zur „Lösung des Status von Sewastopol“ im russischen Fernsehen sogar mit Gewalt.
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Es besteht kein Zweifel, daß die große Mehrheit der Russen (auf der Krim) für einen Anschluß der Halbinsel an Rußland eintritt, und es gab auch immer wieder entsprechende offizielle Initiativen.

1. Juni: Fahrradaktionstag

Voller Marktplatz beim Fahrradaktionstag 2013. Foto: Stefan Opitz

Voller Marktplatz beim Fahrradaktionstag 2013. Foto: Stefan Opitz

Der vierte Darmstädter Fahrradaktionstag am 1. Juni (Sonntag) auf dem Marktplatz bietet Service und Infos rund ums Rad. Ein besonderer Hingucker und beliebtes Fotomotiv wird erneut die automatische Fahrradwaschanlage sein, die den mitgebrachten Fahrrädern gegen einen Unkostenbeitrag in wenigen Minuten neuen Glanz verleiht. Zeitig da sein lohnt sich – die Anlage ist beliebt und daher oft früh ausgebucht. Das gilt auch für die Fahrradcodierung als Diebstahlschutz (Personalausweis und Kaufbeleg mitbringen).

Vor Ort stellen Händler aus, es können dort auch Reparaturtermine vereinbart werden. Darüber hinaus wird es verschiedene Informationen rund um das Thema Fahrrad geben. Erstmalig beteiligt sich die Stadtverwaltung mit Informationen zu aktuellen und geplanten Fahrrad-Projekten in Darmstadt. Für Kinder ist ein Kinderverkehrsgarten geplant.

Zu einem wahren Renner entwickelt hat sich aus Sicht der Veranstalter der Fahrradflohmarkt, bei dem Privatpersonen Fahrräder verkaufen und kaufen können.

Beim Frühjahrsputz nach ungenutzten Fahrrädern Ausschau halten!
Der Fahrradaktionstag bietet einen Fahrradflohmarkt, bei dem Privatpersonen Fahrräder verkaufen und kaufen können. Da in den vergangenen Jahren die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches überstieg, rufen die Organisatoren dazu auf, beim anstehenden Frühjahrsputz im Keller Ausschau nach nicht mehr benötigten Fahrrädern zu halten. Mit wenig Aufwand können diese dann beim Aktionstag zu Geld gemacht werden und bieten so Mitmenschen eine günstige Chance auf ein eigenes Fahrrad.“

Der Aktionstag wird ehrenamtlich organisiert von der AG Fahrrad, einem Zusammenschluss von Darmstädter Gruppen rund ums Rad (ADFC, BUND, Bündnis 90/Die GRÜNEN, IVDA, Hochschulgruppe Nachhaltigkeit) sowie engagierten Privatpersonen.

Fettexplosion bei der SG Arheilgen

Dichter Rauch in Umkleidekabinen, brennende Papierkörbe, eine Fettexplosion, Rauchmelderalarm und dazwischen Kaffee, Kuchen und Videos. Samstag (12.4.) gab es beim Arheilger Sportverein SGA einen Crashkurs zu Brandschutz und Sicherheit Echo online: Was tun, wenn’s brennt?

Die Freiwillige Feuerwehr Arheilgen zeigte unter anderem eine Fettexplosion. Das passiert, wenn man in der Küche Wasser auf brennendes Öl oder Fett gibt, um es (vergeblich) zu löschen. Nur ist in der Küche nicht soviel Platz für den Feuerball – also nie machen!

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Die „heute-show“ muss zuspitzen, aber was, wenn sie manipuliert?

Das war ein fieses Foul in der „heute-show“ vom 11. April 2014.

Denn genau das was man in der Sendung den Bundespräsidenten auf dem 20. Deutschen Bankentag sagen lässt (weil man seine Aussage dramatisch kürzt), hat er gerade nicht gesagt. Es war auch keine satirische Zuspitzung, es wirkt eher manipulativ, als ob man den Bundespräsidenten fertig machen will.

„Es ist gut, dass die Menschen das Bank- und Geldsystem nicht verstehen, sonst hätten wir eine Revolution noch morgen früh.“

So wird Joachim Gauck mit Einspieler( bei 31 Minuten 55 Sekunden Ersatz) zitiert. Und da hört es in der Show mit dem O-Ton des Bundespräsidenten auf. Schenkelklopfer und Erstaunen beim Fernsehzuschauer, dass der Präsident so dreist spricht. Dass Gauck ein Zitat verwendet, dass Henry Ford zugeschrieben wird, erfährt man nicht.

Und auch nicht, dass Gauck dann gesagt hat

„In einem Punkt muss ich da widersprechen: Es ist ganz und gar nicht gut, wenn Bürger einen wichtigen Wirtschaftssektor nicht hinreichend verstehen oder verstehen können. Es ist nicht gut, wenn es vielen schwerfallen muss, Sachverhalte zu durchdringen, weil ganze Teilbereiche der Gesellschaft auf kaum durchschaubare Art miteinander verflochten sind. Selbst Experten haben nach eigenem Bekunden oft nicht nachvollziehen können, was auf den Finanzmärkten tatsächlich vor sich ging.“