Böllenfalltorstadion und Bodenrichtwerte

Das Böllenfalltorstadion am 28. August 2013. Ein Umbau in eine moderne Sportstätte  soll 27,6 Millionen Euro kosten.

Das Böllenfalltorstadion am 28. August 2013. Ein Umbau in eine moderne Sportstätte soll 27,6 Millionen Euro kosten.


Die Woche tagten zwei Stadtparlamentsausschüsse zum Um-/Neubau Böllenfalltorstadion.

Echo online: Einstimmig für Neu- oder Umbau des Stadions am Böllenfalltor

Eine Gelegenheit bei einer Zahl aus der Machbarkeitsstudie (PDF 1,5 MB) doch mal nachzuhaken.

93.000 Quadratmeter, wo das Böllenfalltorstadion steht, bringen laut Studie 20 bis 25 Millionen Euro, wenn man sie für Wohnbebauung verkauft. Minus rund 10 Millionen Euro Erschließungskosten.

Machbarkeitsstudie: Verwertungserlös Grundstück Böllenfalltor (93.000 m²) für Wohnbebauung: (Basis: Aussage Projektentwickler) 20-25 Mio. € ./. Erschließung, Freimachung, Straßen- und Wegebau Vorbehalt: Sicherung Endinvestition (Ertrag ca. 15 Mio. €)

Diese 20 bis 25 Millionen sind auffällig niedrig, denn sie würden Bodenrichtwerte zwischen 215 und 270 bedeuten. Für das Stadion und das umliegende Gelände gibt es wegen der Sondernutzung als Sportanlagen aktuell keinen Bodenrichtwert. Aber die Werte der umliegenden Wohngebiete liegen zwischen 400 (Robert-Cauer-Straße) und 600 Euro (Paulus- oder Steinbergviertel) pro Quadratmeter.

Echo online: Rechnerei mit Bodenwerten

Laut Stadt sind die 93.000 Quadratmeter wegen Wald, Straßen und Wegen aber nur 40.000 bis 50.000 Quadratmeter. Und da kämen auch bei einem Bodenrichtwert von 600 „nur“ 18 Millionen Euro netto raus (in der Machbarkeitsstudie wurde intern mit 500 gerechnet).

Richtfest am Dalles in Weiterstadt

Freitag ewar Richtfest beim "Seniorenwohnen am Dalles" in Weiterstadt

Freitag war Richtfest beim „Seniorenwohnen am Dalles“ in Weiterstadt

Da ist doch mal vieles drin im Artikel. Die Nachricht, dass das Seniorenwohnen am Dalles in Weiterstadt Ostern fertig sein wird, ein kritischer Rückblick, dass man eigentlich hoffte schon 2012 fertig zu sein, und ein kurzes Gespräch mit einer künftigen Bewohnerin. Sowie eine Info, warum der Wilhelm-Leuschner-Platz auch „Dalles“ heißt.

Echo online: Richtfest am Weiterstädter „Dalles“ – Bis Ostern 2014 soll das neue Seniorenwohnheim fertiggestellt sein – Verzögerungen durch langen Winter

Der Dalles am 2. Januar 2012.

Der Dalles am 2. Januar 2012.


Der Dalles am 24. August 2013.

Der Dalles am 24. August 2013.

Günther Metzger †

Der ehemalige Oberbürgermeister Günther Metzger (80) ist am 18. August 2013 gestorben. Sein deutliches Grußwort, das er regelmäßig beim Neujahrsempfang der Siedlergemeinschaft sprach, wird man vermissen. Ich hatte es 2012 in einem Artikel für die „Bessunger Neuen Nachrichten“ einmal „die Neujahrsansprache des Altoberbürgermeisters“ genannt.

Er komme gerne, weil Wilfried Schwebbach Finger in die Wunden der Stadtpolitik lege, sagte Günther Metzger. Intensiv ging er auf Darmstadts Städtepartnerschaften als Teil zur Völkerverständigung ein. Dass sich Darmstadt weiterhin intensiv um diese bemühe, sei sein zentraler Wunsch in einem Gespräch mit dem amtierenden Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) gewesen. Müssten es so viele Partnerstädte sein, habe Partsch gefragt, berichtete Metzger von dem Gespräch. Das müsse nicht sein, habe er geantwortet, aber die Zusammenarbeit auf den unteren Ebenen sei ganz essentiell für Europa.
Der 1933 geborene Günther Metzger erinnerte mit Blick auf die Euro-Krise, dass es in Folge der EU und ihrer Vorläufer Montanunion und EG 67 Jahre Frieden in Mitteleuropa geben. „Diese Tatsache kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, blickte er auf die Millionen Toten der beiden Weltkriege. In Griechenland habe die arbeitende Bevölkerung nicht über ihre Verhältnisse gelebt, fand er. „Die Solidarität, die wir erfahren haben, sollten wir weitergeben“, erinnerte er an die Marshallplan-Hilfen für Deutschland nach 1945.

Bei der zeitweise in den 90ern erschienenen „Zeitung für Darmstadt“ findet sich in der Ausgabe vom 24. Mai 1991 eine zeitgenössische Betrachtung zu „10 Jahre SPD-Geschichte der „Darmstädter Verhältnisse“ und ihres Machers Günther Metzger“(PDF, S. 8-10). Nein, die Zeitung war keine Freundin der Stadtregierung.

Kita Falltorstraße kommt

Blickt man auf den Bauplatz an der Ecke Falltor- und Bahnhofstraße in Wixhausen, könnte man meinen, dass über die Kitabaupläne in der Falltorstraße 1 Gras gewachsen ist. ;-)

Falltorstraße 1 Vergleich 600x

Aber eine Kindertagesstätte kann man auch in drei bis vier Monaten bauen, wenn die Vorarbeiten (u.a. Baugenehmigung, Leitungen verlegen und Modulplanung) abgeschlossen sind. Die Stadt Darmstadt wird das im September in Wixhausen zeigen.

Echo online, 17.8.2013: Warten auf die Kindertagesstätte – In Wixhausen wird mit dem Bau der Einrichtung erst im September begonnen

Wird mit vorgefertigten Modulen, Containern oder Holzelementen, gebaut, braucht man inklusive Vorarbeiten für Leitungen, Kabel und Rohre und der Betonplatte drei bis vier Monate für so einen Bau, weil viel parallel gearbeitet werden kann. Wie auch ein Beispiel aus dem Landkreis zeigt. In Gräfenhausen wird am 1. September eine U3-Kita eingeweiht werden, deren vorgefertigten Module Anfang Juli geliefert worden waren.
Echo online, 10.7.2013: Kinderkrippe schwebt in Gräfenhausen ein.

(Zum versteckten Aufwand: Ich fahre nach Wixhausen raus, um zu gucken, was sich auf der Fläche tatsächlich getan hat, ich spreche mit Architekten, ob die Holzelementbauweise tatsächlich so schnell geht, und die Stadt hatte angesichts meiner Fragen auch nicht gleich antworten können.)

Wobei das mit der Kita schon klappen sollte, denn da hängt auch ein Plakat einer Darmstädter Regierungspartei …
Falltorstraße 1 Plakat

Wenn man nicht auf Zeitungsfotos will

Wenn man nicht auf Zeitungsfotos will, ist auch ein bisschen Mitdenken und Augenoffenhalten gefragt. Wenn einer mit Block rumläuft könnte der von der Zeitung sein. Und wenn der dann mit einem spricht, der plötzlich da ist und der eine dicke Kamera dabei hat, dann ist das der Moment, um freundlicherweise aus dem Bild zu gehen oder was zu sagen. Und nicht erst, wenn der Fotograf wieder weg ist.

Denn zu doof dafür kann man eigentlich nicht sein, wenn man doch schon so schlau ist und meint seine Rechte zu kennen. Und man ja auch in der Lage war die Fotografen mit den kleineren Spiegelreflexen als Hobbyfotografen zu erkennen und nicht anzusprechen.

Abgesehen davon ist man in der Regel nur juristisches „Beiwerk“, da meistens eine Situation – Leute stehen irgendwo dabei und gucken sich was an – gezeigt wird und keiner explizit abgebildet wird.