Frankenstein – was dran ist und wie es begann


Morgen ist Reformationstag und seit inzwischen einigen Jahrzehnten auch Halloween. Die Burg Frankenstein in Nieder-Beerbach bietet sich bei dem Namen für den Gruselfasching ja geradezu an.

Jörg hat was dazu, wie in den fünfziger Jahren US-Reporter anfingen den Frankensteinmythos zu stricken. Und der Eberstädter Geschichtsverein hat auch einiges dazu was die Burg Frankenstein (nicht) mit Mary Shelleys Romandoktor und seinen Monster zu tun hat.

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Der Neue Politikstil war Freitag auf dem Messplatz

Der Zirkus Charles Knie am Sonntag (28.) auf dem Darmstädter Messplatz. Im "Hintergrund" steht das Hundertwasserhaus. (Das Foto ist horizontal gespiegelt.)

Der Zirkus Charles Knie am Sonntag (28.) auf dem Darmstädter Messplatz. Im „Hintergrund“ steht das Hundertwasserhaus. (Das Foto ist horizontal gespiegelt.)


Am 11. Oktober schränkte das Darmstädter Stadtparlament mit breiter Mehrheit Zirkusauftritte ein. Dem entscheidenenen dritten Absatz aus dem Vorschlag der grün-schwarzen Koalition stimmten CDU, Grüne, Linke. Piraten und Uffbasse zu, dagegen waren FDP, SPD und UWIGA.
Aus dem Antrag:

3. Das Mitführen und der Auftritt von Affen, Elefanten, Bären, Großkatzen, Flusspferden, Giraffen, Robben und robbenartigen Tieren, Tümmlern, Delfinen, Greifvögeln, Flamingos, Pinguinen, Nashörnern, Wölfen, Alligatoren, Krokodilen, Antilopen u. Antilopenartigen Tieren, Amphibien, Riesenschlangen, Lamas, Vikunjas und Straußenvögeln sowie vergleichbaren exotischen Tieren auf dem Pachtgelände ist ausgeschlossen, da diese Tierarten in Zirkusbetrieben nicht entsprechend den gesetzlichen Anforderungen zu halten sind. Der Pächter erkennt diesen Ausschluss für sein Unternehmen und den Aufenthalt in Darmstadt ausdrücklich an.

Und aus der Begründung:

Tiere gehören nicht in den Zirkus. Das Dressieren, Transportieren und Vorführen von Tieren entspricht nicht ihren natürlichen Lebensbedingungen.

Ok. Sowas kann man natürlich beschließen, im Grünen-Wahlprogramm steht zwar nichts von „Zirkusse raus aus Darmstadt“, aber was von artgerechter Tierhaltung. Na gut. Und dass man das Vivarium davon nicht betroffen sieht, meinetwegen. Konsequenz sieht zwar anders aus, aber Politik ist auch die Kunst des Möglichen und Mehrheiten zu organisieren.

Jedoch, unabhängig vom Beschluss bestimmte Wildtierauftritte in Darmstadt nicht mehr zuzulassen, zeigt Grün-Schwarz was zum Neuen Politikstil auch dazugehört. Bislang war dies: Vorschläge ablehnen, obwohl man es selber will (Arheilger Mühlchen und Amerikanisches Theater), Änderungen zur Tagesordnung nicht zuzulassen, weil das Thema unangenehm ist, Solidarität mit der Stadtregierung wenn die nicht weiter kommt, die HSE nicht mehr zu kritisieren, SPD-Ausschussvorsitzende absägen sowie die Opposition bei der Gremienbesetzung ausbooten wollen.

Neu ist, nicht zu kommen, wenn ein von ihren Beschlüssen Betroffener das Gespräch sucht. Denn für vergangenen Freitag (26.) hatte der Zirkus Charles Knie auf den Messplatz eingeladen sich das bei ihm mal anzugucken.

Echo online: Vom Für und Wider des Tiers im Zirkus – „Die Urheber des Antrags, Grüne und CDU, glänzten durch Abwesenheit. Befürworter von Uffbasse und den Piraten und Gegner von SPD, FDP und Uwiga diskutierten mit den Zirkusleuten.“

Von den 51 Koalitionsstadtverordneten war keiner da, auch keiner von den 5 hauptamtlichen Dezernenten und auch keiner von den 7 ehrenamtlichen Magistratsmitgliedern der Koalition.

Und es erzählt mir keiner, von 63 Menschen habe keiner Zeit gehabt.

Keinen Winter mehr mit starkem Frost und viel Schnee

Sagte vor zwölf Jahren Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie:

SpOn: Nie wieder Schnee? – „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.“

Was hatte ich dann zehn Jahre später, im Winter 2010/2011, bloß immer morgens vom Gehweg geschippt?

Die Johanneskirche am 2. Januar 2011.


Eiszapfen am 2.1.2011.


Hagebutte mit Schneehaube am 30.11.2010


„Icy Ivy“ am 31.12.2010


Beeren unterm Eispanzer am 31.12.2010.

Andererseits, die Meldung trägt das Datum 1.4.2000 …

Spielemesse Essen

Donnerstag war ich auf der Spiel 2012 in Essen. Da in NRW schon Ferien waren, war die Publikumsmesse schon am Donnerstag voll, erst gegen Nachmittag wurde es etwas leerer.






Das ist nicht mehr auf der Messe, sondern auf einer Treppe im Essener Hauptbahnhof.


Erstaunlich fand ich vor allem, dass die Leute auch dann mitten im Gang stehenblieben, wenn neben ihnen ein leerer (eine offenem, vom Aussteller nicht bezogene und komplett verwaiste Box) Messetand war.

Jungentag

Gestern war Jungentag in der Kasinohalle. Auch auf dem Programm: Basketball im Rollstuhl. „Wir wollten neue Sachen zeigen, die zum Jungssein dazugehören“, sagte Mitplaner Kai Schuber vom Eberstädter Kinderhaus Paradies.

Jürgen Mißback (mit Ball), Artem Rasnovskyy und Jonas Gill von der Rollstuhl-Basketball-Abteilung des Basketballclub Darmstadt vermittelten ganz praktisch „Rolli-ErFAHRungen“


Echo online: Entspannung auf der Schokoladeninsel – Ferienspiele – 80 Kinder spielen, rätseln und ruhen beim Jungentag in der Kasinohalle

Kelterfest bei den Eberstädter Streuobstwiesen

Schön müssen sie nicht sein, die Äpfel, die zu Most werden, aber etwas gewaschen werden sie schon.


Vor zwei Jahren war ich mal auf einem Grenzgang und sollte anschließend noch zu einem Kelterfest. Da der Grenzgang – mit so gut wie keinen Infos – etwas länger ging, war beim Keltern alles schon gelaufen. Dabei war dort was los gewesen, denn Äpfel werden ja nicht einfach so zu Saft. Über Menschen beim arbeiten schreibt es sich nunmal besser, als über Menschen beim laufen. Dank kompetenter Pressearbeit (danke Sandra) konnte ich aber auch aus dem verlaufenen Markt etwas machen.

Diesen Sonntag war ich nun nur bei einem (anderen) Kelterfest, dem des Eberstädter Streuobstwiesenzentrums. Ok, es war wegen des Regens nicht voll, aber dennoch waren dafür viele Menschen gekommen (ein politischer Vortrag hat weniger Teilnehmer).

Echo online: Das kracht richtig, wenn aus Äpfeln Most wird

Dieser „Obstkuchen“ ist ausgepresste Apfelmaische, die dann aber Trester heißt.

Neuer Politikstil – „Wir werden die Oppositionsparteien ernst nehmen und gute Vorschläge auch annehmen.“

Der neue Politikstil – den man nur selten sieht und der stattdessen als Neuer Politikstil (man beachte die feine Ironie durch die Großschreibung) stattfindet – ist keine Erfindung von mir, an der ich mich abarbeite.

Das Schlagwort war vom OB und der CDU in den Wahlkampf und die Zeit danach eingebracht worden. Dazu gibt es auch ein paar Links:

CDU: Die CDU steht für einen neuen Poli­tikstil in Darmstadt und damit für einen echten Neuanfang.

Echo: Reißer betonte dagegen, einen „ordentlichen, fairen Wahlkampf“ führen zu wollen, er wolle einen „neuen Politikstil in Darmstadt“, der dazu führt, dass der Bürger der Stadt wieder vertraut.

FAZ: Partsch sprach von einer „historischen Veränderung der politischen Verhältnisse“ in Darmstadt, die sich vor allem in einem neuen Politikstil ausdrücken werde.

Echo„: Jochen Partsch: „Der Politikstil der vergangenen Jahre – entweder suchten wir mehr oder weniger verzweifelt nach Mehrheiten, weil man keine stabile Koalition hatte, oder man hatte eine, die sich dann aber abschottete – das muss zu Ende gehen.

(kursive Hervorhebung von mir)

Aus Jochen Partschs Antrittrede: „Wir haben den Mut Fehler einzugestehen.“ (…) „Auch wenn es – wie ich festgestellt habe – bei der CDU kluge Leute gibt, werden wir es nicht alleine schaffen.“

Und jetzt kann man raten, wer wann den Satz gesagt hat, der in der Überschrift steht: Weiterlesen

Ach ja, der Neue Politikstil – Diesmal beim Arheilger Mühlchen

Eigentlich hofte ich ja, das zumindest die Darmstädter CDU aus eigener Erfahrung auf den harten Oppositionbänken (warum sind die eigentlich hart, die Stühle im Saal sind alle gleich) eine Sache nicht macht – weil sie einfach nur albern ist. Nämlich Politik nach dem Motto: „Gute Idee, leider nicht von uns.“

Aber nein, es wurden die Tugenden der früheren Koalition übernommen (die sich zumindest für die SPD nicht bewährt hatten). Oppositionsanträge – jetzt von der SPD zum Mühlchenerhalt – lässt man auflaufen, weil sie zwar gut (und inhaltsgleich sind) aber eben nicht die eigenen.

Echo online: Rot-grüne Wunden noch nicht verheilt – „Wir lehnen den Antrag natürlich ab, weil diese Dinge sowieso gemacht werden“, verkündete Christopher Sperling (Grüne) und verwies auf Versäumnisse früherer SPD-Bäderdezernenten. „Das ist alles in Arbeit, alles im Fluss, wir werden dem Antrag also natürlich nicht zustimmen“, bekräftigte Karl-Heinz Töns (CDU).

Klar, man lasse sich nicht vorführen, heißt es in solchen Fällen. Das stimmt natürlich, wozu sich vorführen lassen – wenn man sich aufführt, wie … naja …

Aber ich rate denen, die jetzt die Köpfe über die Politik schütteln, trotzdem ihren Themen dran zu bleiben. Denn sonst bleiben nur die übrig, die man da eigentlich nicht haben will.

„Ein Kalender, der plötzlich aufhört und dessen Ende ganz offensichtlich eine Ankunft ankündigt“

Der Astronom Florian Freistetter hat einen sogeannten „Adventskalender“ entdeckt und macht sich so seine Gedanken:

Astrodictum simplex : Die Apokalypse kommt im Advent!: – Der Kalender bot wirklich ein beunruhigendes Bild. Neben den 24 Zahlen war dort ein gemütliches Kinderzimmer abgebildet, das aber von seltsamen, geflügelten Wesen heimgesucht wurde! Soll hier vor einer Gefahr für unsere Kinder gewarnt werden? Bei genauerer Betrachtung zeigte sich, dass jede Kalenderzahl auf einer kleinen Tür gedruckt war, hinter der sich ein Hohlraum befand! In diesen Hohlräumen fand ich seltsame Symbole, deren Bedeutung mir nicht vollkommen klar ist.

;-)