Schneegestöber im Juni


Samstag war eine eine Übung bei Merck mit der Werksfeuerwehr, der Berufsfeuerwehr Darmstadt und der Freiwilligen Feuerwehr Arheilgen. Ein Teil war, brennende Chemikalientanks mit Schaum zu löschen.

(Am Rande: Feuerwehrmann/frau ist bei Merck ein Ausbildungsberuf mit drei Jahren Lehrzeit. Die ersten 1,5 Jahre lernt man von einem ganzen Satz Berufe wie Elektroinstallateur oder Anlagentechniker das wesentliche – damit man später im Einsatz die Solaranlagen sicher vom Netz abklemmen kann etc. – und dann kommt die Feuerwehrausbildung.)

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Blitz kappt Schornstein in der Mollerstraße

Man muss schon genauer hingucken, um zu sehen, dass der obere Teil des rechten Schornsteins fehlt.


Langsam bürgert sich bei mir frühes Aufstehen ein. ;-) Um 9 Uhr bei Gericht, um 8 Uhr bei einer Feuerwehrübung und heute morgen noch vor 9 Uhr in der Mollerstraße, weil dort gestern nacht ein Blitz einen Schornstein teilweise gesprengt hatte, was glücklicherweise nur Sachschäden verursacht hatte.

Echo online: Elf beschädigte Fahrzeuge durch Blitzeinschlag in Wohnhaus

Das Dach von der anderen Seite.


Beim gegenüberliegenden Haus trafen die Kaminteile ein Fenster und beschädigten auch Fensterbänke.


Die Einbeulung in die Autotür bei der B-Säule vermittelt etwas die Energie, die ein herabstürzender Stein so hat.

Heute im Gericht: Blogger, was ist das?

Ja, manchmal kennt man sich in Dingen aus und glaubt, das wäre nichts besonderes und es würde sich im Lauf der Jahre herumgesprochen haben. Natürlich ist das nicht so.

Ich saß heute im Darmstädter Landgericht und war dann doch überrascht, dass der Anwalt des Angeklagten Udo Vetter war. (Ich war vorher nicht bei dem Verfahren und nur eingesprungen.) Nur kannte den in Bloggerkreisen sehr bekannten Rechtsanwalt keiner der Reporterkollegen. Und das „law blog“ auch nicht.

Warum es kein öffentlich-rechtliches Sportfernsehen gibt

Wer sich fragt, warum es eigentlich nicht einen Sportkanal von ARD und ZDF gibt – wo es doch der Bundestag auf Phoenix und das Kinderprogramm in den Kika ausgelagert wurde? So ein Sportkanal hätte ja auch Vorteile, vor allem, wenn dadurch das normale Programm verschoben wird oder ausfällt.

Nun, ganz einfach: Sport bringt Einschaltquote und rechtfertigt in der Jahresbilanz die öffentlich-rechtliche Systemrelevanz.

dwdl.de: EM hilft ARD & ZDF auf die Beine – Dass ARD und ZDF insbesondere bei den jüngeren Zuschauern mit Problemen zu kämpfen haben, ist kein Geheimnis. Da kommt die Fußball-EM gerade recht. Bereits nach der ersten Woche konnten die Quoten deutlich aufpoliert werden.

„Ein Erfolgsrezept ist, dass man mit der Bima nicht auf Konfrontationskurs geht.“ – Konversion in Hanau

Das Symboldbild für die Darmstädter Konversionflächen. Die seit Spätsommer 2008 verschlossene Cambrai-Fritsch-Kaserne.


2008 zogen die amerikanischen Soldaten aus Darmstadt wie auch aus Hanau ab. Sie hinterließen in Darmstadt 314 Hektar und in Hanau 340 Hektar an ehemaligen Militärflächen. Anfang 2012 sind in Darmstadt 3,3 Hektar der Konversionsflächen umgewandelt (die St. Barbara-Siedlung), in Hanau hingegen fast 170 Hektar. Über 100 Millionen Euro wurden bereits investiert, 1500 Menschen zogen nach Hanau. Darmstadt hat zwar auch Zugzug, aber von den 500 Wohnungen die pro Jahr benötigt werden, entstehen zur Zeit nur rund die Hälfte. Bestand in der Lincoln- und Jefferson-Village sind rund 850 Wohnungen.

Mit seinem Konversionstempo nehme Hanau „eine Leuchtturmfunktion in Deutschland ein“, sagte schon im Jahr 2010 Axel Kunze, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Die Bima soll seit 2005 – beschlossen von der damaligen rot-grünen Bundesregierung – die Konversionsflächen zu Marktpreisen verkaufen und Geld in den Bundeshaushalt bringen.

Den Hanauer Weg stellte am Montag (11.6.) der Hanauer Stadtrat Ralf-Rainer Piesold vor. Auf Einladung der im Ernst-Ludwig-Saal auf Einladung seiner Darmstädter FDP-Parteifreunde sprach der Dezernent für Liegenschaften, Umwelt und Wirtschaftsförderung im Ernst-Ludwig-Saal.

„Ein Erfolgsrezept ist, dass man mit der Bima nicht auf Konfrontationskurs geht“, sagte Piesold den rund 40 Zuhörern unter denen auch die Koalitionsstadtverordneten Ludwig Achenbach (CDU) und Hans Fürst (Grüne) waren. Weiterhin sollten Politik und Bima nicht nur auf den unteren Sachebenen zusammenarbeiten. Bei so großen Flächen wie in Hanau seien auch regelmäßige Gespräche zwischen Stadtregierung und Bima-Vorstand sinnvoll.

„Stadtentwicklung muss man so betreiben, dass Private investieren“, sagte der Wirtschaftsförderungsdezernent. „Wenn Sie Investoren für Militärflächen finden wollen, ist das Image einer Stadt entscheidend.“ Negativ seien beispielsweise jahrzehntelang brachliegende Flächen in der Stadt, erinnerte an Beispiele wie zehn Jahre leerstehende, ehemalige Tankstellen. Auch inwieweit eine Stadt verlässlich und flexibel sei, spreche sich in der Branche schnell rum. Aber nicht alles in Hanau wurde in Wohn- und Gewerbegebiete konvertiert. Aus einem ehemaligen Panzerfeld wurde ein geschütztes FFH-Gebiet mit Magerrasen auf dem Przewalski-Pferde grasen.„Eine sympathische Anwendung mit einem hohen Imagegewinn.“

„Das Planungsrecht liegt bei der Stadt“, erklärte der studierte Betriebswirt, daher könne man bestimmen, was wo hinkommt. Die Bima müsse zum Verkauf das ausschreiben, was die Stadt vorgebe. Allerdings sollte man so einen „Masterplan“ pragmatisch anpassen um die Balance zwischen Stadtentwicklung und Investorenrenditen zu finden. „Wir versuchen Wachstum zu generieren“; erinnerte er an die 1500 Neubürger und 3700 neuen Arbeitsplätze in Hanau.
Der Hanauer FDP-Vorsitzende plädierte für eine schrittweise Flächenentwicklung. „Die Anfangsvorstellung der Bima war eine Kaserne en bloc zu vermarkten. Aber in der Regel geht das nicht“, blickte Piesold auf die Praxis. Wenn man parzelliere, werde man auch eher den Standortmöglichkeiten gerecht.

In der anschließenden Diskussion meinte der Grünen-Stadtverordnete Hans Fürst, dass Darmstadt und Hanau nicht vergleichbar wären. „Wir reden hier über 60 Hektar für Wohnungen.“ Auch Parzellieren und die Stadt als Mittler zwischen Bima und Investoren, sah Fürst beim Darmstädter Anforderungsprofil nicht als Möglichkeit mit Blick auf geplante und zugesagte alternative Wohnprojekte.

(Der Artikel erschien zuerst im Eberstädter Lokalanzeiger)

Einmaliger Solarpark in Weiterstadt

Die 60 Kollektoren im Regenüberlaubecken nahe der Autobahn A5 (bei der Hochtanner Brücke) lieferten im Jahr 2010 rund 623.750 Kilowattstunden, 2011 waren es 643 450 kWh.


Das Foto zweigt zwei Sachen auf einmal und es scheint gar nicht so spektakulär: Solaranlagen im Regenüberlaufbecken Süd in Weiterstadt. Nur ist das offenbar einzigartig (und doch so simpel), so dass selbst Koreaner deswegen in der Stadt im Westen Darmstadts vorbeischauen, wie mir berichtet wurde. Heute im ECHO-Landkreisteil eine Art Zusammenfassung zur Weiterstädter Photovoltaikstrategie: Weiterstadt streckt sich nach der Sonne – Kommune baut weiter neue Solaranlagen – Ziel ist, den städtischen Eigenbedarf komplett regenerativ zu decken