Der schwierigste Tag in einen Stromnetz mit regenerativen Quellen

Für einen noch kommenden Artikel über Stromnetze sagten mir zwei Experten: „Der schwierigste Tag in einem Stromnetz mit regenerativen Quellen ist der Pfingstsonntag.“

Gutes Wetter + nicht zu warm = viel Solarstrom, der wegen des Feiertags kaum verbraucht wird.

Tatsächlich. Welt.de: Zu Pfingsten wurde von Solaranlagen in Deutschland kurzzeitig so viel Strom produziert wie in fast 20 Atomkraftwerken.

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Grüner Teppich zwischen Kuppel und Kubus – Die südliche Wilheminenstraße soll im Frühjahr 2013 Fahrradstraße werden

Die Wilheminenstraße soll 2013 zwischen Wilheminenplatz und Gothestraße (rund 700 Meter) Fahrradstraße werden. Das Foto zeigt den Blick nach Norden von der Schader-Stiftung aus.


Am Anfang stand eine Wertungstafel mit blauen Punkten am Mittwochabend (23.) in der Mensa Mornewegschule. Moderator Robert Ahrnt gab jedem der rund 50 Teilnehmer fünf blaue Klebepunkte, um vor und nach der Veranstaltung Interessen und Stimmungen zu erfahren. Rund zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, innerhalb Darmstadts vieles oder fast alles mit dem Fahrrad zu erledigen. Daher war es keine Überraschung, dass zwei Drittel die geplante Fahrradstraße vorab schon positiv bewerteten.

Wie sich zeigte, waren überwiegend Vielradler gekommen (ich bin auch einer), die eine eigene Straße natürlich positiv finden. Egal wie kurz die Strecke ist.


Die im Auftrag der Stadt arbeitende freie Stadt- und Verkehrsplanerin Karin Weber stellte die Planung vor. Die Wilheminenstraße zwischen Wilheminenplatz (Kuppelkirche St. Ludwig) und Goethestraße (Kubus der Schader-Stiftung) soll im kommenden Frühjahr zur Fahrradstraße werden. Planungsdezernentin Brigitte Lindscheid rechnet damit, dass die Umgestaltung 40.000 Euro bis 50.000 Euro kosten wird.

„Die Planung ist noch nicht fertig“, sagte Karin Weber. Im Moment laufe die Bürgerbeteiligung und die Fachämterstimmten sich untereinander ab. Die baulichen Veränderungen der Wilheminenstraße seien für das Frühjahr 2013 geplant, sagte Weber, danach sei die Eröffnung geplant.

An ihrem Südende (Kreuzung Goethestraße) soll die Wilheminenstraße zugänglicher für Radfahrer werden. Das kurze Stück, das Goethe-und Klappacher Straße verbindet ist mit 4,70 Metern breit genug für Auto- und Radfahrer, sodass Radler dort von der Klappacher Straße aus in die Goethestraße oder Wilheminenstraße fahren können.
Die Wilheminenstraße wird dann Vorfahrtstraße mit grünen Fahrbahnmarkierungen (Weber: „Wir rollen den Radfahrern den grünen Teppich aus.“) an den Kreuzungen. An der Heinrichstraße (50.000 Fahrzeuge pro Tag) komme man aber nicht vorbei, erklärte Karin Weber. Daher bleibe dort die Ampel.

Am Wilheminenplatz und St. Ludwig soll die Radfahrstraße über die Ostseite geführt werden, da an der Westseite neben der (Georg-Büchner-Anlage) jetzt schon ein Fußgängerbereich sei, erklärte die Planerin, auch wenn zwei Dritter der Radfahrer über die Westseite fahren. Enden wird die Radstraße an der Hügelstraße, die dort aufgepflastert und barrierefrei gestaltet werden soll.

Der Wilheminenbuckel wird in Süd-Nord-Richtung (bergab) weiterhin für Radfahrer gesperrt bleiben. Die Planer wollen den Radverkehr nach dem Wilheminenplatz über die Hügelstraße, Zimmerstraße und Grafenstraße an der Innenstadt vorbeileiten. Wobei die Zimmerstraße dann auch ausgebaut werden muss. Viele Radfahrer wollten nicht in die Innenstadt, erklärte Karin Weber, dass die Fahrradstraße nicht über die Fußgängerzone Wilheminenstraße fortgesetzt werden soll. Zudem seien am Wochenende dort viele Fußgänger unterwegs.

Eine Lösung, die auch Planungsdezernentin Brigitte Lindscheid bevorzugt, da sie die „relativ klare Regelung“ am Wilheminenbuckel beibehalten will. Vorschläge der Teilnehmer zu bestimmten Tageszeiten die Durchfahrt zu erlauben oder die Fußgängerzone mit einem mittigen, farbig abgegrenzten Radfahrstreifen auszustatten, sah die Dezernentin skeptisch.

Am Ende stand eine Wertungstafel mit roten Punkten und ähnlichen Fragen. Allerdings war die Teilnehmerzahl im Lauf des Abends um die Hälfte auf 25 geschrumpft. Den Infoabend selbst fanden drei schlecht. Drei Viertel bewerteten nach der Veranstaltung die vorgestellte Fahrradstraße und die Planung dazu positiv.

Nach über zwei Stunden Veranstaltung war nur noch die Hälte der Bürger übrig. Entweder waren nur noch die Fahrradstraßenkenner übrig geblieben oder doch einige schlauer geworden. ;-)

(Dieser Artikel erschien – ohne Fotos – heute in den Bessunger Neuen Nachrichten.)

Wassermangel im Westwald, feuchte Keller in Weiterstadt – Chance für beide durch Grundwasserbewirtschaftung

Der Darmstädter Westwald im Triesch am 13. Mai 2012. Das Grundwasser steht zu niedrig, so dass die Bäume ihre Kronen nach unten verlegen.


Sonntag war ich bei einer Exkursion im Darmstädter Westwald in den Triesch, vom Namen ein eigentlich eher feuchtes Gebiet. Aber durch die Grundwasserentnahmen ab den sechziger Jahren ist es kritisch für die Bäume und seit vielen Jahren auch sichtbar.

Echo Online: Dem Wald fehlt es an Wasser
Das Baumsterben im Westwald und die positive Situation für Wald, Siedlungen und Landwirtschaft durch Weiterstädter Grundwasserbewirtschaftung war Thema einer Exkursion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald am Sonntag in den „Triesch“

Passend dazu mein Artikel vom Januar 2011 über die Weiterstädter Grundwasserbewirtschaftung:
Echo Online: Drei Millionen Euro für trockene Keller in Weiterstadt

Bitte schauen sie nach rechts

Ich probiere mal was aus. Den Tag über kommen bei mir ja Pressemitteilungen rein und ich stolpere über den ein oder anderen Artikel. Die PMs ins Blog einpflegen, schafft zwar bequem Inhalt, ist aber wenig eigenes. Und ein Satz Links ist auch nicht unbedingt ein toller Blogeintrag.

Daher kommen die nun in die rechte Spalte – wenn Zeit ist, denn die werden da genau so händisch reingefrickelt, wie wenn ich sie ins CMS kopieren würde.

Spargelwettschälen

Politisches Spargelwettschälen am vergangenen Sonntag (29.) mit Heike Hofmann, Rosemarie Lück, Brigitte Zypries, Ralf Möller (alle SPD), Moderatorin Woody Feldmann, Doris Fröhlich (Grüne) und Gottfried Milde (CDU).

Brigitte Zypries: 5,3 Kilogramm. Rosemarie Lück: 5,8 kg, Gottfried Milde: 6,5 kg, Doris Fröhlich: 7 kg, Ralf Möller: 7,6 kg, Heike Hofmann: 8,8 kg. Echo online: „Schnell drehen“ als Erfolgsrezept