Links: Antje Herden, Pallaswiesenstraße 45, Feuerwehr will raus, Kreditbetrüger und Steuerhinterzieher vor Gericht

Gesammelte Werke bei Echo- Online:
„Kind der weiten Welt“ – Antje Herden: Multitalent aus dem Viertel schreibt jetzt Bücher für junge Leser

Antje hat auch ein Blog: Rauschmittel (wo es etwas kuscheliger ist als hier) und ist morgen (Freitag, 13.4.) als Moderatorin live und in Farbe bei der Dichterschlacht in der Centralstation.

Folien am Zaun, aber kein Bauantrag – Weiterhin Stillstand in der Pallaswiesenstraße 45 und auf dem Grundstück nebenan.

Vom Zustand des leerstehenden und teilweise verfallen wirkenden Hauses Pallaswiesenstraße 45 (rechts im Bild) – das weder unter Ensemble- noch unter Denkmalschutz steht – gehe laut Bauaufsicht keine Gefahr aus, erklärte die Pressestelle der Stadt. „Türen und Fenster sind verschlossen, die Freifläche ist durch den aufgestellten Bauzaun nicht zugänglich.“ Deshalb bestehe kein Raum für bauaufsichtliches Einschreiten.

Falschparker behindern Löscheinsätze – Brandschutz: Freiwillige Feuerwehr will in der Alicenstraße künftig abschleppen lassen

Mittäter schwärzt Kreditbetrüger an – Landgericht: Drei Männer gestehen, 243.000 Euro ergaunert zu haben

Steuerschuld erst im Nachhinein beglichen – Gericht: Unternehmer aus Bischofsheim muss 3150 Euro Geldstrafe zahlen

Verriss gibt es leider nur im Feuilleton

Leider kann man manchmal nicht ehrlich sein, wenn was auf einem Termin doof ist. Hölzerne, wie bestellte Texte einer Schülertheatergruppe, dünne Stimmen im Gesang der Schülerband und nichtsagende Worte der Festredner. Sowie nur ein Ersatzmann für die Ministerin, die eigentlich kommen wollte.

Auch toll sind Schüler, die meinen besonders cool tun zu müssen. Das kostet nur Zeit. Und meistens ist die Luft schnell raus, wenn man nachfragt. Und wenn gar nichts inhaltliches kommt. Nur: Wer nichts sagt, kommt auch nicht mit Namen in die Zeitung. Ja, leider kann man manchmal nicht ehrlich sein. Aber es gibt ja das Blog.

Den Zeitungsartikel dazu müsst ihr schon selber suchen. ;-)

Frohe Ostern

Das Häschen saß wie übersehen an einer Säule und musste nur ins rechte Licht gerückt werden.

„Geschäftspotentiale in der deutschen und europäischen Raumfahrtindustrie“ – Space Event des Wirtschaftsrats Sektion Darmstadt beim Europäischen Raumflugkontrollzentrum ESOC

(Wirtschaftsrat der CDU) Über Geschäftspotentiale in der deutschen und europäischen Raumfahrtindustrie sprachen in Darmstadt Vorstände und Geschäftsführer der EADS-Tochter Astrium (18.000 Mitarbeiter, 5 Mrd. Euro Umsatz), des Bremer Satellitenbauers OHB System (2.400 Mitarbeiter, 550 Mio. Euro Umsatz) und der VEGA Space (220 Mitarbeiter, 30 Mio. Euro Umsatz), einem Darmstädter Unternehmen im Bereich der Satellitensteuerung und Missionssimulierung. Die Veranstaltung im Europäischen Raumflugkontrollzentrum ESA/ESOC hat der Wirtschaftsrat Darmstadt gemeinsam mit der europäischen Weltraumorganisation ESA organisiert.

Space Event bei ESOC: Jocelyne Landeau-Constantin (ESA) , John Lewis (Vega Space), Dr. Johannes v. Thadden (Astrium), Dr. Fritz Merkle (OHB System), Marcel Riwalsky (Wirtschaftsrat)

170 Millionen für Südhessen
In Südhessen werden allein über die 800 Mitarbeiter im ESOC und 2000 in der Raumfahrt in Darmstadt insgesamt (inkl. Vertragsunternehmen) rund 170 Millionen Euro jährlich umgesetzt, wies Moderator Marcel Riwalsky vom Wirtschaftsrat auf den regionalen Faktor der Einrichtung hin. Europäische Weltraumforschung ist eine Kooperation zwischen den öffentlichen Einrichtungen wie ESA, DLR und der Industrie. Das jährliche ESA-Budget durch die 19 Mitgliedsstaaten liegt bei rund vier Milliarden Euro, 750 Millionen Euro investiert Deutschland, Frankreich 720 Millionen Euro. Über 90 Prozent des Budgets fließen in die Industrie. Man arbeite auch lokal mit Hochschulen zusammen, blickte ESOC-Leiter Thomas Reiter auf Vorlesungen von Mitarbeitern an der Technischen Universität Darmstadt sowie auf Doktorarbeiten.

Im schlechtesten Fall kommt das Achtfache zurück
„Auf jeden investierten Euro kommt ein Vielfaches zurück“, wiesen Johannes von Thadden von Astrium, Fritz Merkle von OHB System und John Lewis von Vega Space hin. „Im schlechtesten Fall bekommt man für einen Euro das Achtfache zurück, im Idealfall das Dreißigfache“, sagte Lewis und wies auf entsprechende Studien hin. Das Potential der Raumfahrt ist höher als der Wetterbericht. Katastrophenschutz, Telekommunikation, Landvermessung, Finanzwesen und Energieversorgung bauen auf Satellitentechnologie auf, schilderten von Thadden und Merkle. „Bei internationalen Finanztransaktionen braucht man absolut verlässliche Zeitsignale“, erläuterte Merkle. Diese lieferten die GPS-Satelliten und zukünftig auch die europäischen Galileo-Navigationssatelliten. Ebenso stimme man die Stromnetze und ihre Schwingungen mit Hilfe dieser Signale aufeinander ab.

Für Ordnungspolitiker noch viel zu tun
„Wir stehen ganz am Anfang“, blickte Johannes von Thadden auf die Entwicklung einer privaten europäischen Weltraumindustrie hin. Die Raumfahrttechnologie gebe es erst seit 50 Jahren. „Es wird sehr viel mehr private Nutzungen geben“. Telekommunikationsunternehmen gäben heute schon eigene Satelliten in Auftrag. „Aber die Märkte sind noch immer von politisch-nationalstaatlichem Denken dominiert“, sagte von Thadden. „Da gibt es für Ordnungspolitiker noch viel zu tun.“ Wegen eines US-Embargos könne man beispielsweise keine europäischen Satelliten mit chinesischen Raketen starten. Oder dass die Russen anböten mit ihren Raketen immer 20 Prozent preiswerter zu starten als die Ariane-Raketen, bei der 80 Prozent der Start-kosten gedeckt seien. Fritz Merkle wies auf Schwierigkeiten hin, Lizenzen, und sei es nur im Cent-Bereich, für das Galileo-Navigationssystem zu verkaufen, da das amerikanische GPS-Signal kostenlos nutzbar sei.

Wachstumspotential in der europäischen Raumfahrt
Die drei Unternehmer sehen in der europäischen Raumfahrt noch viel Wachstumspotenzial. Deutschland und Frankreich investierten insgesamt 1,5 und zwei Milliarden pro Jahr, die USA 60 Milliarden. Außerhalb Europas habe man bei Raumfahrt Wachstumsraten in Höhe von zehn Prozent. China sei dabei die Europäer zu überholen, blickte von Thadden nach Fernost. „China will beweisen, dass es dazugehört. Die nächsten, die folgen werden, sind die Inder.“ Allerdings seien die Chinesen noch nicht so weit bei Lebenserhaltungssystemen, sagte Esoc-Leiter Thomas Reiter. Der ESA-Direktor wies darauf hin, dass die ESA auch selbst bemannte Raumfahrt betreiben könne, die Ariane 5-Raketen seien dafür ausgelegt. Aber selbst Astronauten ins All zu schicken, sei auch eine politische Entscheidung.