Auch Witze kann man modernisieren

10 years ago we had Steve Jobs, Bob Hope and Johnny Cash – Now we have no Jobs, no Hope and no Cash.

Früher war der noch auf Deutschland bezogen:

We have: Bill Clinton, Stevie Wonder, Bob Hope, Johnny Cash Germany – We have: Helmut Kohl, No Wonder, No Hope, No Cash

Alter Politikstil bei der Besetzung des neuen HEAG Holding-Aufsichtsrats

Die Wahl der neuen städtischen Vertreter in den HEAG-Holding-Aufsichtsrat durch den Magistrat am vergangenen Donnerstag (6.10.2011) verlief nicht so wie es sich die grün-schwarze Koalition vorgestellt hatte. Die HEAG Holding AG kontrolliert die städtischen Beteiligungen (ist also relativ wichtig, da dazu auch die Bauverein AG, die HSE und die Heag mobilo gehören) und gehört zu 94,99 Prozent der Stadt. Bislang war ihr Aufsichtsrat noch so besetzt, dass er die Magistrats-Mehrheitsverhältnisse von vor der Kommunalwahl abbildete.

Ursprünglich sollte Grünen-Parteivorstandssprecherin Hildegard Förster-Heldmann (die neunte) Koalitionsvertreterin in dem 18-köpfigen Gremium werden, stattdessen wurde es der ehrenamtliche FDP-Stadtrat Ralf Arnemann. Mit neun Vertretern und der doppelten Stimme des OBs bei einem Unentschieden, hätte die Koalition eine Mehrheit gehabt.

Um das zu erreichen, verlief die Neubesetzung schon im eher alten und taktischen, als in einem neuen und transparentem Politikstil: Der Darmstädter Magistrat tagt eigentlich immer Mitwochnachmittag. Die auf den 28. September folgende Sitzung war allerdings auf den 6. Oktober (Donnerstag) gelegt worden. Dass die Mitglieder des HEAG Holding-Aufsichtrats neu gewählt werden sollten, wurde teilweise erst am Samstag (1. Oktober) bekannt. Bis dahin war davon ausgegangen worden, dass nichts wichtiges ansteht.

Die Termin- und Tagesordnungsänderung war ein Problem für oppositionelle Stadträte, da diese nur dem ehrenamtlichen Magistrat angehören und jenseits des Mittwochs andere Verpflichtungen und Pläne haben – beispielsweise ihren Beruf. Normalerweise wären nur drei der fünf ehrenamtlichen oppositionellen Stadträte bei der Sitzung gewesen – wenn diese nicht Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hätten, doch bei der Sitzung der Stadtregierung zu sein. So musste ein Urlaub unterbrochen werden.

Aufgrund der nun nicht so sehr von Grün-Schwarz dominierten Mehrheitsverhältnisse bei den Listenwahlen entsendet die Koalition nun acht Vertreter in den HEAG Holding-Aufsichtsrat – anstelle wie geplant neun: OB und Beteiligungsdezernent Jochen Partsch, Baudezernentin Brigitte Lindscheid, Stadträtin Iris Bachmann sowie die Stadtverordneten Hans Fürst und Yücel Akdeniz (alle Grüne); Kämmerer André Schellenberg und die Stadtverordneten Wilhelm Kins und Peter Franz (alle CDU). Weitere Vertreter sind Hanno Benz und Dagmar Metzger (SPD-Stadtverordnete) sowie der FDP-Stadtrat Ralf Arnemann.

Dass Arnemann – zur Überraschung der Koalition – wieder im Aufsichtsrat vertreten ist, verdankt er unter anderem dem Uffbasse-Vertreter im Magistrat. Die Uffbasse-Stadtverordnete Kerstin Lau erklärte dazu auf der Uffbasse-Website, dass Arnemann sei zwar bei der FDP sei, aber Uffbasse wähle nach Kompetenz und ob jemand selbstständig denke und kritische Impulse einbringe. „Eine Enthaltung hätte bedeutet, dass es nicht nur sieben, sondern acht völlig gleichgeschaltete Koalitions-Aufsichtsräte gegeben hätte“. (Der OB zählt extra.) Und die SPD habe sich in den vergangenen Jahren „nicht so mit Ruhm bekleckert, als dass als das man da auf gute Arbeit hoffen kann“.

(Eigentlich eine schöne Geschichte, aber Stadtwirtschaft ist viel zu kompliziert, als dass dieser Blogeintrag mehr Klicks als mein 08/15-Loop 5-Text oder die Heinitown-Abmahnungsgeschichte bringen wird.)

Déja vu mit Frida Gold

Eine blonde Sängerin im Bustier und einem übergroßen Sakko haut auf ein einsam neben ihr stehendes Schlagzeug.

Was bei Alina Süggeler von „Frida Gold“ bei „Wovon sollen wir träumen“ beim SWR3 New Pop Festival 2011 so lässig aussah (ab 4:10), kannte ich alter Sack noch aus den 80ern von Rosa Precht („Cosa Rosa“) bei „Millionenmal“ .

Lebt nicht das Leben eines anderen

„Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lasst euch nicht von Dogmen einengen – dem Resultat des Denkens anderer. Lasst den Lärm der Stimmen anderer nicht eure innere Stimme ersticken. Das Wichtigste: Folgt eurem Herzen und eurer Intuition, sie wissen bereits, was ihr wirklich werden wollt.“
Steve Jobs in einer Rede vor Studenten in Stanford 2005

„Der Leser interessiert sich nur für lokale Nachrichten, wenn er auch in seinem Ort verwurzelt ist.“

Daniel Chmielewski, Mitglied der Geschäftsleitung des Medienhauses Lensing (Ruhr Nachrichten) und Journalist, hat die Abhängigkeit des Leserinteresses von der Ortsbindung in einer Doktorarbeit untersucht. Aus einem „Drehscheibe“-Interview:

Unabhängig davon, wie alt ein Leser oder Nutzer ist, unabhängig davon, wo er herkommt, unabhängig davon, wie er sozialisiert ist: Er interessiert sich nur für lokale Nachrichten, wenn er auch in seinem Ort verwurzelt ist (…) entscheidend sind nicht etwa Ortsgrenzen und Ortsschilder. Sondern das Gefühl, zu einem bestimmten Gebiet zu gehören.

Grenzgänge können mehr sein als Erbsensuppe

Ein stürmischer Juliabend war das Ende für das Vereinsheim des Wixhäuser Brieftaubenzüchtervereins „Sturmvogel“. Am 20. Juli zog in Wixhausen ein Tornado durch und fällte zwei Pappeln, die das das Haus aus den 1970er Jahren in Trümmer legten. Das zerstörte Vereinsheim an der Trinkbornstraße war eine Station des vom Gewerbeverein und der Bezirksverwaltung organisierten Wixhäuser Gemarkungsgangs …

Blau-Weiß gegen Rot-Weiß


Die Farbkombinationen waren so schön. Die OFC-Fans habe ich allerdings horizontal gespiegelt. In der Übersicht sah das so aus.

Ach ja, das Spiel endete 0:0.