Im Wandel der Zeiten

Interessant, dass inzwischen Menschen Busfahrer werden, die sich so gut im Griff haben, dass sie einen Radfahrer abdrängen und es auf eine Körperverletzung ankommen lassen, nur weil sie meinen im Recht zu sein und (tatsächlich) das größere Fahrzeug zu haben. Früher waren ja nur die Typen Fahrer geworden, die regelmäßig vergaßen, dass sie Menschen und nicht Säcke transportieren …

Alle 25 Jahre ist ein AKW auf der Welt dran – Und was machen die Werksfeuerwehren?

Irgendwie hatte ich sowas ja schon vermutet, zumal die Empirie einem ja Recht gibt:

Frankfurter Rundschau – Das Märchen vom Restrisiko: In den 70er Jahren zeigten Studien, wie gefährlich Atomkraftwerke wirklich sind: Rechnerisch droht eine unbeherrschbare Kernschmelze alle 10.000 Jahre – pro Reaktor. Bei heute mehr als 400 Reaktorblöcken weltweit also alle 25 Jahre.

Und in der AKW-Unternehmenskommunikation gibt es jetzt schon GAUs:

SpOn – AKW-Feuerwehren – Abwimmeln, abwiegeln, auflegen: Wie sind die Werksfeuerwehren in den deutschen Meilern ausgestattet? Wie gut sind sie auf den Ernstfall vorbereitet? SPIEGEL ONLINE hat versucht, die Werksfeuerwehren der aktiven deutschen Atomkraftstandorte telefonisch zu erreichen. Doch Antworten auf die Fragen wollte niemand geben.

Dresscode bei der Freisprechung

Was man als Geselle bei der Urkundenüberreichung anziehen sollte, weiß ich nicht, was die frisch gebackenen Junggesellen am Wochenende in der Orangerie tatsächlich trugen, schon:

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom“ – Kreishandwerkerschaft: Mahnende und aufmunternde Worte bei der Freisprechungsfeier in der Orangerie – Bei der Urkundenverleihung ging es bunt zu. Die einen nahmen ihre Gesellenbriefe in Jeans, T-Shirt und Turnschuhen entgegen, andere trugen bunte oder weiße Hemden zur verwaschenen Jeans. Nachtrag: Einige trugen die Kombination aus Sakko und Jeans, mancher – der wenigen – Anzugträger hatte in der warmen Orangerie das Sakko abgelegt. Krawatten waren eher selten.

Die feierliche Überreichung der Gesellenbriefe ist in Darmstadt eine etwa zweistündige Veranstaltung mit Ansprachen und Grußworten. Danach gehen die Teilnehmer wieder auseinander.

„Alles etwas improvisiert“

Recht spontan – der „Atomkraftende Darmstadt“-Aufruf war heute vormittag – fanden sich um 17 Uhr rund 500 (HR-Online: 1000) Demonstranten auf dem Luisenplatz ein, um gegen Atomkraftwerke zu demonstrieren (wie in zig anderen deutschen Städten).

Da alles „etwas improvisiert“ war, wie der auf dem Bus sitzende Georg Dombrowe von „Atomkraftende Darmstadt“ feststellte, war der offizielle Teil nach einer Gedenkminute an die Erdbeben- und Tsunamiopfer in Japan sowie einem Appell die AKWs in Deutschland abzuschalten recht schnell vorbei. Und es ging über zu kurzen, spontanen Redebeiträgen einzelner Teilnehmer (und einer kleinen Demo durch die Innenstadt, wie das Echo weiß.)