Im Gedränge

Samtagabend musste ich wegen der Loveparade an das große Fest in der Innenstadt Ende Mai 2006 denken. Nein, da war nichts passiert, aber beim „Juli“-Konzert war es auch übervoll. Als ich meine Position wechseln wollte (ich war zwar irgendwo vorne, sah die Sängerin nur, wenn sie ganz vorne stand), war ich in einem Menschenstrom, in dem es minutenlang nur gemeinsam vorwärts ging. Wenn da was passiert wäre – ich weiß es nicht.

Wie schoben uns irgendwie gegenseitig dichtandichtaneinandergepresst Richtung Schloss und als ich da nach gefühlten 20 Minuten aus der Sardinenbüchse draußen war, entschloss ich mich lieber heimzugehen. So ein Gedränge hatte ich bis dahin noch nie erlebt. Und der Kommentar im Echo am folgenden Montag, stellte auch fest, dass glücklicherweise alles glatt gegangen war. Seitdem gibt es beim Schlossgrabenfest Einlasskontrollen, gegebenenfalls Zugangsbeschränkungen und Getränke nur im Plastikbecher.

(Leider ist mein Blogeintrag von damals nicht mehr da, es bleibt nur der kurze Eintrag bei der Besserwisserseite (den Link zu curious creatures kann man daher ignorieren.)

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Sonne

Sommerpause bis Ende Juli

Sonne
Bis Ende Juli, wenn nichts dazwischenkommt. (Naja, ich schreibe nichts großes und ignoriere die reinkommenden Pressemitteilungen.)

Wer mag, kann mal in den ältesten Blogeinträgen stöbern, denn ein Blog habe ich ja seit Februar 2004 und einige Einträge von damals (noch mit statischen Seiten) übertrage ich nun. Ich hatte mich im September 2008 aber zu einem Neustart entschlossen, wegen Konzeptwechsel und zuviel Nerverei mit der eigenen Datenbank und den WordPress-Updates.

Wohnung in Düsseldorf ausgebrannt

Da gucke ich Links aus einer uralten Blogroll von mir durch und lese erschrocken, dass die Wohnung einer (meines Wissens nach) der am längsten aktiven Bloggerinnen Deutschlands vor einer Woche (8. Juli) abgebrannt ist:

Carola Heine (Melody): Das Leben, wie ich es kannte, endete gestern, als ich halbnackt mit meinem Kind auf dem Arm vor den Flammen flüchtete. Feuerwehr Düsseldorf: Das Dach und der obere Stock der beiden betroffenen Wohngebäude brannten völlig nieder.

Texttreff-Autoren (darunter auch die ehemalige Darmstädterin Limone) kennen die Familie besser und haben eine Site eingerichtet: Abgebrannt! Wir helfen.

Niederlande waren schon Weltmeister

Die Niederlande waren schon Fußballweltmeister, zum 49. Mal – in der „Unofficial Football World Champion“ (UFWC).

Zählfreudige Fußballfans haben alle Länderspiele seit dem ersten Länderspiel (England – Schottland) ausgewertet und so einen alternativen, inoffiziellen Weltmeister ermittelt. Jedesmal, wenn in einem Länderspiel der amtierende Weltmeister geschlagen wird, wechselt der Titel zum Sieger. 1872 war England Weltmeister (die erste Nationalmannschaft) und als Schottland (die zweite Nationalmannschaft der Welt) irgendwann mal siegte, wurde Schottland Weltmeister. Gewertet werden alle offiziellen Länderspiele, auch Freundschaftsspiele, die der amtierende Weltmeister spielt. Die Niederlande sind seit dem 19. November 2008 Weltmeister, da gewannen sie gegen den UFWC-Weltmeister Schweden.

Bis zum heutigen FIFA-WM-Finale hat die niedlerländische Nationalmannschaft kein Länderspiel verloren. Dieses Reglement führt aber auch dazu, dass beispielsweise Simbabwe oder Angola mal UFWC-Weltmeister waren. Klar, durch die Niederlage jetzt ist nun Spanien FIFA- und UFWC-Weltmeister.

(Und für mich zurecht, denn nach diesem Foul Nigel de Jongs, hatte ich für die Niederlande keine Sympathien mehr.)

Juli 1989 – „Das Omen“, ein Hit aus Darmstadt

Im Juli vor 21 Jahren stürmte ein Bessunger die Hitparaden. Michael Krautter, Abiturient auf der Marienhöhe (und bei mir im Jahrgang) vertrieb im Sommer 1989 mit „Das Omen“ – einer der ersten Eurodance-Hits – und seiner Band „Mysterious Art“ das schwedische Pop-Duo „Roxette“ von der Spitze der Charts. Wer von den Älteren sich erinnert: Der Song begann mit einem von Gustav Gründgens gesprochenen Mephisto-Zitat vom Band.

Michael Krautter (der Keyboarder im Video), der inzwischen mit seiner Familie in Kanada lebt und arbeitet, erinnert sich: „‚Mysterious Art‘ habe ich als Künstlernamen zum ersten Mal im April 1988 benutzt. Zwei Monate später kam Stephanie Trautmann dazu. Mit ihr entstand das Mystic-Classic-Dance Konzept von ‚Mysterious Art‘.“ Im September komponierte er dann die erste Instrumentalversion von „Das Omen“auf einem Commodore 64.

In der Aschaffenburger Diskothek „Aladins“ wurde der Song noch im gleichen Monat um Mitternacht erstmals gespielt. „Wir glaubten es kaum als der ganze Tanzboden zu beben begann und alle Teenies nach meiner Musik mit dem geheimnisvollen ‚Das Omen‘ Sprechgesang tanzten“, blickt Krautter zurück. „Ohne Frage, das war ein irres Gefühl.“ Eine Kopie der Kassette ging unter der Hand weiter und so lief „Das Omen“ bald in zahlreichen Diskotheken im Raum Frankfurt und Wochen später in ganz Deutschland. „Ohne, dass auch nur eine einzige Platte davon gepresst war“, betont der Künstler. „Ein PhänOmen“.

Es folgte ein Plattenvertrag, der Aufstieg in der Hitparade und Auftritte bei der ARD-Popmusiksendung „Formel Eins“ mit Krautter am Keyboard. „Als wir im Juli 1989 auf Platz 1 der Media Control Charts gelandet sind und neun Wochen Nummer eins blieben, haben wir natürlich alle nur gestaunt und uns riesig darüber gefreut.“

Weniger erfreut war er über seinen Vertrag, mit dem er sich über den Tisch gezogen fühlte. Der musikalische Erfolge bestehe aber noch heute, erklärt Krautter: „‚Das Omen‘ ist auch zwanzig Jahre später immer noch das einzige deutsch verlegte Werk der CBS Music Publishing Germany, das die Nummer 1 der deutschen Hitparade erreicht hat.“ Später komponierte Krautter zusammen mit Mario Habelt fast die ganze Musik der ersten Omen-LP „The Story“. Inzwischen arbeitet Michael Krautter als Informatiker in Montreal. Natürlich schaut er auch in Deutschland bei Familie und Freunden vorbei. „Was leider in den vergangenen Jahren etwas seltener geworden ist, denn Geschäft, Familie und lange Reisen sind manchmal nur schwer unter einen Hut zu bringen.“

Siehe auch: Der letzte Sommerhit der 80er – Propagandas Erben.

Der Artikel erschien im März 2009 in „Die Lokale Zeitung“. Eigentlich wollte ich damals auch den Produzenten Mike Staab befragen, hatte dann aber Michael Krautter in Kanada erreicht – und es ging ja um die darmstadtzentrierte Schlagzeile. ;-) Jetzt lese ich, dass der Produzent im Mai 2009 gestorben ist. :-(

Nachtrag, 26.4.2014: Am 30. Mai 2011 verstarb Gitarrist Tillmann Uhrmacher. Er wurde 44 Jahre alt.

25 Gramm Chips sind eine Portion

Das sind 25 Gramm Chips. So groß ist nach Meinung des Herstellers ungefähr eine Portion.

25 Gramm Chips

Ok, Chips sind luftig und cross, 25 Gramm haben schon Volumen, das ist ein Häufchen auf einer Untertasse. Das ist nun eine der Tabellen, die zur Zeit als Nährwertangabe auf einigen Lebensmitteln stehen. Diese Werte stehen auf einer 175 Gramm-Tüte Chips.

Chipstabelle

Diese Prozentzahlen beziehen sich aber – steht auch dabei, schon klar – auf die 25 Gramm-Portion. Teilen sich sieben Leute die Chipstüte gerecht, dann kommt das alles hin. Verputzt man die Tüte alleine, muss man schon nach einem Tellerchen aufhören. Nur wissen wir ja, dass das bei Chips nicht klappt.

Und schon sehen die entspannt wirkenden Werte anders aus: Da kommen schon 49 Prozent des Tagesbedarfs an Kalorien, 91 Prozent des Fetts und 35 Prozent der gesättigten Fettsäuren zusammen.

Natürlich ist nicht neu, dass Chips fettig sind und zuviele davon sofort durstig und auf Dauer dick machen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, durch das Einteilen in Portionen wird zu leicht etwas verschleiert. Weswegen mir ein Ampelsystem zur Nährwertekennzeichnung lieber ist. Wenn die Bezugsgröße 100 Gramm sind und nicht eine willkürlich kleine Portion. Wie beispielweise bei dieser Pizza. Das kommt mir so vor, als soll ich für dumm verkauft werden:

Pizza Tabelle

Da bezieht sich alles auf eine halbe Pizza. Hallo? Mit so einer Logik werden auch Äpfel ungesund, ich muss mich nur auf 10 kg beziehen. Was da dann an Zucker drin ist, hossa! Mengen, die aber einer ebenso wenig isst, wie er nach einer halben Pizza aufhört.

Termiten-Buddha – Bald zwei Jahre alt

Bild berichtet heute von einem Termitenbau, der wie ein Buddha geformt ist: „Mitte Juni wurde das tierische Bauwerk (50 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter breit) in einer Kautschukplantage im Ben Cat Distrikt von einem Arbeiter entdeckt.“
Ok, es steht kein Jahr dabei, aber eine kurze Suche nach ‚Buddha-shaped termite nests‘ legt nahe, dass AFP schon vor eineinhalb Jahrenn von diesen kleinen Bauwundern berichtet hat.

Gleisarbeiten in Bessungen und Eberstadt – Busse statt Bahnen

Da kauft die Heag klimatisierte Straßenbahnen und in der wärmsten Jahreszeit, werden diese dann nicht eingesetzt: Wie im vergangenen Jahr nutzt die Heag die verkehrsärmere Ferienzeit zur Gleissanierung in Eberstadt und Bessungen.

In der Heidelberger Landstraße werden vom 6. Juli bis Mitte August zwischen Büschel- und Seeheimer Straße auf einer Länge von rund 300 Metern die Gleise ausgetauscht, die Gleislage angepasst und die Fahrleitung erneuert. Parallel zu der Gleissanierung in Eberstadt wird in Bessungen das Gleis in der Heidelberger Straße zwischen Bessunger und Eschollbrücker Straße saniert

Straßensprerrung in Eberstadt
In Eberstadt wird die Heidelberger Landstraße für den Autoverkehr in dem Bauabschnitt ganz gesperrt sein. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es besser ist, in möglichst großen Abschnitten am Stück zu bauen – jede Nahtstelle ist ein potenzieller Schwachpunkt“, erklärt Heag Mobilo-Projektleiter André Dillmann. Zudem sind die Straßenverhältnisse sehr eng. „Ein schmaleres Baufeld würde die Logistik komplizierter machen und damit die Bauzeit noch verlängern“, so der Projektleiter.

Die Heidelberger Landstraße wird im Baustellenbereich für den Autoverkehr vollständig gesperrt. Büschel-, Odenwald-, Schloss-, Seeheimer- und Heidelberger Landstraße werden zu Stichstraßen. Auch bei den Parkplätzen wird es Einschränkungen geben. Zusätzliche Halteverbote wird es für die Ersatzhaltestellen in der Seeheimer Straße (Abschnitt Frankenstein – Ringstraße) sowie punktuell auch in der Ringstraße, Im Hirtengrund und vor dem Kreuzungsbereich Mühltalstraße und in der Thomasstraße geben. Die Thomasstraße wird zudem Einbahnstraße (mit Fahrtrichtung Westen).
Die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge bleiben jederzeit bestehen. Zu Fuß sind alle Gebäude stets erreichbar. Einzelandienungen, zum Beispiel für Lieferfahrzeuge, sind nach Absprache möglich. Ab dem 27. August kann der Autoverkehr wieder wie gewohnt fließen.

Busse statt Bahnen – Keine Fahrräder mitnehmen
Die Straßenbahnlinien 7 und 8 werden zwischen den Haltestellen „Luisenplatz“ und „Frankenstein“ auf Busse umgestellt und in einem Ringverkehr durch Eberstadt geführt. Dabei kommt es zu Fahrplan- und Taktänderungen. Die Straßenbahnlinien 1 und 6 werden eingestellt. Die Buslinien NE, NB und P verkehren regulär. Die Linie EB fährt weitestgehend wie gewohnt. Für die Linie 7 wird die Haltestelle „Wartehalle“ Richtung Luisenplatz nördlich der Thomasstraße verlegt. Aus Kapazitätsgründen können in den Ersatzbussen keine Fahrräder mitgenommen werden.

Linienänderungen zwischen 6. Juni und 15. August
Linie 1: Kein Betrieb. Ersatz bieten die Linien 7 und 8. Zum Hauptbahnhof umsteigen an der Haltestelle „Rhein-/Neckarstraße“, verdichteter Takt zwischen „Rhein-/Neckarstraße“ und „Hauptbahnhof“.

Linie 5: Taktausdünnung – Montag bis Frreitag alle 15 Minuten.

Linie 6: Kein Betrieb. Ersatz bieten die Linien 7 und 8.

Linien 7/8: Busersatzverkehr zwischen Luisenplatz und Frankenstein. Zwischen Hofgasse und Luisenplatz sowie zwischen Frankenstein und Am Hinkelstein verkehren wie gewohnt Straßenbahnen. Fahrgäste der Linien 7/8 müssen daher gegebenenfalls zweimal umsteigen. Das Umsteigen erfolgt an denselben Haltepositionen. Die Straßenbahnlinie 8 verkehrt im nördlichen Abschnitt Hofgasse – Luisenplatz -Rhein-/Neckarstraße – Hauptbahnhof.

Busersatzverkehr in Eberstadt – Keine Haltestelle „Kirche“ und „Modaubrücke“
Die Busse verkehren zwischen den Haltestellen „Wartehalle“ und „Frankenstein“ im Ringverkehr und halten Richtung Luisenplatz auf Höhe der Haltestellen „Schlossstraße“ und „Odenwaldstraße“. Richtung Frankenstein halten die Busse an den Haltestellen „Modaubrücke“, „Alte Post“ und „Walther-Rathenau-Straße“ der Linie P, weitere Haltestellen im Linienverlauf sind „Grenzallee“, „Klinikum“, „Friedhof“ und „Frankenstein“. Die Straßenbahnhaltestellen „Kirche“ und „Modaubrücke“ entfallen.
Die Umsteigemöglichkeit an der Eberstädter Wartehalle bleibt erhalten. In dem übrigen Streckenabschnitt halten die Busse meist am Fahrbahnrand.Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten kann es wegen der engen Straßen zu Verspätungen kommen.

Gleisschleifarbeiten Frankfurter Straße
Hinzu kommen noch von Dienstag (6.) bis einschließlich Freitag (9.) Gleisschleifarbeiten in der Frankfurter Straße zwischen den Haltestellen „Willy-Brandt-Platz“ und „Rhönring“. Diese Arbeiten sind nur in verkehrsärmeren Zeiten möglich und finden daher von zirka 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens statt.

Ministerpräsident mit 39 – Ich werde alt

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister - Foto: Martina Nolte, Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de


Jetzt ist es sicher – ich werde alt. Der James Bond-Darsteller ist noch knapp älter als ich, aber jetzt sind schon die Ministerpräsidenten jünger als ich.

In seiner heutigen Sitzung hat der niedersächsische Landtag David MacAllister zum neuen niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt. Seit 1998 ist David McAllister Landtagsmitglied, seit 2003 CDU-Fraktionsvorsitzender, geboren wurde er am 12. Januar 1971 in Berlin.

Foto: © Martina Nolte / Creative Commons BY-SA-3.0 de