Pflaumenwein

Pflaumen auf dem Weg
Es richt nach Fusel an der Rücken-Mühle in Darmstadt-Arheilgen. Kleine Pflaumen hängen in den Bäumen und keiner pflückt sie. Sehr löblich, wenn man doch an die angebliche Jugend von heute denkt. Aber ungeklaut fallen sie irgendwann gereift ab, liegen auf dem Weg in der Sonne und gären zur Fruchtfliegenfreude vor sich hin.

Pflaume

rote Pflaumen

Was vom Tage übrig blieb (2) – Business Angels

Unternehmensgründer haben in der Regel eine Idee, aber kein Kapital. Geld haben wiederum Business Angel. Wie mir einer auf einem Gründertreffen erzählte, liegen die von ihm in „vielversprechende“ Gründer investierten Beträge zwischen 25.000 Euro und 50.000 Euro. „Vielversprechend“ bedeute für ihn, dass ein interessantes Produkt, Qualifikation und Persönlichkeit zusammenkommen,

Bis sich ein Gründer und ein Partner finden, kann es dauern, meinte er. Aus rund 50 längeren Gesprächen mit Unternehmen, ergäben sich ein bis zwei Beteiligungen, berichtete er aus seiner Praxis. Die aktuelle Wirtschaftskrise spüre man auch, die Gründeranzahl sei nahezu konstant aber es gebe weniger Business Angels.

Was vom Tage übrig blieb (1) – Beißstatistik

Statistiken über Hundebisse sind widersprüchlich und unvollständig – wenn sie überhaupt veröffentlicht werden. Eine im Februar 2009 durchgesickerte Statistik, die das Hessische Innenministerium bis dahin nicht veröffentlicht hatte, zeigt dass Schäferhunde und ihre Kreuzungen am häufigsten zubissen. Zwischen 2004 und 2007 wurden 284 Mal wurden Menschen von solchen Hunden verletzt, zehn Fälle waren schwere Verletzungen. Die Statistik berücksichtigt aber nicht, wie viele Hunde einer Rasse es in Hessen gibt.

2006 führten in Nordrhein-Westfalen Pitbull-Terrier die Statistik an, wenn es um Angriffe gegen Menschen ging, aber in Brandenburg waren es im Jahr 2003 Schäferhunde und Sibirische Huskies. Dackel und Chihuahuas wurden 2008 als aggressivste Hunde gegen Menschen von der University of Pennsylvania ermittelt. Allerdings war die Befragung unter 9000 Hundebesitzern im Raum Philadelphia nicht repräsentativ, da hauptsächlich Tierarztbesucher erfasst wurden.

Bisse sind wegen der Verletzungen unangenehm, unter Umständen fängt man sich zudem eine Infektion ein. In 80 Prozent aller Hundebissverletzungen wurden pathogene Keine nachgewiesen, aber ein ähnlicher hoher Anteil (84 Prozent) verlief ohne Infektion.

„In Deutschland werden die besten Zeitungen der Welt gemacht“

Aus einer Pressemitteilung des Bundes deutscher Zeitungsverleger:

Im Prozess des Wandels vom reinen Zeitungsdruck- zum komplexen Medi­enhaus treffe die allgemeine Wirtschaftskrise die Verlage mit voller Härte, sagte Wolff. Dennoch hätten die Unternehmen beste Voraussetzungen, stark aus der Krise hervorzugehen. […] Anders als in den USA seien die Zeitungen in Deutschland sehr gut aufgestellt. Ein Grund sei die enge Bindung zu ihrem Publikum, die im Lokalen besonders ausgeprägt sei. Dazu gehöre außerdem ein Vertriebssystem, das mit der Zeitungszustellung bis zur Haustür weltweit beispielhaft sei. In Deutschland würden die besten Zeitungen der Welt gemacht und im Unterschied zu den USA und vielen anderen Ländern gelte hier nicht der ausschließlich renditeorientierte Shareholder value. Die deutsche Zeitungs­branche sei mittelständisch geprägt. An der Spitze stünden Verleger mit publizistischem und unternehmerischem Anspruch.

Auslandsbewerbung auf Kosten der Arbeitsagentur

Arbeitslose können zur Beratung und Vermittlung unterstützende Leistungen aus dem Vermittlungsbudget der Agentur für Arbeit erhalten. Zu diesen Leistungen gehört auch die Kostenerstattung für die Fahrt zu einem Vorstellungsgespräch in einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Dies entschied in einem heute veröffentlichten Urteil der 7. Senat des Hessischen Landessozialgerichts.

Arbeitsagentur lehnt Zahlung unter Hinweis auf die Gesetzeslage ab
Ein 39-jähriger Arbeitsloser beantragte im August 2005 bei der Bundesagentur für Arbeit die Übernahme von Reisekosten in Höhe von ca. 200 € für ein Vorstellungsgespräch bei einer Firma in Dublin. Die Arbeitsagentur lehnte die Zahlung jedoch mit der Begründung ab, dass der Gesetzgeber die Erstattung von Reisekosten bei einer Bewerbung im Ausland nicht vorgesehen habe.

Landessozialgericht: Arbeitsagentur muss neu entscheiden
Das Hessische Landessozialgericht gab dem Arbeitssuchenden Recht. Die Übernahme von Reisekosten sei keineswegs auf Bewerbungen im Inland beschränkt. Zwar werde durch die Vermittlung einer Tätigkeit im Ausland regelmäßig keine Beschäftigung angestrebt, die eine Beitragspflicht zur deutschen Sozialversicherung begründe. Es verstoße jedoch gegen die europarechtlich garantierte Freizügigkeit der Arbeitnehmer, wenn die Erstattung von Reisekosten bei einer Bewerbung in einem anderen EU-Mitgliedstaat generell ausgeschlossen werde. Die Bundesagentur müsse daher erneut über den Antrag des reisewilligen Mannes aus dem Landkreis Offenbach entscheiden, der infolge seiner Bewerbung in Dublin fast 2 Jahre bei der irischen Firma beschäftigt war.

Zudem wiesen die Darmstädter Richter auf die zum 1. Januar 2009 in Kraft getretene Neuregelung des Arbeitsförderungsrechts hin. Danach ist nunmehr ausdrücklich geregelt, dass die Anbahnung oder die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung auch in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Wirtschaftsraum oder in der Schweiz gefördert werden kann. Der Gesetzesbegründung – so die Richter – sei zu entnehmen, dass auch bereits nach altem Recht die Kostenerstattung nicht auf die Anbahnung einer Beschäftigung im Inland beschränkt gewesen sei. (Pressemitteilung Hessisches Landessozialgericht)

Tratschtanten

Da fragt man ein Landesamt (ja, das am Mittwoch nach dem Heinerfest noch den AB-Text vom Heinerfestmontag hatte) zu einem Sachverhalt, und was machen die? Leiten es an die Stadt weiter. (Huhu, Pressestelle ;-)

Das ich vielleicht vom Landesamte eine zweite Meinung – neben der von der Stadt haben wollte – darauf kamen die Helden nicht. Also auch da wieder telefonieren, E-Mails leiten sich einfach zu schnell weiter.

Druckerstreik

Heute erschien vom Darmstädter Echo eine unifizierte Ausgabe – alles Echos vom Darmstädter bis zum Starkenburger in einer Ausgabe. Und dadurch mit etwas buntem Lokalteil – von allem was. Weil die Drucker gestreikt haben.

Ok. Sollen sie. Nur war das effizient? Und ärgert das den Verleger? Nein bis wenig. Denn dadurch, dass eine Art Notzeitung ausgeliefert wurde, sind die Abonnenten versorgt worden und ein ganzer Satz Anzeigen ist auch erschienen.

Die die sich tatsächlich ärgern, sind die Schreiberlinge, weil deren Artikel geschoben werden mussten. Und die Leser. Weil die so Dinge erfahren, die sie so nicht aufs Auge gedrückt bekommen wollten.

Heinerfest-Nachwehen

„Guten Tag, wegen des Heinerfestes hat unser […]amt heute nachmittag geschlossen …“, sagt mir der Anrufbeantworter.

Ok, das Heinerfest ist das größte Volksfest der Stadt und dass da Ämter und Behörden am Mittag frei haben ist irgendwie Tradition. Nur endete das Fest am Montag mit Feuerwerk. Und heute ist Mittwoch.

So ein Kater, mannomann …

E-Mail immer noch nicht kapiert

Erstaunlich, da gibt es seit über zehn Jahren inzwischen E-Mail für alle, aber einige haben immer noch nicht die Kommunikationschancen damit kapiert. Nämlich die, dass man auf eine E-Mail ganz entspannt innerhalb von zwei Tagen antworten kann. Was die dann aber nicht machen.

Nun Leute, glaubt bloß nicht, dass ihr damit Zeit spart. Das macht ihr nicht, ich rufe dann an und frage nach. Und da es eine Recherche ist und ich Antworten brauche, rufe ich wieder an. Und gerne nochmal nachts, wenn es ein muss. Und dann bekomme ich auch eine Antwort. Nur dann fühlen sie die Leute gedrängelt.

Tja, auf die E-Mail antworten wäre einfacher und zeitsparender gewesen. Dass E-Mail eine Art anklopfen mit Gelegenheit zu einer gut überlegten Antwort ist, haben die noch immer nicht kapiert. So, ich muss mal telefonieren …