Unterwegs … (15) … Zeitzeugin Edith Erbrich

Die noch 1945 ins KZ Theresienstadt deportierte Zeitzeugin Edith Erbrich sprach am Mittwoch (12.) in der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt.

Die noch 1945 ins KZ Theresienstadt deportierte Zeitzeugin Edith Erbrich sprach am Mittwoch (12.) in der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt.


Persönlicher als abstrakte Ermordetenzahlen in Millionenhöhe sein können, schilderte die Frankfurterin Edith Erbrich (77) auf einer Veranstaltung des DGB-Weiterstadt rund 80 Oberstufenschülern, wie sie als Kind in Deutschland schikaniert, verfolgt und drei Monate vor Kriegsende ins KZ Theresienstadt kam. Echo Online: Kartoffelschalen gegen den Hunger.

Nach dem Krieg stellte sich heraus, dass die SS ursprünglich geplant hatte, sie und andere Kinder weiter ins KZ Auschwitz zu deportieren und am 9. Mai 1945 zu vergasen. Auschwitz war am 27. Januar 1945 von der Roten Armeee befreit worden, am 8. Mai kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos.

Mal angemerkt

Freie Journalisten brauchen Infos zum Schreiben, wenn sie einen Auftrag bekommen haben. Wenn mir der eine nichts sagt oder Funkstille spielt, dann nehme ich das, was mir der andere sagt. Denn irgendwas fundiertes muss ich abliefern. Und in der Regel auch zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Wenn dann mal die eine und mal die andere Seite meint, dabei nicht so gut rüberzukommen, nun, leider kostet es mich Zeit und Geld, wenn man mich auflaufen lässt oder versetzt. Das kann ich mir nicht immer leisten (Und weil es um faire Artikel geht, berücksichte ich da jetzt schon mehr politsche Klein- und Großwetterlagen als ich eigentlich Zeit dafür habe.)

Unterwegs … (14) … bei freien Kindergärten und Horten

Der Tag der Freienen Träger iste ine gemeinsame Veranstaltung des "Dachverband selbstorganisierter Kindereinrichtungen Darmstadt" (DaS KinD) und der Centralstation.

Der Tag der Freienen Träger iste ine gemeinsame Veranstaltung des “Dachverband selbstorganisierter Kindereinrichtungen Darmstadt” (DaS KinD) und der Centralstation.

Sonntag stellten sich über zwei Dutzend freie Kinderbetreuungseinrichtungen in der Centralstation vor – und ich als kinderloser Journalist vor Ort.

Echo Online: Eltern als Hausmeister oder Buchhalter – Wenn private Initiativen Plätze anbieten, ist als Gegenleistung mehr als nur Geld erwünscht

An der Initiative „Maviki“ (MartinsViertelKinder) konnte ich jedenfalls nicht vorbei, da steckt einfach zu sehr (jedenfalls phonetisch) mein Name drin. ;-)

Unterwegs … (13) … am Samstag: Das Versprechen des TU-Präsidenten

Ein Physikhörsaal voller Schüler. Und das samstagmorgens um 9 Uhr – heißt ja auch Saturday Morning Physics – bei einer freiwilligen Veranstaltung.

Ein Physikhörsaal voller Schüler. Und das samstagmorgens um 9 Uhr – heißt ja auch Saturday Morning Physics – bei einer freiwilligen Veranstaltung.

„Sie werden Physik lernen, die Sie noch nicht in Ihren Lehrbüchern finden“, versprach TU-Präsident Hans Jürgen Prömel den Teilnehmern der Saturday Morning Physics bei der Begrüßung.

Und dann ging es mit Prof. Thomas Walther von der Glühbirne über Max Planck bis zur De-Broglie-Wellenlänge. Und tatsächlich: Spätetens beim Bose-Einstein-Kondensat war es vorbei mit dem Schulstoff.

Echo Online: Am Fachbereich Physik beginnt wieder die Vorlesungsreihe Saturday Morning Physics für Oberstufenschüler

Der Große Physikhörsaal am Herrngarten.

Der Große Physikhörsaal am Herrngarten.

Unterwegs … (12) … beim Kampagnenauftakt

ehrenmütze

Es geht wieder los: Karneval. Samstag war ich in Weiterstadt. Echo Online: Mit einem Frühstart in die Fastnacht

Als Showact hatte der KV Weiterstadt die Partysängerin Ina Colada engagiert. Der Auftritt des Energiebündels war am Anfang etwas laut abgestimmt, fand ich.

Ina Colada 01

Und da bestimmt mal einer fragt, wegen Karneval uns so. Ok, ich bin kein Fastnachter, aber eigentlich ist das alles ganz ok. Nur finde ich die normalen Sitzungen einfach zu lang. So ein Kampagnenauftakt hat mit drei bis vier Stunden meiner Meinung nach die richtige Länge. (Ich sehe natürlich auch, dass die Vereine viele Gruppen und Aktive haben und die alle im Programm unterkommen müssen – was es dann wieder lange Sitzungen bedeutet.

Getroffen (1) – Alexander Koch über den Häftlingsfreikauf

Der Historiker Alexander Koch hat den Freikauf von politischen Häftlingen aus DDR-Gefängnissen durch die Bundesrepublik untersucht.

Der Historiker Alexander Koch hat den Freikauf von politischen Häftlingen aus DDR-Gefängnissen untersucht.


Fürs Echo habe ich mich mit dem Weiterstädter Alexander Koch unterhalten; der Stadtverordnete und Weiterstädter SPD-Vorsitzende hat in seiner jetzt als Buch erschienenen Doktorarbeit den Häftlingsfreikauf aus der DDR durch die BRD untersucht.

Die DDR hatte gehofft, aus ihrer Sicht unbelehrbare politische Häftlinge loszuwerden. Aber Koch zeigt, dass das Ministerium für Staatssicherheit am 2. November 1987 selbst feststellte:

Der Umstand, dass Genehmigungen zur Übersiedlung in die BRD bzw. nach Westberlin überwiegend trotz Fehlens der dafür gesetzlich geregelten Voraussetzungen erteilt werden, hat eine Sogwirkung erzeugt, zu deren Eindämmung die Schwelle strafrechtlicher Verantwortlichkeit für Forderungen nach weiteren derartigen Ent-
scheidungen so weit abgesenkt wurde, dass der mit der Strafverfolgung verbundene Vorwurf der Begehung kriminellen Unrechts vielfach nicht akzeptiert wird, zumal über den Strafvollzug das angestrebte Ziel – die Übersiedlung – mit staatlichem Handeln gerade erreichbar wird.

Aber es war auch in dem Bereich zu spät, sagt Alexander Koch: „Die DDR bekam es nicht mehr unter Kontrolle.“

Unterwegs … (11) … bei den Grünen

Der TU-Soziologe Michael Hartmann und OB Jochen Partsch diskutierten am Mittwoch mit Bürgern im Heiner-Lehr-Zentrum.

Der TU-Soziologe Michael Hartmann und OB Jochen Partsch diskutierten am Mittwoch mit Bürgern im Heiner-Lehr-Zentrum.

Echo Online: Von unglaublichen Zuständen im Mutterland des Kapitalismus berichtete TU-Soziologe Michael Hartmann am Mittwochabend im Heiner-Lehr-Zentrum. „Die USA waren mal das Land mit den höchsten Steuersätzen von über 90 Prozent.

Zum Spitzensteuersatz siehe auch “Der Obolus der Rockefellers” oder “Fehlende Mittel gegen organisierte Gier“.

Unterwegs … (10) … im Gericht – Fahrlässige Tötung

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Der Fall ist tragisch, denn bei einem Unfall vor rund eineinhalb Jahren starb die Verlobte des Angeklagten, nachdem das Auto mit viel zu hoher Geschwindigkeit von der Straße abkam.

Nur gehen Staatsanwaltschaft (und im Frühjahr schon das Amtsgericht) davon aus, dass der junge Mann gefahren ist – was dieser aber vehement bestreitet. Weswegen er auch in Berufung ging. Obwohl er in erster Instanz wegen fahrlässiger Tötung (nur) zu einer Bewähungsstrafe mit Führerscheinsperre verurteilt worden war, will er auch vor Gericht nicht der Fahrer gewesen sein. Die Freundin sei gefahren. Allerdings scheinen seine Aussagen drumherum teilweise widersprüchlich.

Echo Online: Tragischer Unfall kurz vor der Hochzeit: Berufungsprozess startet

Unterwegs … (8) – Nachbarschaftshilfe in Eberstadt und Braunshardt

Manchmal fallen die Themen ja fast zeitgleich zusammen. In Braunshardt hat sich ein Verein gegründet, der auch Nachbarschaftshilfe organisieren will. Und in Eberstadt soll ein privates Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe geknüpft werden. Beides auf lokaler Ebene, da der Austausch besser in der räumlichen Nähe klappt.

Nur will man in Eberstadt den Verein wegen der damit einhergehenden Bürokratie vermeiden, während man in Braunshardt (www.wohnenbleiben-braunshardt.de) gerade den Verein will, auch um versicherungsrechtlich auf sie sichere Seite zu kommen.

Der Vorstand des Vereins "Wohnenbleiben Braunshardt". Von links nach rechts: Angelika Reitz-Gottschall (2. Vorsitzende), Bürgermeister Ralf Möller (Gründungsversammlungsleiter), Angelika Weber (Kassenwartin), Gurunathan Sivakumar (Beisitzer), Gabriele Jenny-Deußer (Schriftführerin) und Volker Deußer (1. Vorsitzender).

Der Vorstand des Vereins “Wohnenbleiben Braunshardt”. Von links nach rechts: Angelika Reitz-Gottschall (2. Vorsitzende), Bürgermeister Ralf Möller (Gründungsversammlungsleiter), Angelika Weber (Kassenwartin), Gurunathan Sivakumar (Beisitzer), Gabriele Jenny-Deußer (Schriftführerin) und Volker Deußer (1. Vorsitzender) Foto: wohnenbleiben-braunshardt.