Die Schaumschläger des Jahres: Die Wort des Jahres-Jury

Das Wort des Jahres 2014 ist: Lichtgrenze! Lichtwas? Ja, ein Wort, das Ende des Jahres aufkam für einen singulären Event zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. Es beschreibt, wie mit Leuchten der Verlauf der Berliner Mauer zum Jahrestag des Mauerfalls nachgebildet wurde. Hübsch, aber “Lichtgrenze” soll das Wort des Jahres – des Jahres! – sein?

Für mich disqualifizieren sich die Jurys damit selbst und man sollte einfach mal mit der Berichterstattung aussetzen, bis da vernünftige Kriterien und Relevanzbezüge definiert sind. Ich denke nur daran, wie sie sich 2012 die “Rettungsroutine” quasi ausgedacht haben …

„Wo Straßentheater möglich ist, stimmt noch die Nutzung des Raums.“

Architekturprofessorin Kerstin Schulze, Bauverein-Finanzvorstand Sybille Wegerich, Baudezernentin Cornelia Zuschke und Grünen-Sprecherin Hildegard Förster-Heldmann. ((Ja, das zweite und das vierte Bild sind horizontal gespiegelt.)

Architekturprofessorin Kerstin Schulze, Bauverein-Finanzvorstand Sybille Wegerich, Baudezernentin Cornelia Zuschke und Grünen-Sprecherin Hildegard Förster-Heldmann. (Ja, das zweite und das vierte Bild sind horizontal gespiegelt.)


Über Kunst und Bau im öffentlichen Raum sprachen am Mittwoch (10.12.) Hildegard Förster-Heldmann (Grüne), Architekturprofessorin Kerstin Schultz, Bauvereinsvorstand Sybille Wegerich und Baudezernentin Cornelia Zuschke.

Echo Online: Reiterstandbilder sind passé

Adventstreiben auf dem Johannesplatz am 11. Dezember

Adventstreiben am 11.12.  von 16-19 Uhr vor der Johanneskirche

Adventstreiben am 11.12. von 16-19 Uhr vor der Johanneskirche (Foto: Initiative Johannesplatz


Auf dem Johannesplatz ist am Donnerstag (11.) von 16 bis 19 Uhr veranstaltet die Initiative Johannesplatz e.V. ihr alljährliche Adventstreiben in vorweihnachtlicher Kulisse.

Das Kindertheater “Weihnachtsmänner in der Südsee” von Theatermacher Klaus Lavies beginnt um 16.30 Uhr, darauf folgt der Nikolaus mit kleinen Überraschungen für die Kinder. Ab 18 Uhr spielen B. Horn und seine Folkband.

Während des parallel stattfindenden Bauernmarktes gibt es an Ständen hausgemachten Glühwein, Waffeln, Kartoffelsuppe und mehr; am Holzofen wird Flammkuchen gebacken. Auch wer Selbstgemachtes und Plätzchen zum Verschenken sucht, ist hier richtig.

Noten fürs Abi gekauft

Auch kleinere Ensemlbles, wie hier Paul-Philipp Pratz, David Wagner und Helene Hoffmann spielten auf dem Elo-Herbstkonzert am Dienstag (25. November).

Auch kleinere Ensemlbles, wie hier Paul-Philipp Pratz, David Wagner und Helene Hoffmann spielten auf dem Elo-Herbstkonzert am Dienstag (25. November).


An der Eleonorenschule (Elo) wird es nächstes Jahr eine ungewöhnliche Abiturprüfung geben. Oberstufenschüler Jan Franke hat als „besondere Prüfungsleistung“ ein symphonisches Blasorchester zusammengestellt, Stücke ausgesucht, einstudiert und extra Notensätze gekauft. Am Mittwoch trat das Orchester beim Elo-Herbstkonzert zusammen mit vier Schülerensembles auf, die Salon-Kompositionen, Jazz und Pop spielten.

Echo Online: Blasmusik ganz ohne Polka und Märsche

Unterwegs … (12) … beim Kampagnenauftakt

ehrenmütze

Es geht wieder los: Karneval. Samstag war ich in Weiterstadt. Echo Online: Mit einem Frühstart in die Fastnacht

Als Showact hatte der KV Weiterstadt die Partysängerin Ina Colada engagiert. Der Auftritt des Energiebündels war am Anfang etwas laut abgestimmt, fand ich.

Ina Colada 01

Und da bestimmt mal einer fragt, wegen Karneval uns so. Ok, ich bin kein Fastnachter, aber eigentlich ist das alles ganz ok. Nur finde ich die normalen Sitzungen einfach zu lang. So ein Kampagnenauftakt hat mit drei bis vier Stunden meiner Meinung nach die richtige Länge. (Ich sehe natürlich auch, dass die Vereine viele Gruppen und Aktive haben und die alle im Programm unterkommen müssen – was es dann wieder lange Sitzungen bedeutet.

Unterwegs … (1) – Abba-Coverband in Weiterstadt

Echo online: Die Abba-Coverband „The Sound of Swedenrockt das Bürgerzentrum in Weiterstadt.

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Nebenbei: So stelle ich mir für mich so einen Artikel vor, vor allem mit den Hintergundinfos zur Band. Da hatte ich in der Woche vor dem Konzert die Band angemailt und ein paar Fragen gestellt. Trivial? Vielleicht, aber das steht nicht auf deren Website, und es ist etwas, was auch die, die da waren nicht wussten. Und Lokalteil ist nunmal nicht Feuilleton.

450, 525 oder 615 Jahre Kranichstein

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Beim diesjährigen Darmstädter Grenzgang in Kranichstein hatte ich mich zwar schon ein wenig gewundert, dass Kranichstein erst vor 450 Jahre erwähnt worden sein soll (aber das konnte ich an dem Wochenende nicht klären). Mit Jörgs Anstoß und etwas mehr Zeit habe ich das nun mal etwas ausgeleuchtet, woher die 450 Jahre kommen, wo der Ort doch schon im Jahr 1399 erwähnt wird.

Echo-online: Wie alt ist Kranichstein? Stadtgeschichte – Auf der Suche nach einem Jubiläum gibt es verschiedene Daten

Ich war dazu auch im Hessischen Staatsarchiv und dort gibt es unter anderem eine Urkunde von 1564, die die 450 Jahre erklärt: Es ist das Jubiläum für den Namen, damals “Cranigstein” geschrieben (13. Zeile, erstes Wort.) Aber der Ort wurde schon viel früher erwähnt.

Ein Terrorbefürworter wird auf dem Darmstädter Hauptbahnhof zitiert

Der Büchner zugeschriebene Satz auf dem Darmstädter Hauptbahnhof lautet im französischen original "C'est ici sans doute qu'il nous faut quelque courage et quelque grandeur d'âme" und stammt von Robespierre.

Der Büchner zugeschriebene Satz auf dem Darmstädter Hauptbahnhof lautet im französischen original “C’est ici sans doute qu’il nous faut quelque courage et quelque grandeur d’âme” und stammt von Robespierre.


Wie es der Zufall will, stelle ich heute – exakt an Georg Büchners 200. Geburtstag – fest, dass der Satz, der zur Zeit auf dem Darmstädter Hauptbahnhof steht, gar kein Büchnerzitat oder ein von ihm erdichteter Satz ist.

Der Satz „Wir alle haben etwas Mut und etwas Seelengröße nötig“ stammt im Original von Maximilien de Robespierre, dem Terror-Befürworter während der der Französischen Revolution. Büchner lässt Robespierre den Satz in seinem Stück „Dantons Tod“ sagen.

Robespierre hatte „C’est ici sans doute qu’il nous faut quelque courage et quelque grandeur d’âme“ im „Discours au sujet de l’arrestation de Danton et de ses complices“ gesagt. Glücklicherweise an einem 31. März vor 219 Jahren, sodass dieses Jubiläum nicht auch noch stattfindet.

Leider ist mein Französisch für weitere Zusammenhänge zu schlecht, laut dem Marburger Büchnerforscher Burghard Dedner forderte Robespierre den aufrechten Gang – zur Guillotine (und natürlich von den anderen):

Schwäbisches Tagblatt: Ein Gespräch mit dem Germanisten Burghard Dedner – Es gibt ein schönes Beispiel, wie das bis heute missverstanden wird. Am Darmstädter Bahnhof steht derzeit: "Wir alle haben etwas Mut und etwas Seelengröße nötig." Das steht in "Danton", ist aber Originalton Robespierre, der fordert, man solle aufrechten Ganges zur Guillotine schreiten.

Und in der Frankfurter Rundschau macht Dedner dezent Werbung für die historisch-kritische Georg-Büchner-Ausgabe „Sämtliche Werke und Schriften“ die er mitherausgibt:

FR: „Büchners Handschrift ist kaum zu lesen“ – Wenn am Bahnhof einer großen deutschen Stadt ein Banner aufgehängt wird, auf dem steht: „Wir alle haben etwas Mut und etwas Seelengröße nötig“, dann hätte man bei uns bequem nachlesen können, dass der Satz nicht von Büchner, sondern von Robespierre stammt.

:)