Nur SPD und Uwiga für Ortsbeiräte

Helmut Klett (Uwiga): „Ortsbeiräte sind ein bewährtes und durch die Hessische Gemeindeordnung ordnungspolitisch abgesichertes Gremium.“

Helmut Klett: „Ortsbeiräte sind ein bewährtes und durch die Hessische Gemeindeordnung ordnungspolitisch abgesichertes Gremium.“

Dienstag (16.) war der Uwiga-Antrag zur Ortsbeirateinrichtung im Stadtparlament. Vor vier Jahren war ein ähnlicher Antrag noch von der SPD abgelehnt worden, jetzt – in der Opposition – stimmte die SPD für den Antrag. Aber da die grün-schwarze Koalition sowie Uffbasse, Linke und FDP den Antrag ablehnten, kam er nicht durch.

Echo Online: Keine weiteren Ortsbeiräte – Uwiga scheitert erneut mit ihrem Anliegen – Bürgerjurys vom Tisch

Zu dem Thema hatte ich mir im Oktober schon meine Gedanken gemacht: Stadtteilfonds, Bürgerjurys – und dann doch Ortsbeiräte?

OB Jochen Partsch (Grüne): „Wir werden 2015 in Eberstadt und Arheilgen mit den Stadtteilforen anfangen.“

OB Jochen Partsch (Grüne): „Wir werden 2015 in Eberstadt und Arheilgen mit den Stadtteilforen anfangen.“

Kein “wat is en Dampfmaschin?” – Energieunterricht an der Wilhelm-Leuschner-Schule

Neben einer Dampfmaschine hatte die Umweltpädagogin Saskia Radloff ein Wasserkraftwerkmodell in die Schule mitgebracht. (Foto: Entega)

Neben einer Dampfmaschine hatte die Umweltpädagogin Saskia Radloff ein Wasserkraftwerkmodell in die Schule mitgebracht. (Foto: Entega)


Gut, dass die Zehntklässler von heute nicht mehr – oder noch nicht – den Heinz Rühmann-Klassiker “Die Feuerzangenbowle” kennen. Sonst wäre in der Energieunterrichtsstunde am Mittwoch laufend “Also, wat is en Dampfmaschin?”, “Da stelle mehr uns janz dumm” oder “Jeder nor einen wenzigen Schlock” aus dem Film von 1944 zitiert worden. ;-)

Denn die Umweltpädagogin hatte eine kleine Dampfmaschine mitgebracht. Mit der erklärte sie, wie im Prinzip ein Kohlekraftwerk funktioniert. Allerdings wird die Dampfmaschine mit Esbit-Stäbchen befeuert. Aber es wird wie im großen Original Wasser heiß gemacht und mit dem Dampf eine Turbine angetrieben, die wiederum Strom durch elektromagnetische Induktion erzeugt.

Nebenbei: Als ich als Kind erfuhr, dass es in einem Atomkraftwerk ähnlich läuft – mit der Hitze der Brennstäbe wird Wasser heiß gemacht – war ich ja etwas enttäuscht, dass da keine Atome den Strom erzeugen. So gesehen ist Photovoltaik da die direkteste Methode, da dort der Strom aus den Solarzellen kommt.

Echo Online: Die Dampfmaschine erklärt alles Und ich konnte das machen, was ich ganz gerne mache: Den Artikel mit Hintergrund anreichern, denn wer hat denn gerade mal eben Wirkungsgrade von Kraftwerken parat oder kann was zu der Ahnung sagen, dass die Ölvorräte doch seit Jahrzehnten für 40 Jahre reichen?

Echo Online: Wirkungsgrade und “statistische Reichweite” der Ölreserven

Die Umweltpädagoginnnenstunde war ein Angebot der Entega und der Deutschen Umwelt-Aktion. Die HSE-Tochter will damit sicher auch auf ihren Ökostrom hinweisen. Entega-Ökostrom aus Photovoltaik kommt aus einem französischen und drei deutschen Solarparks, Strom aus Wind aus sechs Anlagen in Frankreich, einer in Polen, sieben deutschen Windparks, darunter ist auch der Offshore-Windpark „Global Tech 1“ in der Nordsee. Biogasanlagen stehen in Wixhausen, Semd, Lorsch und Tagewerben (in Sachsen-Anhalt). Geothermieanlagen stehen in Heubach bei Groß-Umstadt und in Mörfelden-Walldorf.

Die Entega und ihre Konzernmutter HSE vermitteln Unterrichtseinheiten zu verschiedenen Energiethemen. Die HSE kooperiert dabei mit der Deutschen Umwelt-Aktion.

Die Darmstädter Version des Hauptmann-von-Köpenick-Dilemmas?

Jetzt konnte ich tatsächlich eine relativ alte selbst erlebte Geschichte verkaufen, weil sie gestern im Stadtparlament einen neuen Dreh bekam:

Vor einigen Jahren bettelte ein Mann mit einer Gitarre Gäste vor dem Café „Salve“ an. Er brauche etwas Geld, damit er die Genehmigung bezahlen könne, um auf der Straße spielen zu dürfen. Das klang natürlich sehr nach einer Hauptmann-von-Köpenick-Varinante (kein Geld für die Gebühr, keine Erlaubnis zum Spielen, keine Einnahmen, kein Geld für die Gebühr, …), also bekam er ein paar Euro.

Ich fragte damals beim Ordnungsamt nach, ob das mit der Gebühr stimme – nun, es stimmte nicht. Aber bald wird es wahr. Echo Online: Straßenmusiker müssen künftig fünf Euro zahlen

„Wo Straßentheater möglich ist, stimmt noch die Nutzung des Raums.“

Architekturprofessorin Kerstin Schulze, Bauverein-Finanzvorstand Sybille Wegerich, Baudezernentin Cornelia Zuschke und Grünen-Sprecherin Hildegard Förster-Heldmann. ((Ja, das zweite und das vierte Bild sind horizontal gespiegelt.)

Architekturprofessorin Kerstin Schulze, Bauverein-Finanzvorstand Sybille Wegerich, Baudezernentin Cornelia Zuschke und Grünen-Sprecherin Hildegard Förster-Heldmann. (Ja, das zweite und das vierte Bild sind horizontal gespiegelt.)


Über Kunst und Bau im öffentlichen Raum sprachen am Mittwoch (10.12.) Hildegard Förster-Heldmann (Grüne), Architekturprofessorin Kerstin Schultz, Bauvereinsvorstand Sybille Wegerich und Baudezernentin Cornelia Zuschke.

Echo Online: Reiterstandbilder sind passé

Das Darmstadtium will Eisen in Nickel, Messing und Kupfer verwandeln

Der Saal hat 280 feste Sitzplatze und kann noch um 110 Stühle erweitert werden. Dazu kommen Steckdosen an den Plätzen, W-Lan und eine Kinobestuhlung die einen lange Tagungen aushalten lässt, aber in deren Polstern man nicht versinkt.

Der Saal hat 280 feste Sitzplatze und kann noch um 110 Stühle erweitert werden. Dazu kommen Steckdosen an den Plätzen, W-Lan und eine Kinobestuhlung die einen lange Tagungen aushalten lässt, aber in deren Polstern man nicht versinkt.

Das Darmstadtium hat heute seinen neuen Saal “Ferrum” (Eisen) offiziell vorgestellt. Der bislang nicht genutzte Raum soll im Jahr mindestens 100 Veranstaltungen in das Kongresszentrum ziehen und den Umsatz (Euros sind aus Nickel, Messing und Kupfer) steigern.

Spannend wird es nochmal, wenn in dem Saal das Stadtparlament tagt. Dazu können einige Stühle herausgenommen werden, damit Gänge nach oben bzw. unten entstehen. Hoffentlich ist der Zuschauerteil dann zugänglicher als die Tribüne im Justus-Liebig-Haus.

Echo Online: Darmstadtium präsentiert neuen Saal „Ferrum“ – Mit „Ferrum“ nimm das Wissenschafts- und Kongresszentrum den 26. und letzten Raum in Betrien

Der neue Saal liegt in dieser Spitze, die fast sieben Jahre lang nicht genutzt wurde. Ursprünglich sollte dort das "Cybernarium" rein, was dann aber nicht kam.

Der neue Saal liegt in dieser Spitze, die fast sieben Jahre lang nicht genutzt wurde. Ursprünglich sollte dort das “Cybernarium” rein, was dann aber nicht kam.

Der Schatz von Kranichstein – Die DKP blickt auf die “Soziale Stadt”-Förderung

Die "Neue Mitte" in Kranichstein war das letzte große Projekt des Städtebauprogramms "Soziale Stadt" in Kranichstein.

Die “Neue Mitte” in Kranichstein war das letzte große Projekt des Städtebauprogramms “Soziale Stadt” in Kranichstein.

1,3 Millionen Euro kostete die “Neue Mitte“, ein Platz in der Kranichsteiner Bartningstraße, der infolge von zwei Planungswerkstätten mit Bürgern und Einrichtungen entstanden war.

In ihrem aktuellen “Blickpunkt Kranichstein” (PDF, 1,3MB) schreibt die DKP dazu

1,3 Millionen Euro in Beton gegossen – Bei der Besichtigung des Boulevards breche ich in spontanen Jubel aus. Da haben sich die Stadtplaner wirklich was nettes für uns ausgedacht. Sofort mache ich mich auf die Suche nach dem vergrabenen Schatz. Irgendwo müssen die 1,3 Millionen ja liegen. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Sonntag (7.) hatte die DKP dann zu einer kleinen Begehung eingeladen. Echo Online: Kritik der Kommunisten an der „Sozialen Stadt“ – „Viel Geld in Beton investiert“: DKP-Mitglieder bemängeln bei Rundgang den Umgang mit Fördermitteln

Rund 7,5 Millionen Euro stecken über das Bund-Länder-Programm “Soziale Stadt” in baulichen Maßnahmen in Kranichstein, in Eberstadt sind es um die 7,7 Millionen Euro.

Wo – ich nenne es mal – der “Schatz von Kranichstein” vergraben ist, haben sich die Genossen (vielleicht unbemerkt) selbst beantwortet. Weiterlesen

Jetzt doch “Soziale Stadt”-Förderung im Westen Darmstadts

Das hatte ich im September 2013 doch “aufgedeckt”, dass die Stadt immer noch (erfolglos) dabei war, das Pallaswiesen- und das Mornewegviertel ins “Soziale Stadt“-Programm zu bekommen. Es stand als Vorhaben im Sozialatlas von 2013, nur tat es das auch schon 2010. Nur hatte man 2013 nicht groß drauf hinwiesen, sondern es einfach in den Bericht reingeschrieben. (Ich hatte in beide Berichte halt damals jeweils reingeguckt.)

Die Sozialatlanten von 2010 und 2013.

Die Sozialatlanten von 2010 und 2013.

Und vom Land Hessen gab es auch keine Hoffnung oder klare Antwort, ob und wann der Darmstädter Westen in das Förderprogramm reinkommt.

Echo Online, 7.9.2013: Neuer Sozialatlas für Darmstadt – „Die Städte und Gemeinden können jederzeit einen Aufnahmeantrag stellen“, sagte eine Sprecherin des hessischen Wirtschaftsministeriums auf Anfrage. Aber die Kapazität des Soziale-Stadt-Programms sei begrenzt, es gebe eine Warteliste. „In der Regel beträgt die Wartezeit mehrere Jahre, ein Regelzeitraum kann hier nicht benannt werden.“

Jetzt aber hat sich bei dem Städtebauprogramm doch was getan und das ist auch gut:

darmstadt.de: Förderbescheide – In diesem Jahr wird das Stadtgebiet Pallaswiesenviertel/Mornewegviertel der Stadt Darmstadt neu in das Programm aufgenommen, während die Maßnahme Kranichstein fortgeführt werden kann. Priska Hinz, Hessens Ministerin für Stadtentwicklung überreichte dem Oberbürgermeister Jochen Partsch, einen Förderbescheid über 169.000 Euro für das Gebiet Pallaswiesenviertel/Mornewegviertel im Programmjahr 2014. Damit können gemeinsam mit dem Eigenanteil Investitionen in Höhe von insgesamt 250.000 Euro finanziert werden.

Deswegen kann man jetzt natürlich auch auf 2010 verweisen:

Echo Online, 5.12.2014: Förderung für Pallaswiesen- und Mornewegviertel – Dass Pallaswiesen- und Mornewegviertel endlich im Fördertopf sind, sei „lange geplant und erhofft“, sagte OB Partsch. Schon bei der Erstellung des vorletzten Sozialatlas’ noch zu seiner Zeit als Sozialdezernent sei dies empfohlen worden.

Ahnungslose Fahrer finden ihr Ziel dann doch

Dass Busunternehmen ihre Fahrer nicht unbedingt in die Motoreinstellungen (z.B. für Stadt- oder Überlandverkehr) einweisen, wurde mir mal erzählt – damit die sie halt nicht verstellen.

Das man den Fahrern aber nichtmal sagt, für welche Kunden und welche Tour gebucht sind, fand ich gestern dann doch etwas seltsam.

Ich sollte über die „Jobtournee“ berichten (Studierende und Absolventen treffen neun Unternehmen an ihren Standorten). Treffpunkt war um 10.30 Uhr am Hauptbahnhof, aber um 10.15 Uhr war noch niemand zu sehen. Es war kalt und es waren schon ein paar andere Studenten da, die frierten, da noch keine „Reiseleitung“ da war.

Aber dafür gab es zwei Busse (ich wusste, dass es drei Busse sind) mit den Nummern „1“ und „2“ in den Fenstern, die für die Rundfahrt ganz geeignete erschienen. Ich fragte die beiden Fahrer, ob sie für die „Jobtournee“ fahren – und die wussten von nichts, aber so gar nichts; sagten sie jedenfalls (ja, sie konnten perfekt Deutsch).

Aber als es dann um 11 Uhr losging, stiegen wir in genau diese Busse ein – und kamen auch ans Ziel.

Ein dreifach ungewöhnlicher Prozess

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1. Wenn man jemanden überfällt, dann beraubt man in der Regel nicht den Ex-Schwager. 2. Ein Angeklagter wird selten von der Verhandlung ausgeschlossen, weil er zu sehr stört. Und bei der Richterin war es sogar das erste Mal in 20 Jahren. 3. So ein krummes Strafmaß hatte ich bisher noch nicht: Drei Jahre, sechs Monate und zwei Wochen. Die zwei Wochen stammen aus einer frühren Geldstrafe, die mit ins Urteil einbezogen werden musste.

Echo Online: Schwager überfallen – Mehr als dreieinhalb Jahre Haft für Angeklagten