Unterwegs … (18) … im Landgericht: Wo ist mein Prozess?

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Da gucke ich auf den Aushang im Landgericht und frage mich, wo denn der eine Prozess vom Montag gebleiben ist? Tja, der Angeklagte hatte überraschend gestanden, wie ich erfuhr. Und daher gab es bei der Kolumbien-Odenwald-Connection schneller ein Urteil als gedacht.

Echo Online: Drogenschmuggler legt Geständnis ab – Mann aus Wald-Michelbach muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis

Getroffen … (2) … Horst Rotter über die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt

Kommando der freiwilligen Feuerwehr Darmstadt 1937. Horst Rotter sucht den Namen des Feuerwehrmanns oben links. Dieser soll noch leben und könnte etwas zur Wehrgeschichte nach dem Krieg beitragen.

Kommando der freiwilligen Feuerwehr Darmstadt 1937. Horst Rotter sucht den Namen des Feuerwehrmanns oben links. Dieser soll noch leben und könnte etwas zur Wehrgeschichte nach dem Krieg beitragen.

Horst Rotter, langjähriger Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt, stellt eine Dokumention zur Wehr nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen und freut sich über Hinweise. Echo Online: Anruf, Knopfdruck, Alarm

Schüler aus Darmstadt, Frankreich, Italien und Tschechien im Haus der Geschichte

Eine internationale Schülergruppe recherchierte diese Woche im Staatsarchiv am Karolinenplatz.

Eine internationale Schülergruppe recherchierte diese Woche im Staatsarchiv am Karolinenplatz.


Während vor genau 100 Jahren im Ersten Weltkrieg tausendfach gestorben wurde, recherchierten diese Woche Schüler der Edith-Stein-Schule und ihrer Partnerschulen Lycée St. Dominique (Nancy), Liceo Veronica Gambara (Brescia) und Gymnázium třída Kapitána Jaroše (Brünn) im Staatsarchiv zum Krieg.
Die in zweieinhalb Tagen gewonnenen Erkenntnisse werden in Schaukästen präsentiert.

Die in zweieinhalb Tagen gewonnenen Erkenntnisse werden in Schaukästen präsentiert.


Echo Online: Dokumente geben Schicksale preis
Mit dem Tod an der Westfront endete auch eine Liebe.

Mit dem Tod an der Westfront endete auch eine Liebe.

Unterwegs … (14) … bei freien Kindergärten und Horten

Der Tag der Freienen Träger iste ine gemeinsame Veranstaltung des "Dachverband selbstorganisierter Kindereinrichtungen Darmstadt" (DaS KinD) und der Centralstation.

Der Tag der Freienen Träger iste ine gemeinsame Veranstaltung des “Dachverband selbstorganisierter Kindereinrichtungen Darmstadt” (DaS KinD) und der Centralstation.

Sonntag stellten sich über zwei Dutzend freie Kinderbetreuungseinrichtungen in der Centralstation vor – und ich als kinderloser Journalist vor Ort.

Echo Online: Eltern als Hausmeister oder Buchhalter – Wenn private Initiativen Plätze anbieten, ist als Gegenleistung mehr als nur Geld erwünscht

An der Initiative „Maviki“ (MartinsViertelKinder) konnte ich jedenfalls nicht vorbei, da steckt einfach zu sehr (jedenfalls phonetisch) mein Name drin. ;-)

Unterwegs … (11) … bei den Grünen

Der TU-Soziologe Michael Hartmann und OB Jochen Partsch diskutierten am Mittwoch mit Bürgern im Heiner-Lehr-Zentrum.

Der TU-Soziologe Michael Hartmann und OB Jochen Partsch diskutierten am Mittwoch mit Bürgern im Heiner-Lehr-Zentrum.

Echo Online: Von unglaublichen Zuständen im Mutterland des Kapitalismus berichtete TU-Soziologe Michael Hartmann am Mittwochabend im Heiner-Lehr-Zentrum. „Die USA waren mal das Land mit den höchsten Steuersätzen von über 90 Prozent.

Zum Spitzensteuersatz siehe auch “Der Obolus der Rockefellers” oder “Fehlende Mittel gegen organisierte Gier“.

Unterwegs … (8) – Nachbarschaftshilfe in Eberstadt und Braunshardt

Manchmal fallen die Themen ja fast zeitgleich zusammen. In Braunshardt hat sich ein Verein gegründet, der auch Nachbarschaftshilfe organisieren will. Und in Eberstadt soll ein privates Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe geknüpft werden. Beides auf lokaler Ebene, da der Austausch besser in der räumlichen Nähe klappt.

Nur will man in Eberstadt den Verein wegen der damit einhergehenden Bürokratie vermeiden, während man in Braunshardt (www.wohnenbleiben-braunshardt.de) gerade den Verein will, auch um versicherungsrechtlich auf sie sichere Seite zu kommen.

Der Vorstand des Vereins "Wohnenbleiben Braunshardt". Von links nach rechts: Angelika Reitz-Gottschall (2. Vorsitzende), Bürgermeister Ralf Möller (Gründungsversammlungsleiter), Angelika Weber (Kassenwartin), Gurunathan Sivakumar (Beisitzer), Gabriele Jenny-Deußer (Schriftführerin) und Volker Deußer (1. Vorsitzender).

Der Vorstand des Vereins “Wohnenbleiben Braunshardt”. Von links nach rechts: Angelika Reitz-Gottschall (2. Vorsitzende), Bürgermeister Ralf Möller (Gründungsversammlungsleiter), Angelika Weber (Kassenwartin), Gurunathan Sivakumar (Beisitzer), Gabriele Jenny-Deußer (Schriftführerin) und Volker Deußer (1. Vorsitzender) Foto: wohnenbleiben-braunshardt.

Kommentar: Stadtteilfonds, Bürgerjurys – und dann doch Ortsbeiräte?

Im Kommunalwahlkampf 2011, davor und danach war und ist die Uwiga für Ortsbeiräte in Darmstadt. Was aber damals abgelehnt wurde. Und der neue OB wollte auch lieber auf Quartiersforen setzen, in denen kein Parteiengezänk stattfindet. Ich sehe Ortsbeiräte skeptisch, da sie laut Hessischer Gemeindeordnung nicht hinreichend selbstständig sind und am Ende immer das Stadtparlament das letzte Wort hat. Wenn – so meine Überlegung damals und heute – sind Ortsbeiräte nur dann sinnvoll, wenn sie auch ein Budgetrecht für ihren Stadtteil haben.

Nun gibt es eine aktuelle Entwicklung: Stadtteile könnten im Rahmen des Bürgerhaushalts ein Budget bekommen, wie am Mittwoch (15.10.) die Bürgerbeauftragte auf einer Veranstaltung mitteilte. Über das Budget sollen dann “Bürgerjurys” entscheiden.

So sympathisch ich die Idee mit den Stadtteilfonds finde, glaube ich, dass in so einem Gremium schnell das parteipolitische Hick-Hack einzieht, wenn es über Geld entscheiden kann. Die Stadtteilrunde Kranichstein läuft als Quartierforum meiner Einschätzung nach deswegen so gut, weil es dort nichts zum Abstimmen gibt.

Und dann halte ich ordnungspolitisch betrachtet ein bei ordentlichen Wahlen bestimmtes Gremium wie einen – jetzt kommt das böse Wort – Ortsbeirat für die am saubersten legitimierte “Bürgerjury”. Es liegt dann halt an den Wählern, in die Ortsbeiräte nicht wieder die üblichen Verdächtigen der etablierten Parteien zu wählen. Zudem gibt es mit dem einzigen Darmstädter Ortsbeirat (Wixhausen) eine Blaupause, das System wäre HGO-kompatibel und relativ schnell installiert.

Johann-Heinrich-Merck-Denkmal wird gereinigt

Die Johann-Heinrich-Merck-Stele im Herrngarten Darmstadt wird gereinigt. Auf dem Bild von links Sigmar Herberg, Werkleiter Merck Darmstadt, Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypris, Restaurator Hermann Freymadl und Obernbürgermeister Jochen Partsch.

Die Johann-Heinrich-Merck-Stele im Herrngarten Darmstadt wird gereinigt. Auf dem Bild von links Sigmar Herberg, Werkleiter Merck Darmstadt, Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries, Restaurator Hermann Freymadl und Oberbürgermeister Jochen Partsch. Foto: Merck


Echo online: Schönheitskur für Schriftsteller Merck – Chemieunternehmen lässt Obelisken des Bildhauers Hans Mettel am Herrngartenteich reinigen

(PM Merck) Merck lässt das im städtischen Besitz befindliche Johann-Heinrich-Merck-Denkmal im Herrngarten in neuem Glanz erscheinen und gibt ihm einen neuen Schutzanstrich. Die rote Sandsteinsäule, die seit 56 Jahren an der Ostseite des Herrngartenteichs steht, wurde zuletzt durch Graffiti arg verunstaltet. Das Denkmal des Bildhauers Hans Mettel (1903 bis 1966) wurde im Jahr 1958 von der Stadt Darmstadt im Herrngarten aufgestellt.

Zunächst hatte die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries kürzlich angeregt, die Stele reinigen zu lassen. Daraufhin hat sich Merck, ein führendes Unternehmen für hochwertige pharmazeutische und chemische Hightech-Produkte, bereit erklärt, die Kosten in Höhe von rund 4.000 Euro für die Reinigung zu übernehmen. „Das war für uns eine Selbstverständlichkeit“, betonte Dr. Sigmar Herberg, Werkleiter von Merck Darmstadt. Oberbürgermeister Jochen Partsch ergänzte: „Dank und Respekt dem Unternehmen Merck, das sich bereit erklärt hat, die Stele reinigen und aufarbeiten zu lassen und die Kosten dafür zu übernehmen. Damit machen sie sich erneut um unsere Stadt verdient und zeigen auch, dass sie stolz auf die Firmen- und Familiengeschichte von Merck in Darmstadt sind.“

Zum symbolischen Reinigungsbeginn trafen sich Brigitte Zypries, Jochen Partsch und Sigmar Herberg am Dienstagnachmittag, 29. Juli, im Herrngarten. Von Steinmetz- und Steinbildhauermeister Hermann Freymadl (Gernsheim) erfuhren sie, wie die Denkmalpflege-Spezialisten vorgehen, um die Sandsteinsäule vor künftigen Schmierereien zu schützen. Zunächst trägt Freymadl eine speziell entwickelte Abbeizpaste auf. Mit 110 Grad heißem Dampf wird die Stele von Farbe und Lack befreit. Nachdem sie abgetrocknet ist, wird ein Anti-Graffiti-Spray appliziert. Vorteil: Sollte das Kunstwerk abermals Opfer von Vandalismus werden, muss nicht mehr die gesamte Reinigungsprozedur wiederholt werden; lediglich der Anti-Graffiti-Schutzfilm wird erneuert.

„Wir sind doch nur insofern etwas als wir was für andere sind.“

„Wir sind doch nur insofern etwas als wir was für andere sind.“ Foto: Marc Wickel


„Wir sind doch nur insofern etwas, als wir was für andere sind“ ist die Inschrift auf dem Johann-Heinrich-Merck-Denkmal. Der 1741 geborene Merck war nicht nur Naturforscher, sondern auch Kunst- und Literatur-Sachverständiger sowie Schriftsteller. Zeitlebens war er auch ein bedeutender Mentor von Johann Wolfgang von Goethe, unter anderem als Rezensent und Verleger früher Goethe-Texte, allen voran des „Götz von Berlichingen“. 1791 starb Johann Heinrich Merck im Alter von 50 Jahren. Fast 150 Jahre später wurde ihm die Ehre zuteil, von dem Bildhauer Hans Mettel, der in den 1950er Jahren Direktor der Frankfurter Städelschule war, in rotem Sandstein verewigt zu werden.

An Johann Heinrich Merck erinnern auch die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt, der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essays von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie die Johann-Heinrich-Merck-Medaille der Goethe-Gesellschaft Darmstadt.