Die Christoph-Graupner-Schule will das Therapiebad behalten

Eltern und Lehrern befürchten, dass das Therapiebad in der Christoph-Graupner-Schule (CGS) sich nach einer Schulsanierung im Nordbad befindet. Die Stadt sieht so aber Inklusion gefördert und gleichzeitig Kosten gesenkt. Die CGS ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung mit und einer Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung.

Echo online: Ungewisse Zukunft für das Therapiebad

„Die Schule ist in diese Diskussion nicht eingebunden“, ärgert sich Ulrike Hestermann, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Man brauche das Therapiebad nur von außen zugänglich machen, findet Schulleiterin Gisela Kappacher. „Das könnte rund um die Uhr belegt sein.“ Es sei nur eine Frage der Organisation und eines Zugangs von außen, der nicht durchs Schulgebäude führt.

Die Therapiebadtemperaturen liegen bei rund 33 Grad Celsius, das Becken ist zwischen 30 Zentimetern und 1,20 Meter tief und hat zudem spezielle Vorrichtungen. „Die cerebral paretischen Kinder müssen durchs Wasser gezogen werden“, schildert Konrektorin Elvira Gotta-Wolf ein Beispiel. Cerebralparesen sind Bewegungsstörungen infolge einer Hirnschädigung oder -entwicklungsstörung.

Die Schule würde das Bad gerne weiterhin angrenzend an ihr Gebäude haben. Jede Busfahrt ins (700 Meter Fahrstrecke) Nordbad mit einer Klasse mit Schülern mit Behinderungen wäre sehr aufwändig, weist Gisela Kappacher hin. „In der Regel habe wir zwei Rollstuhlfahrer in den Klassen“,einige Kinder seien auch mehrfach behindert.

Ein Neubau an der CGS mit öffentlichem Zugang würde laut Stadt aber mindestens 450.000 Euro mehr kosten wegen Schwimmbadtechnik, Nebenräumen, Umkleiden und Kassenbereich.

Es gab auch einen Grenzstein zu sehen

Ein Obelisk, Alphornbläser, Kanunklänge und Rentierschinken in einem FFH-Schutzgebiet. Der städtische Grenzgang führte Samstag durch den Kranichsteiner Wald nordöstlich des Jagdschlosses, weil Kranichstein vor genau 450 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Zu Zeiten Ludwigs VIII. (1691-1768) konnte man Kranichstein sogar als hessische Hauptstadt sehen. Der „Jagdlandgraf“ hatte seine Hauptresidenz ins Jagdschloss verlegt. Er ließ auch das Rondell ans Schloss anbauen, das ein Zentrum eines barocken Schneisensterns ist – zum bequemen Schießen vom Schloss aus.

Nebenbei verbot er Kaffeetrinken (außer für Bürger mit „Ansehen und Vermögen“) und bestrafte Bauern, die sich dagegen wehrten, dass das Wild ihre Felder verwüstete. Und nur die Freundschaft zur Kaiserin Maria-Theresia hatte verhindert, dass Hessen-Darmstadt wegen seiner Schulden in den Bankrott ging.

Grenzgang 14.6.2014 01 800x Weiterlesen

Stolpersteine

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Heute (29.5.2014) hat Gunter Demnig in der Darmstädter Innenstadt insgesamt 14 “Stolpersteine” verlegt; zum Gedenken an:

Rudolf und Erna Steinberg, Hans Stephan Steinberg, Lotte Steinberg (Ernst-Ludwig-Str. 17) – Leopold und Clothilde Hachenburger, Else Fanny Hachenburger, Julie Rosentha (Wilhelminenstraße 31) – Justine Rothschil, Mathilde Rothschild (Elisabethenstraße 45) – Henriette Ollendorf (Saalbaustraße 10) – Hedwig Adler, Margarethe Adler (Adelungstraße 48) – Salomon Lichtenstein (Adelungstraße 49).

(PM DA) Das Projekt „Stolpersteine“ ist eine Idee des Kölner Künstlers Gunter Demnig und soll an die Menschen erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus Opfer von Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung wurden. Die Stolpersteine werden vor dem Haus verlegt, in dem die Menschen, an die sie erinnern sollen, ihre letzte freiwillige Wohnung hatten oder gearbeitet haben. Seit 2005 wird das Projekt auch in Darmstadt umgesetzt, seitdem wurden rund 199 Gedenksteine in der Stadt verlegt.