Unterwegs … im Landgericht: Kugel auf Balkon im zweiten Stock

Justiza Landgericht Ausschnitt
Beim Landgerichtsprozess um den Mord in der Taunusstraße am 21. März 2014 ging es am Donnerstag (28.) um Schmauch- und Treibladungsspuren sowie die Lage von Projektilen und Hülsen.

Unter anderem war ein Projektil von den fünf Schüssen auf offener Straße irgendwo so abgeprallt, dass es auf einer Couch auf einem Balkon im zweiten Stock landete.

Echo Online: Schussspuren belasten den Angeklagten

Noten fürs Abi gekauft

Auch kleinere Ensemlbles, wie hier Paul-Philipp Pratz, David Wagner und Helene Hoffmann spielten auf dem Elo-Herbstkonzert am Dienstag (25. November).

Auch kleinere Ensemlbles, wie hier Paul-Philipp Pratz, David Wagner und Helene Hoffmann spielten auf dem Elo-Herbstkonzert am Dienstag (25. November).


An der Eleonorenschule (Elo) wird es nächstes Jahr eine ungewöhnliche Abiturprüfung geben. Oberstufenschüler Jan Franke hat als „besondere Prüfungsleistung“ ein symphonisches Blasorchester zusammengestellt, Stücke ausgesucht, einstudiert und extra Notensätze gekauft. Am Mittwoch trat das Orchester beim Elo-Herbstkonzert zusammen mit vier Schülerensembles auf, die Salon-Kompositionen, Jazz und Pop spielten.

Echo Online: Blasmusik ganz ohne Polka und Märsche

Heinertown hört Ende November auf

Die Darmstädter Online-Zeitung “Heinertown” hört auf, wie der Verlag in einer E-Mail an die Abonnenten mitteilt. Mit dem Tod des Herausgebers Uwe Lorenz am 13. September 2014 habe man “ihren Kopf, Motor und Netzwerker verloren”.

Leider sei es nicht gelungen, ein schlagkräftiges Führungsteam zu finden, erklärt der Verlag, sodass die Online-Zeitung zum 30. November eingestellt wird.

“Heinertown” war im Frühjahr 2010 gestartet. Ungewöhnlich für eine Online-Zeitung war, dass es sie nur im Abo gab. Allerdings war die Berichterstattung schnell umstritten; Lokalpolitiker sagten mir, sie fänden, dass die Geschichten gerne einen “Dreh” bekämen. Auch ich hatte das oft Gefühl, dass bei “Heinertown” der Trend einer Geschichte vorher festgelegt worden war, was dann zu einem … äh, einzigartigen … Stil für eine Lokalzeitung führte. Beispielsweise sorgte man sich bei der Stadt und den Fans des SV98, dass das Stadion rechtzeitig zum Zweitligastart in diesem Jahr wieder bespielbar ist. Aus dieser Mitteilung wurde ein Artikel, den man so verstehen kann, dass der Geschäftsführer der Sportstättenverwaltungsgesellschaft versage.

Ich hatte mich als freier Journalist dort auch mal gemeldet und wurde drei Monate später angerufen. Nachdem mir der Herausgeber die Randbedingungen genannt hatte, hatte ich nach kurzer Nachfrage aufgelegt – ich hatte noch nicht mal nach Honoraren gefragt.

Und im Spätsommer 2011 mahnte “Heinertown” einen Darmstädter Blogger ab, der den Stil der Webzeitung kritisiert hatte, was ich dann hier im Blog verfolgte.

Ich fand es erstaunlich, wie “Heinertown”, das gegen alle möglichen Einrichtungen und Parteien austeilte, im September 2011 sehr unsouverän im Einstecken war. Es passte meiner Meinung nach halt nicht zusammen, sich auf Presse- und Meinungsfreiheit zu berufen und dann selber andere deswegen juristisch anzugehen. Eine politische Gruppierung sprach infolge der Geschichte auch nicht mehr mit der Online-Zeitung.

Wo ich “Heinertown” aber wirklich vorne sah, war bei seinen Artikeln über das Klinikum Darmstadt und den Aktionen des damaligen Chefs. Auch so einige Artikel über die HSE und ihre damaligen Vorstände waren gut. Aber – so mein Eindruck – mit der Geschichte um einen Posten für den Darmstädter CDU-Vorsitzenden im Klinkum ein Jahr nach der Abmahnungsgeschichte, im September 2012, war die Luft aus meiner Sicht irgendwie raus. Zum Schluss – und das auch schon vor dem plötzlichen Tod des Herrausgebers – fehlte es meiner Meinung nach schon an Mitarbeitern; viele Meldungen waren redigierte Pressemitteilungen.

Unterwegs … (19) … Neuer Schlossplatz in Braunshardt

„Trister Waschbeton, unübersichtliche Gehölzgruppen, in die Jahre gekommene Möblierung und provisorische Stellplätze.“ So beschrieb selbst die Stadt Weiterstadt den Braunshardter Schlossplatz Anfang 2014.

Nun ist der Platz neu gestaltet. Nur halte ich jetzt für wenig spannend, wie der Platz nun aussieht, da er keine neuen Funktionen hat. Den Platz zeigt ein Foto im Artikel und die Braunshardter wissen eh wie der Platz aussieht und aussah. Das Besondere ist meiner Meinung nach die Geldquelle. Denn bezahlt wurde der Platz vom Land Hessen und der Fraport; als kleiner Ausgleich, weil Weiterstadt vom Fluglärm betroffen ist. Aus dem Topf “Nachhaltige Kommunalentwicklung” bekommen zwölf Kommunen Geld, Weiterstadt ist die einzige davon im Landkreis Darmstadt-Dieburg; die anderen Kommunen sind Bischofsheim, Büttelborn, Flörsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Neu-Isenburg, Offenbach, Raunheim, Rüsselsheim und Trebur.

Echo Online: Neues Gesicht für den Schlossplatz

Spannend könnte es allerdings noch wegen der Parkplätze werden. Im Sommer hatten Bürger beschwert, dass welche wegfallen. Passte jetzt aber nicht mehr rein.

Unterwegs … (18) … im Landgericht: Wo ist mein Prozess?

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Da gucke ich auf den Aushang im Landgericht und frage mich, wo denn der eine Prozess vom Montag gebleiben ist? Tja, der Angeklagte hatte überraschend gestanden, wie ich erfuhr. Und daher gab es bei der Kolumbien-Odenwald-Connection schneller ein Urteil als gedacht.

Echo Online: Drogenschmuggler legt Geständnis ab – Mann aus Wald-Michelbach muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis

Außerordentlich geirrt: Kein Millionenplus in Weiterstadt

Der Haushalt der Stadt Weiterstadt für 2015 ist 81.172 Euro im Plus.

Der Haushalt der Stadt Weiterstadt für 2015 ist 81.172 Euro im Plus.

Verdammt. Da hatte ich den Haushaltentwurf aus Weiterstadt falsch verstanden und das ordenliche Ergebnis mit dem außerordentlichen Ergebnis in einem Artikel zusammengeworfen.

Weiterstadt rechnet für 2015 mit insgesamt rund 56 Millionen Euro Einnahmen und wird rund 53,4 Millionen Euro ausgeben. Das bedeutet ein Plus von rund 2,4 Millionen Euro. Das ist neu, in den vergangenen Jahren wiesen die Weiterstädter Haushaltspläne stets ein Defizit aus

Tja, das war falsch, es zählt das ordentliche Ergebnis. Damit bleibt nur ein Plus von 81.172 Euro, also eine sogenannte “schwarze Null” wenn man das Gesamtvolumen von 53 Millionen Euro betrachtet.

Getroffen … (2) … Horst Rotter über die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt

Kommando der freiwilligen Feuerwehr Darmstadt 1937. Horst Rotter sucht den Namen des Feuerwehrmanns oben links. Dieser soll noch leben und könnte etwas zur Wehrgeschichte nach dem Krieg beitragen.

Kommando der freiwilligen Feuerwehr Darmstadt 1937. Horst Rotter sucht den Namen des Feuerwehrmanns oben links. Dieser soll noch leben und könnte etwas zur Wehrgeschichte nach dem Krieg beitragen.

Horst Rotter, langjähriger Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt, stellt eine Dokumention zur Wehr nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen und freut sich über Hinweise. Echo Online: Anruf, Knopfdruck, Alarm