Unterwegs … (18) … im Landgericht: Wo ist mein Prozess?

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Die Justizia auf dem Darmstädter Justizzentrum am Mathildenplatz.

Da gucke ich auf den Aushang im Landgericht und frage mich, wo denn der eine Prozess vom Montag gebleiben ist? Tja, der Angeklagte hatte überraschend gestanden, wie ich erfuhr. Und daher gab es bei der Kolumbien-Odenwald-Connection schneller ein Urteil als gedacht.

Echo Online: Drogenschmuggler legt Geständnis ab – Mann aus Wald-Michelbach muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis

Außerordentlich geirrt: Kein Millionenplus in Weiterstadt

Der Haushalt der Stadt Weiterstadt für 2015 ist 81.172 Euro im Plus.

Der Haushalt der Stadt Weiterstadt für 2015 ist 81.172 Euro im Plus.

Verdammt. Da hatte ich den Haushaltentwurf aus Weiterstadt falsch verstanden und das ordenliche Ergebnis mit dem außerordentlichen Ergebnis in einem Artikel zusammengeworfen.

Weiterstadt rechnet für 2015 mit insgesamt rund 56 Millionen Euro Einnahmen und wird rund 53,4 Millionen Euro ausgeben. Das bedeutet ein Plus von rund 2,4 Millionen Euro. Das ist neu, in den vergangenen Jahren wiesen die Weiterstädter Haushaltspläne stets ein Defizit aus

Tja, das war falsch, es zählt das ordentliche Ergebnis. Damit bleibt nur ein Plus von 81.172 Euro, also eine sogenannte “schwarze Null” wenn man das Gesamtvolumen von 53 Millionen Euro betrachtet.

Getroffen … (2) … Horst Rotter über die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt

Kommando der freiwilligen Feuerwehr Darmstadt 1937. Horst Rotter sucht den Namen des Feuerwehrmanns oben links. Dieser soll noch leben und könnte etwas zur Wehrgeschichte nach dem Krieg beitragen.

Kommando der freiwilligen Feuerwehr Darmstadt 1937. Horst Rotter sucht den Namen des Feuerwehrmanns oben links. Dieser soll noch leben und könnte etwas zur Wehrgeschichte nach dem Krieg beitragen.

Horst Rotter, langjähriger Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt, stellt eine Dokumention zur Wehr nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen und freut sich über Hinweise. Echo Online: Anruf, Knopfdruck, Alarm

Unterwegs … ein Zufall

Das Finale: Alle Aktiven mit bunt leuchtenden Stäbchen und Kugeln.

Das Finale: Alle Aktiven mit bunt leuchtenden Stäbchen und Kugeln.

Bei diesem Termin in Braunshardt gab es einen sehr schrägen Zufall. Ich traf dort eine Klassenkameradin, mit der ich damals (1978/79) im Gymnasium war.

Ok, das ist nicht ungewöhnlich, wer aus der Gegend nicht wegkommt, trifft immer die gleichen Leute. ;-) Aber sie wohnt inzwischen in Frankfurt und war nur zu Besuch. Dass sie aus Weiterstadt war, wusste ich nicht, in der Klasse waren um die drei Dutzend Schüler, damals wusste ich null wo diese ganzen Orte wie Kranichstein, Messel, Roßdorf oder Worfelden liegen.

Das sehr schräge war: Ich hatte neulich das Klassenfoto von damals angeguckt und auf dem Weg zum Termin (!!) kurz überlegt, dass ich doch mal den einen Kollegen fragen sollte, ob diese Klassenkameradin seine Schwester war/ist. Der Nachname ist nämlich der gleiche und an der Schule hieß auch ein Lehrer so (tatsächlich der Vater des Kollegen).

So: Sportgala, 125 Jahre TSV Braunshardt

Die „Yellow Stars“ und „Tornados“ tanzen einen Cancan zu Jacques Offenbachs mitreißenden „Galop infernal“.

Die „Yellow Stars“ und „Tornados“ tanzen einen Cancan zu Jacques Offenbachs mitreißenden „Galop infernal“.

Schüler aus Darmstadt, Frankreich, Italien und Tschechien im Haus der Geschichte

Eine internationale Schülergruppe recherchierte diese Woche im Staatsarchiv am Karolinenplatz.

Eine internationale Schülergruppe recherchierte diese Woche im Staatsarchiv am Karolinenplatz.


Während vor genau 100 Jahren im Ersten Weltkrieg tausendfach gestorben wurde, recherchierten diese Woche Schüler der Edith-Stein-Schule und ihrer Partnerschulen Lycée St. Dominique (Nancy), Liceo Veronica Gambara (Brescia) und Gymnázium třída Kapitána Jaroše (Brünn) im Staatsarchiv zum Krieg.
Die in zweieinhalb Tagen gewonnenen Erkenntnisse werden in Schaukästen präsentiert.

Die in zweieinhalb Tagen gewonnenen Erkenntnisse werden in Schaukästen präsentiert.


Echo Online: Dokumente geben Schicksale preis
Mit dem Tod an der Westfront endete auch eine Liebe.

Mit dem Tod an der Westfront endete auch eine Liebe.

Unterschriftensammlung in Weiterstadt

Verschlossen und soll abgebaut werden: Das WC am Weiterstädter Marktplatz.

Verschlossen und soll abgebaut werden: Das WC am Weiterstädter Marktplatz.


Echo Online: Bürgerinitiative macht sich für Erhalt eines WC am Weiterstädter Marktplatz stark – Rund 500 Unterschriften wurden gesammelt, sie werden nächste Woche dem Bürgermeister übergeben.

Ich glaube, wenn es auch so viele WC-Nutzer gegeben hätte (2012 und 2013 waren insgesamt rund 320), hätte die Stadtverwaltung nicht vorgeschlagen, die automatische Toilette abzubauen.

Wofür leider kaum Platz ist: „Zu einem durchschnittlichen Talk gehören …“

Hach ja, beim Schreiben im Internet hat man Platz. Wie die “Welt” in ihrer Kritik über die gestrige ZDF-Diskussion bei “Maybritt Illner” zeigt.

Ich würde ja auch mal gerne im Lokalteil sowas schreiben wie:

Zu einem durchschnittlichen Talk gehören (…) Man könnte es auch anders sagen: Zu viele Gäste für zu wenig Sendeminuten.(…) Am Ende werden viele Gäste viel geredet, aber zu wenig gesagt haben.

Einfach mal Rituale aufzeigen oder Eindrücke wiedergeben.

Nur braucht das (auch bei der “Welt”) rund 1500 Zeichen. Das wäre aber in der Regel mein halber Artikel. Am Ende hat dieser “Welt”-Text rund 5200 Zeichen, ok, minus die 1500 kommt man bei 3700 Zeichen raus, das wäre schaffbar. Aber das Rituale aufzeigen, das manchmal eben sinnvoll wäre, kommt zu kurz.

Unterwegs … (15) … Zeitzeugin Edith Erbrich

Die noch 1945 ins KZ Theresienstadt deportierte Zeitzeugin Edith Erbrich sprach am Mittwoch (12.) in der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt.

Die noch 1945 ins KZ Theresienstadt deportierte Zeitzeugin Edith Erbrich sprach am Mittwoch (12.) in der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt.


Persönlicher als abstrakte Ermordetenzahlen in Millionenhöhe sein können, schilderte die Frankfurterin Edith Erbrich (77) auf einer Veranstaltung des DGB-Weiterstadt rund 80 Oberstufenschülern, wie sie als Kind in Deutschland schikaniert, verfolgt und drei Monate vor Kriegsende ins KZ Theresienstadt kam. Echo Online: Kartoffelschalen gegen den Hunger.

Nach dem Krieg stellte sich heraus, dass die SS ursprünglich geplant hatte, sie und andere Kinder weiter ins KZ Auschwitz zu deportieren und am 9. Mai 1945 zu vergasen. Auschwitz war am 27. Januar 1945 von der Roten Armeee befreit worden, am 8. Mai kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos.