Wo die Stadt beteiligt ist, gibt es Probleme

Bei drei städtischen Töchtern (wenn man das Staatstheater als Tochter sieht) scheint es zum Jahresende drunter und drüber zu gehen:

Stille Nacht, teure Nacht bei der Entega Weihnachtsfeier – Die Entega soll 300.000 Euro für 1000 Personen ausgegeben haben – Partsch verlangt Aufklärung

Darmstädter Theaterstreit: „Kaum jemand traut sich“ Theaterstreit – Viele Beschäftigte berichten von einer „Atmosphäre der Angst“ – und wollen lieber anonym bleiben

Ermittlungen: Klinikum-Chefarzt fuhr Wachmann an und flüchtete Körperverletzung – Zwischenfall auf Klinikum-Gelände: Mediziner soll sich Kontrolle widersetzt haben

Fährt der FDP-Generalsekretär auf der Autobahn …

tagesschau.de: Die Arbeit mit der Union sei “erkennbar schwerer, als wir uns das zu Beginn der Legislaturperiode vorgestellt haben”, sagte FPD-Generalsekretär Patrick Döring, “die Union hat sich an vielen Stellen stark sozialdemokratisiert

Warum fällt mir da gerade jetzt der Witz mit dem Geisterfahrer (“Wieso einer? Hunderte!“) ein? ;-)

300.000 Euro für eine Weihnachtsfeier?

Ich wurde ja mal gefragt, was an dem Unternehmen so interessant sei, dass es hier so oft im Blog vorkommt? Nun, eben solche Geschichten von Töchtern wie dieser: Stille Nacht, teure Nacht bei der Entega. Das Unternehmen kommentiert die Summe übrigens nicht.

Nachtrag, 28.12., HR-Online hat den Echo-Artikel aufgegriffen und bekommt von der HSE genausowenig Antworten zur Summe: Ärger um teure Weihnachtsfeier

Die Würde des Bundespräsidentenamtes unter schwarz-gelb

Seitdem ausgerechnet die bürgerlichen Parteien CDU und FDP den jeweiligen Bundespräsidenten ausgucken, wird sowas von geschachert und geeiert, wer es macht, damit er Angie&Co ja nicht überstrahlt (was nicht heißt, dass es andere besser machen werden). Bis sich damals schwarz-gelb auf Köhler geeinigt hatte, waren gefühlt 20 Anwärter präsidabel und verheizt.

Heraus kam einer, den keiner kannte.

Und bei Wulff führte die Diskussion innerhalb der Mehrheit habenden Parteien mindestens zu soviel Entwürdigung des Amtes wie ein Wahlkampf um den Posten.

Und heraus kam einer, der Leute kennt, wo er billig Urlaub machen und Kredite bekommen kann.

Schlechte Selbstdarstellung und “schuld” ist der Schreiberling

Da unterhalte ich mich lang und ausgibig mit zwei Mitarbeitern einer Einrichtung und versuche rauszuarbeiten, was die eigentlich tun. Da der Artikel quasi PR ist, bekommen die beiden den vorher nochmal zum leben. Und verweigern die Freigabe, weil sie sich falsch dargestellt fühlen.

Hm. Nein, zur Selbstgeißelung sehe ich hier keinen Grund. Vor allem, wenn es keine konstruktiven Hinweise gibt. Vielleicht sollten die mal in sich gehen und an ihrer Selbstdarstellung arbeiten? Ich habe dauernd nach Beispielen für deren Tätigkeit gefragt und einiges aufgeschrieben. Wenn es mir dann nicht gelingt, sie zu beschreiben, wie sie glauben zu sein, könnte da ja vielleicht auch daran liegen, dass die die falsche Wahrnehmung von sich haben. Die sind nunmal die Außenstelle einer gesellschaftlichen Institution und das ist alles – mit Uni hat das wenig zu tun.

Und: Wäre das ein Zeitungsartikel geworden, wäre der so gedruckt worden. Und ich hätte darauf bestanden, da sauber gearbeitet zu haben.

Einer aus dem Bundespräsidialamt geht doch noch vor Weihnachten

Bundespräsident Wulff entlässt seinen Sprecher

Bei von zu Guttenberg hat das auch so angefangen … :-D

Auch schön: Rückendeckung bekommt Wulff von Horst Seehofer. “Die CSU steht zu unserem Bundespräsidenten Christian Wulff”, sagte der CSU-Chef dem SPIEGEL.

Da hat Horst Seehofer wohl auf den Dienstplan geguckt: Wenn Wulff vor Weihnachten zurücktritt, wäre er als Bundesratspräsident bis aufs weiteres Staatsoberhaupt. Und da er jetzt keine Weihnachtsansprache in petto hat – und vielleicht was anderes vor – wird jetzt Wulff erstmal die Stange gehalten. ;-)

Anklage wegen Abofallen – Noch kein Verhandlungstermin

Die Justizia auf dem Landgericht Darmstadt. Foto: Marc Wickel


Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat gegen Olaf Tank, Andreas Walter Schmidtlein, Alexander Varin und Jan Manuel Schmidtlein Anklage “wegen gewerbsmäßigen Betruges (sog. Abofallen)” beim Landgericht Darmstadt erhoben. Siehe auch heise.de: Anklage gegen Abofallen-Brüder

Die Landgerichtspressestelle hat mir heute den Eingang der Anklage bestätigt, einen Prozesstermin gebe es aber noch nicht.