Neuer Echo-Online-Auftritt

Seit heute sieht die Internetseite des Darmstädter Echos anders aus, und Chefredakteur Jörg Riebartsch sagt auch etwas dazu. Unter anderem auch etwas zur Finanzierung:

Die notwendigen Einnahmen, um die Internetauftritte von Zeitungen zu finanzieren, sind ausgeblieben. Deshalb versuchen die Kaufleute nun weltweit umzudenken, wollen Geld auch im Internet für das nehmen, was man Leistung des Geistes nennt. Ob das klappt?

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Auch neu: Die Artikel können kommentiert werden.

13 Gedanken zu “Neuer Echo-Online-Auftritt

  1. Fast: Die Artikel können nur teilweise kommentiert werden.

    So sind z.B. die Artikel mit politischem Inhalt im Bereich Darmstadt-Dieburg für Kommentare nicht freigeschaltet worden.

    Beispielhaft dafür sind der Bericht zur Kandidatur der FWG – Kreisbeigeordneten und der redaktionelle Kommentar dazu.

    Fragt sich nur, warum?

    • Ich werde nicht über einen meiner Kunden spekulieren. – Aber, naja, warum machen manche Blogger wie Niggemeier manchmal die Kommentare zu einem Eintrag dicht? Das kann man natürlich merkwürdig finden, aber ich behalte mir hier das auch jederzeit vor. Und seit meiner unrühmlichen Kommunalwahlbloggerei – die ich nach zwei Tagen hingeschmissen habe – bin ich auch schneller und rücksichtsloser beim Löschen.

  2. Na ja, Layout ist immer Geschmackssache.
    Funktional bringt mir das neue Layout nichts.

    Die rechte Hälfte der Seite wird für die üblichen Kinkerlitzchen verschwendet.
    Und auf der linken Hälfte werden die Artikel zu kurz angerissen. Die Überschrift sagt meistens wenig, die Textteile vor dem sind zu kurz – man kann sich nur schwer vorstellen, ob der Artikel interessant für einen selber ist.
    Wobei das natürlich nicht Layout, sondern zu wenig durchdachte Inhalts-Übertragung von der Printausgabe ist. Zu diesem “wenig durchdacht” gehört auch, daß Artikel zum selben Thema nicht verlinkt sind.

    Insgesamt frage ich mich ja als Abonnent, was mir dieser Internet-Auftrtt bringen soll und warum ich das eigentlich mitbezahle.
    Es gibt keinen funktionalen Mehrwert verglichen zur Printausgabe. Man kann die Artikel nicht vernünftig downloaden (um sich ein privates Archiv auf dem PC anzulegen), die Suchfunktion ist eingeschränkt (z. B. keine Suche nach Autoren) und überhaupt wenig sinnvoll, weil nicht alle Artikel online erhältlich sind.

    Als reine Werbemaßnahme für Nicht-Abonennten ist das aber alles viel zu aufwendig.

  3. Pingback: Echo online ge’relaunched - udo.springfeld.eu/blog

  4. fuer ne ausfuehrliche analyse fehlt mir gerade die zeit, aber auf den ersten blick: gefaellt!! wurd auch mal zeit. das kozept fuer einen relaunch beim echo liegt in form einer diplomarbeit von uns online-journlisten seit 3 jahren bei euch in der schublade ;)

    werden denn artikel jetzt endlich auchmal archiviert? vorher ging immer was von mir online, maximal ein oder zwei tage und dann wars wieder weg. unguenstig, um arbeitsproben zu sammeln *g*

  5. Also ich halte die neuen Echo-Online Seiten für einen schlechten Witz. Das ganze ist total chaotisch, völlig undurchsichtig nach welcher Priorität Artikel “oben bleiben” oder im Archiv verschwinden, der Algorithmus der Suchfunktion ist voller Fehler. Dazu glaubt das Echo immer noch, dass es eine überregional bedeutende Zeitung wäre und legt den weltpolitischen Teile auf die Startseite statt -bis auf wenige einzelne Meldungen- den Regionalteil (als wolle man mit SPON konkurrieren – einfach lächerlich). Dasselbe gilt für den Newsticker. Das war für mich das beste an der Seite, kurze aktuelle Nachrichten aus der Region… ist ja auch nur noch weltpolitisch. Da ist Spiegel Online aktueller, umfangereicher und seriöser, wozu brauch ich da ein Darmstädter Echo, das Agenturmeldungen veröffentlicht?

    Dann ist man unsagbar feige. Nicht allein, dass man sich für Kommentare registrieren muss, man kann viele Artikel GAR NICHT kommentieren. Hätte heute gern mal das ein oder andere zur Benennung von Storm zum Staatssekretär gesagt, wie oft ein Mann in einer Demokratie eigentlich NICHT GEWÄHLT werden muss, bis er keine politische Verantwortung mehr übertragen bekommt.

    Darf ich alles nicht.

    Aber dann nach dem Relaunch sich selbst gelobt, weil man ja ach so viele Emails und Kommentare dazu bekommen hat (letztere konnte man problemlos beziffern: es waren exakt drei). Diese Selbstbeweihräucherung, die beim Echo Methode hat, ist unerträglich.

    • > Dazu glaubt das Echo immer noch, dass es eine
      > überregional bedeutende Zeitung wäre
      Vergangene Woche war ein Echo-Kommentar in der Presseschau des Deutschlandfunks. Da kann man das schon glauben.

      > wie oft ein Mann in einer Demokratie
      > eigentlich NICHT GEWÄHLT werden muss,

      Wie oft wurde AS “nicht gewählt”? 1994 gewann er das Direktmandat, danach würde er über die Landesliste gewählt (wie die meisten Grünen- und FDP-MdBs). Das mir demokratische Legitimation genug. Nicht gewählt wurde er nur bei der vergangenen Bundestagswahl.

      Abgesehen davon passt Storm als Rentenexperte viel besser ins Arbeitsministerium. Im Forschungsministerium war er meiner Meinung nach nur, weil er einen Posten bekommen musste (vermutlich eine Entscheidung basierend auf Regionalproporz und langjährige Arbeit für die CDU.)

      > Darf ich alles nicht.
      Nun, ich “darf” bei renegadenation.de auch nicht das Audiofile auf der Startseite abschalten, ich muss NoScript aktiv lassen ;-) Das sind so Dinge, die darf nunmal der Site-Betreiber entscheiden. Es gibt auch kein Recht auf Leserbriefveröffentlichung.

      Das sind Entscheidungen, die ich mir auch vorbehalte, im Zweifelsfall ist zudem der Websitebetreiber für die Dinge auf seiner Site verantwortlich und trägt das (teure) Zivilprozessrisiko alleine. Der Kommentator, der sich auskotzen durfte, ist unter Umständen nicht greifbar oder kann sich an den Kosten auch nicht beteiligen.

      Und über Echo-Online auslassen, kannst Du Dich ja auch auf Deiner Site. Nun so, von wegen “nicht dürfen”. Und man hat auch die Möglichkeit das kommentieren zu lassen und woanders zu schreiben. Wie ich beim Tagesschau-Blog – weil mir da zu sehr moderiert wird.

      • >Vergangene Woche war ein Echo-Kommentar in der >Presseschau des Deutschlandfunks. Da kann man das >schon glauben.

        Naja, nicht wirklich. Ne überregionale Zeitung ist in meinen Augen eine Zeitung, die nicht nur zu 95% innerhalb einer Region gelesen wird. Presseschauen neigen durchaus dazu, gerne mal Zeitungen hineinzunehmen, die eben nicht jeder kennt. Das ist für mich kein Argument. Wie oft wird das Echo denn in anderen Zeitung zitiert? Nur bei regionalen Ereignissen, die bundesweit Schlagzeilen machen.

        >Wie oft wurde AS „nicht gewählt“?

        Er hat die Direktwahl viermal in Folge verloren, selbst jetzt, wo die SPD ihr katastrophal schlechtestes Ergebnis eingefahren hat. Das sagt eigentlich alles. Und das mit den Grünen und FDP-MdB zu vergleichen, hinkt ein wenig, da Wähler ja nicht im Vakuum leben, sondern sich durchaus bewusst sind, dass nur der SPD und der CDU Kandidat eine realistische Chance haben. Und kein Mensch macht sich bei seiner Wahl Gedanken darüber, wen er bei seiner Zweitsimme evtl. in den Bundestag hievt.

        Das soll jetzt ja nicht heißen, dass Storms Abgeordnetenzeit nicht demokratisch legitimiert gewesen sein, sondern bloß, dass ich es für fragwürdig halte, dass jemand, selbst wenn er nicht mehr gewählt ist, über sein Parteiklüngel mehr politischen Einfluss bekommt, als die eigentlich gewählte Abgeordnete.

        >Nun, ich „darf“ bei renegadenation.de auch nicht >das Audiofile auf der Startseite abschalten, ich >muss NoScript aktiv lassen ;-)

        Ich glaube nicht, dass man eine private Homepage mit der Seite einer Zeitung vergleichen kann.

      • > Vergangene Woche war ein Echo-Kommentar in der
        > Presseschau des Deutschlandfunks. Da kann man das
        > schon glauben.

        Da hatte ich den ;-) vergessen, sorry.

        > fragwürdig halte, dass jemand, selbst wenn er nicht mehr gewählt ist,
        > über sein Parteiklüngel mehr politischen Einfluss bekommt,
        Naja, dass einer von der Opposition einen Regierungsposten bekommt, weil er das Direktmandat gewonnen hat, ist aber auch nciht üblich. Bei keiner Partei. Zudem hat Storm ja seinen Job als “parlamenaterischer Staatssekretär” verloren, weil man dazu MdB sein muss.

        >Ich glaube nicht, dass man eine private Homepage
        > mit der Seite einer Zeitung vergleichen kann.

        Och, der Herr Scheele würde und könnte vielleicht schon gerne was zur Burg Frankenstein kommentieren. :-D Wie das aussieht wissen wir ja schon, und daher kann ich auch verstehen, dass man das nicht freigibt, weil man auf endlose Debatten keine Lust und Kapazität hat.

      • >Naja, dass einer von der Opposition einen Regierungsposten bekommt, weil er das Direktmandat gewonnen hat, ist aber auch nciht üblich. Bei keiner Partei. Zudem hat Storm ja seinen Job als „parlamenaterischer Staatssekretär“ verloren, weil man dazu MdB sein muss.

        Meine kleine Bemerkung ist jetzt etwas ausgeartet ;-). Ich wollte da jetzt gar nicht so tief einsteigen… sondern damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass das Echo mit dem Relaunch ja scheinbar dem Web 2.0 Rechnung tragen will, dann aber eine der wichtigsten Elemente davon – die Interaktion – größtenteils unterbindet.

        >Och, der Herr Scheele würde und könnte vielleicht schon gerne was zur Burg Frankenstein kommentieren.

        Wenn Scheele dazu Stellung nehmen wollte, könnte er das tun. Ich hätte keine Probleme damit, seine Stellungnahme ungekürzt auf meiner Seite zu veröffentlichen. Bislang hat er das aber nicht getan… und ich glaube nicht, dass er es noch tun wird.

        Eine Kommentierfunktion an sich war technisch ein Problem. Die Alternative, den Kram in einem freien Blog wie WordPress zu veröffentlichen, hab ich bisher nicht gemacht, weil es mir viel zu umfangreich für einen Blogeintrag erschien. Ich habe mich aber just heute entschieden, doch einen Blog zu beginnen, wobei ich als Start die Aufsätze auf meiner Seite kurz zusammenfasse. Das ist dann weniger sperrig für Leute und es kann auch jeder seinen Kommentar dazu ablassen… auch Walter Scheele selbstverständlich. Meine Erfahrung mit ihm deutet darauf hin, dass er sich mit jedem Kommentar ohnehin nur weiter reinreiten würde ;-).

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