Weiterstädter Wohn- und Quartierzentrum wird bezogen

Die Ostseite des Wohn- und Quartierzentrums in der Weiterstädter Freiherr-vom-Stein-Straße. Der Weg hinterm Haus ist öffentlich.

Die Ostseite des Wohn- und Quartierzentrums in der Weiterstädter Freiherr-vom-Stein-Straße. Der Weg hinterm Haus ist öffentlich.


Echo online: Eigene Möbel und ein Stück Vertrautheit – Im Wohn- und Quartierzentrum in Weiterstadt wird eine Demenz-Wohngemeinschaft eingerichtet

Die Eröffnung war ursprünglich für August 2013 geplant, es wurde dann November 2013 – bis wegen eines Wasserschadens, der sich durchs ganze Haus zog, alle Bewohner nochmal bis Juli 2014 warten mussten.

Johann-Heinrich-Merck-Denkmal wird gereinigt

Die Johann-Heinrich-Merck-Stele im Herrngarten Darmstadt wird gereinigt. Auf dem Bild von links Sigmar Herberg, Werkleiter Merck Darmstadt, Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypris, Restaurator Hermann Freymadl und Obernbürgermeister Jochen Partsch.

Die Johann-Heinrich-Merck-Stele im Herrngarten Darmstadt wird gereinigt. Auf dem Bild von links Sigmar Herberg, Werkleiter Merck Darmstadt, Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries, Restaurator Hermann Freymadl und Oberbürgermeister Jochen Partsch. Foto: Merck


Echo online: Schönheitskur für Schriftsteller Merck – Chemieunternehmen lässt Obelisken des Bildhauers Hans Mettel am Herrngartenteich reinigen

(PM Merck) Merck lässt das im städtischen Besitz befindliche Johann-Heinrich-Merck-Denkmal im Herrngarten in neuem Glanz erscheinen und gibt ihm einen neuen Schutzanstrich. Die rote Sandsteinsäule, die seit 56 Jahren an der Ostseite des Herrngartenteichs steht, wurde zuletzt durch Graffiti arg verunstaltet. Das Denkmal des Bildhauers Hans Mettel (1903 bis 1966) wurde im Jahr 1958 von der Stadt Darmstadt im Herrngarten aufgestellt.

Zunächst hatte die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries kürzlich angeregt, die Stele reinigen zu lassen. Daraufhin hat sich Merck, ein führendes Unternehmen für hochwertige pharmazeutische und chemische Hightech-Produkte, bereit erklärt, die Kosten in Höhe von rund 4.000 Euro für die Reinigung zu übernehmen. „Das war für uns eine Selbstverständlichkeit“, betonte Dr. Sigmar Herberg, Werkleiter von Merck Darmstadt. Oberbürgermeister Jochen Partsch ergänzte: „Dank und Respekt dem Unternehmen Merck, das sich bereit erklärt hat, die Stele reinigen und aufarbeiten zu lassen und die Kosten dafür zu übernehmen. Damit machen sie sich erneut um unsere Stadt verdient und zeigen auch, dass sie stolz auf die Firmen- und Familiengeschichte von Merck in Darmstadt sind.“

Zum symbolischen Reinigungsbeginn trafen sich Brigitte Zypries, Jochen Partsch und Sigmar Herberg am Dienstagnachmittag, 29. Juli, im Herrngarten. Von Steinmetz- und Steinbildhauermeister Hermann Freymadl (Gernsheim) erfuhren sie, wie die Denkmalpflege-Spezialisten vorgehen, um die Sandsteinsäule vor künftigen Schmierereien zu schützen. Zunächst trägt Freymadl eine speziell entwickelte Abbeizpaste auf. Mit 110 Grad heißem Dampf wird die Stele von Farbe und Lack befreit. Nachdem sie abgetrocknet ist, wird ein Anti-Graffiti-Spray appliziert. Vorteil: Sollte das Kunstwerk abermals Opfer von Vandalismus werden, muss nicht mehr die gesamte Reinigungsprozedur wiederholt werden; lediglich der Anti-Graffiti-Schutzfilm wird erneuert.

„Wir sind doch nur insofern etwas als wir was für andere sind.“

„Wir sind doch nur insofern etwas als wir was für andere sind.“ Foto: Marc Wickel


„Wir sind doch nur insofern etwas, als wir was für andere sind“ ist die Inschrift auf dem Johann-Heinrich-Merck-Denkmal. Der 1741 geborene Merck war nicht nur Naturforscher, sondern auch Kunst- und Literatur-Sachverständiger sowie Schriftsteller. Zeitlebens war er auch ein bedeutender Mentor von Johann Wolfgang von Goethe, unter anderem als Rezensent und Verleger früher Goethe-Texte, allen voran des „Götz von Berlichingen“. 1791 starb Johann Heinrich Merck im Alter von 50 Jahren. Fast 150 Jahre später wurde ihm die Ehre zuteil, von dem Bildhauer Hans Mettel, der in den 1950er Jahren Direktor der Frankfurter Städelschule war, in rotem Sandstein verewigt zu werden.

An Johann Heinrich Merck erinnern auch die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt, der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essays von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie die Johann-Heinrich-Merck-Medaille der Goethe-Gesellschaft Darmstadt.

450, 525 oder 615 Jahre Kranichstein

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Beim diesjährigen Darmstädter Grenzgang in Kranichstein hatte ich mich zwar schon ein wenig gewundert, dass Kranichstein erst vor 450 Jahre erwähnt worden sein soll (aber das konnte ich an dem Wochenende nicht klären). Mit Jörgs Anstoß und etwas mehr Zeit habe ich das nun mal etwas ausgeleuchtet, woher die 450 Jahre kommen, wo der Ort doch schon im Jahr 1399 erwähnt wird.

Echo-online: Wie alt ist Kranichstein? Stadtgeschichte – Auf der Suche nach einem Jubiläum gibt es verschiedene Daten

Ich war dazu auch im Hessischen Staatsarchiv und dort gibt es unter anderem eine Urkunde von 1564, die die 450 Jahre erklärt: Es ist das Jubiläum für den Namen, damals “Cranigstein” geschrieben (13. Zeile, erstes Wort.) Aber der Ort wurde schon viel früher erwähnt.

Citytunnelsanierung und -technik – Hintergründe zur Tunnelkunst

Die Citytunneleinfahrt aus Richtung Mathildenplatz am 22. Juli 2014. Foto: Oliver Stienen

Die Citytunneleinfahrt aus Richtung Mathildenplatz am 22. Juli 2014. Foto: Oliver Stienen


(PM Grüne/CDU und eigenes) Der Arbeitskreis Bauen und Verkehr der grün-schwarzen Koalition hat sich Dienstag (22.) mit der neuen Baudezernentin Cornelia Zuschke und dem Bauausschussvorsitzenden Ctirad Kotoucek (CDU) vor Ort über die umfangreichen Citytunnel-Sanierungen informiert.

Dabei wurde am Rande auch geschildert, wie das mit der “Tunnelkunst” Helmut Landers gelaufen war, die Ende Oktober 2013 entfernt worden war. Echo online: Dekorationen von Helmut Lander entfernt. So wie sich das damals las, konnte man glauben, die mit Mustern bemalten Wände wären entweder aus Unkenntnis oder aus Banausentum grau angelegt worden.

Tatsächlich war es aber so – wie gestern von der Verwaltung geschildert – dass die Wände zuvor fotografiert worden waren. Tatsächlich wusste man aber nicht, dass die Muster als Kunst galten und von wem die war. Eine farbkorrekte Rekonstruktion wäre allerdings schwer möglich gewesen, da die damals verwendeten Farben (auf Kunststoffbasis) heute nicht mehr verwendet werden dürften. So dass man sich entschlossen habe, die Wand grau anzulegen. Die Verwaltung war also nicht so wurschtig damit umgegangen, wie ich damals nach dem Echo-Artikel den Eindruck hatte. Dass das nach meinen Quellen auch kein Thema im Magistrat war, kommt noch dazu.

Im Inneren des rund 500 Meter langen Tunnels wurden bereits rund 1,2 Millionen Euro in die Sicherheitseinrichtungen investiert, beispielsweise die Erneuerung Brandmeldeanlage, die Videoanlage sowie gut sichtbar die Leiteinrichtungen in Form grüner LED-Leuchten.

Die Arbeitskreismitglieder erfuhren von Reinhold Schuster vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, dass der Tunnel insgesamt über 7 Notausgänge verfügt. Derzeit wird für weitere 1,2 Millionen Euro die gesamte Leitzentrale des 1977 und 1978 erbauten Tunnels erneuert. Von dieser aus wird die gesamte Lichtsteuerung, Lüftung sowie im Brandfall die Entrauchung des Tunnels gesteuert.

Weithin sichtbar war die vor kurzem fertiggestellte Betonsanierung der Tunnelein- und ausfahrten. Der alte Beton war stellenweise völlig marode, die verrostete Stahlarmierung sichtbar. Nicht selten platzten Betonstücke ab und fielen herunter. Bei der Sanierung der Betonwände wurde das alte Betongeländer mit den Pflanzkübeln durch ein neues, pflegeleichteres ersetzt.

Zugleich erfuhren die Arbeitskreismitglieder, dass das alte Geländer teilweise nur 70 bis 90 Zentimeter hoch war – nach aktuellen Sicherheitsrichtlinien deutlich zu niedrig.

Dazu kommt, dass das neue Geländer gesichert ist gegen (einfaches) Überklettern (der vermeindtliche “Handlauf” auf der Tunnelinnenseite. Und so massiv ist es, damit es auch hält, wenn ein Auto, die ja teilweise über den Luisenplatz fahren dürfen, nicht die Geländer durchbrechen kann.

Insgesamt wurden für die Betonsanierung, die auch die Notausgänge umfasste, rund 1,4 Millionen Euro investiert, in Summe also gut 3,8 Millionen Euro für das größte innerstädtische Bauwerk. Der Arbeitskreis mit den beiden Sprechern Stefan Opitz (B 90/Grüne) und Ludwig Achenbach (CDU) machte bei dieser Gelegenheit deutlich, dass die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur große Bedeutung habe und mit deutlich mehr Mitteln im Haushalt etatisiert sei, als in früheren Jahren. Zusätzlich zu Einzelmaßnahmen, die gesondert im Haushalt eingestellt sind, hat die Koalition ein 20-Millionen-Euro-Sonderprogramm aufgelegt, aus dem im gesamten Stadtgebiet Straßensanierungen finanziert werden.

Sanierung Christoph-Graupner-Schule kommt ins Stadtparlament

Die Christoph-Graupner-Schule in der Vogelsbergstraße soll saniert werden. Aber was wird aus ihrem Therapiebad?

Die Christoph-Graupner-Schule in der Vogelsbergstraße soll saniert werden. Aber was wird aus ihrem Therapiebad?


Jetzt kommt auch die Graupnerschule ins Schulbausanierungsprogramm.

Echo online: Standort des Schul-Therapiebades weiter offen - Die Sanierung der Christoph-Graupner-Schule steht am Donnerstag (23.) auf der Tagesordnung des Stadtparlaments. Über den Verbleib des Therapiebads in der Schule soll aber später entschieden werden.

Manchmal lohnt es sich doch die Anhänge zu einer Magistratsvorlage zu lesen. Da zeigt sich dann, dass nach meiner Einschätzung, kurz vor dem Beschluss noch schnell was geänderte wurde.

So legt sich der Magistrat auf Maximalkosten (7,7 Millionen Euro) bei der Sanierung der Christoph-Graupner-Schule (Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit einer Abteilung körperliche und motorische Entwicklung) fest, was nur noch eine der vier Varianten zulässt. Die Stadtregierung entscheidet aber nicht über das Therapiebad und dessen Verbleib in der Schule – nur kommt das in der, wegen der Kosten einzig möglichen Variante 2, nicht vor

3. Juli: Die Christoph-Graupner-Schule will das Therapiebad behalten

„1914“ eingestellt

Mein Blog “1914” (neun10vier10.wordpress.com) zum Beginn des Ersten Weltkrieges habe ich mangels Übernahmewilliger (wollt ja keiner machen) vor fünf Tagen wieder belebt und nun doch eingestellt. Sorry, aber maximal 16 Leser am Tag und dafür jeden Tag zwei Stunden Quellen online zusammensuchen und in drei Büchern nach Schlagworten gucken, nee – und selbst eine simple Linksammlung dauert ihre Zeit.

Und da dann auch noch WordPress beim Bilder hochladen immer mal wieder zickte, und schon geschriebene und verlinkte Passagen doch nicht – wie normalerweise – vom System gespeichert waren, langt es mir nach einer Woche täglichem rumgebastel für drei Handvoll Leser.

Ich verweise auf das schöne Blog ersterweltkriegheute.de zum Ersten Weltkrieg. Da geht es auch Tag für Tag voran. Die Bloggerin Christina Kuhrcke wohnt in Hamburg, ist Ärztin und Journalistin und – Darmstadt ist überall – hatte zwei Jahre Architektur in Darmstadt studiert. :)

Ansonsten gibt es deutsche Dokumente hier:

http://www.archiv.diplo.de/Vertretung/archiv/de/03a-Digitalisate/03a-1-julikrise-1914/3a-1-0julikrise-1914.html

Österreichische dort:

http://www.gwpda.org/1914/austdocs/DieOsterreichisch-Ungarischen.html

Und eine Serie in der welt.de

http://www.welt.de/themen/erster-weltkrieg/

ZDF-heute-journal mit “Wahnsinn pur” und “Schockstarre pur” auf Quotenjagd

Aha, mir war das nicht alleine aufgefallen, dieses makaber-schräge “heute-journal” in der Halbzeitpause Brasilien-Deutschland.

Via Stefan Niggemeier gibt es eine Erklärung für diese ZDF-Aktion:

“Es will es in die Halbzeitpause quetschen, um auf diese Weise den Zuschauerschnitt der Sendung in die Höhe zu treiben.”

Und jetzt weiß ich auch, woher das Gefühl bei mir kam, warum die Sendung so daneben war, weil Niggemeier auf zwei Zitate hinweist: „Das ist Schockstarre pur“, sagte der eine Korrespondent und „Das ist Nahost-Wahnsinn pur” der andere. Und setzten so dekadentes Vergnügen (sorry, Fußball-WM ist nunmal Spaß und ein Luxus) auf eine Stufe mit dem Krieg zwischen der Hamas und Israel.

Dauerbaustelle Schlossschule Gräfenhausen – „Wir haben nicht ordentlich geplant.“

Baustelle Schlossschule 5.7.2014 800x

Im Mai hofften Landkreis, Lehrer und Eltern noch den Schlossschule-Altbau aus den 50er Jahren saniert zu haben, so dass die Schule dort einziehen kann. Es war zwar nur eine Woche Puffer, hieß es damals, aber es schien möglich. Es kam anders:

Echo online: Umzug zieht sich hin – Schimmel und Planungsfehler verzögern Fertigstellung der Gräfenhäuser Schlossschule

Die Christoph-Graupner-Schule will das Therapiebad behalten

Eltern und Lehrern befürchten, dass das Therapiebad in der Christoph-Graupner-Schule (CGS) sich nach einer Schulsanierung im Nordbad befindet. Die Stadt sieht so aber Inklusion gefördert und gleichzeitig Kosten gesenkt. Die CGS ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung mit und einer Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung.

Echo online: Ungewisse Zukunft für das Therapiebad

„Die Schule ist in diese Diskussion nicht eingebunden“, ärgert sich Ulrike Hestermann, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Man brauche das Therapiebad nur von außen zugänglich machen, findet Schulleiterin Gisela Kappacher. „Das könnte rund um die Uhr belegt sein.“ Es sei nur eine Frage der Organisation und eines Zugangs von außen, der nicht durchs Schulgebäude führt.

Die Therapiebadtemperaturen liegen bei rund 33 Grad Celsius, das Becken ist zwischen 30 Zentimetern und 1,20 Meter tief und hat zudem spezielle Vorrichtungen. „Die cerebral paretischen Kinder müssen durchs Wasser gezogen werden“, schildert Konrektorin Elvira Gotta-Wolf ein Beispiel. Cerebralparesen sind Bewegungsstörungen infolge einer Hirnschädigung oder -entwicklungsstörung.

Die Schule würde das Bad gerne weiterhin angrenzend an ihr Gebäude haben. Jede Busfahrt ins (700 Meter Fahrstrecke) Nordbad mit einer Klasse mit Schülern mit Behinderungen wäre sehr aufwändig, weist Gisela Kappacher hin. „In der Regel habe wir zwei Rollstuhlfahrer in den Klassen“,einige Kinder seien auch mehrfach behindert.

Ein Neubau an der CGS mit öffentlichem Zugang würde laut Stadt aber mindestens 450.000 Euro mehr kosten wegen Schwimmbadtechnik, Nebenräumen, Umkleiden und Kassenbereich.

23. Juli: Sanierung Christoph-Graupner-Schule kommt ins Stadtparlament